Testament immer mit Notar?

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4 Antworten

pendler:

Die Bekannte ist, wie du schreibst, sehr krank. Deshalb kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein durch ein privates Testament benachteiligter Pflichtteilsberechtigter die Testierfähigkeit in Frage stellen könnte und von seinem Recht der Anfechtung Gebrauch macht.

Der Notar stellt vor der Protokolierung die Testierfähigkeit fest, erforderlichenfalls unter Beiziehung eines Medizieners. Der Notar berät den Erblasser über die Rechtslage, und sorgt für Rechtssicherheit und Rechtsklarheit. Die Beratungsfunktion tritt zur Beweisfunktion und zur Warnfunktion. Er kommt auch gegen eine (Auswärts-)Gebühr ins Haus deiner Bekannten (50 € für jede angefangene halbe Stunde).

Die Beurkundungsgebühr beträgt bei einem Reinvermögen von z.B. 50 000 € 165 € + Schreib- und Postgebühren + 19 % Umsatzsteuer.

Es kommt drauf an.

Wen Die Dame ein Sparbuch, private Dinge, Schmuck usw. zu vererben hat, kann sie es ohne Beratung und Beurkundung eine Notars, einfach handschriftlich machen.,

Bei Immobilien, oder auch nur bei größeren anderen Werten, rate ich zu einer notariellen Beurkundung. das ist besser.

Ein Testament braucht keinen Notar und muss handschriftlich !!! ausgestellt werden - das ist im Prinzip alles. Es gibt ein zentrales Testamentregister, da kann man das Testament hinterlegen.

Nur auch wenn deine Hilfe wohl gemeint ist, Erbrecht ist nicht einfach - insofern sollte die Erblasserin auch die Gebühren für den Notar aufbringen, insbesondere wenn es Vermögenswerte gibt.

Die von den Gerichten bzw. Notaren in Rechnung gestellten Gebühren richten sich nach der sogenannten Kostenordnung.

Näheres findest du hier:

http://www.erbrecht-ratgeber.de/erbrecht/kosten/kosten_01.html

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