Testament aber nichts mehr da?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

"Nichts im Sinne von gar nichts"

Für die Testamentseröffnung entstehen 100,-€ Gebühren, zahlbar von den Erben (so las ich gerade).

Die Kosten für die Erbausschlagung würden dann jeweils 30,-€ betragen, dafür entfallen dann aber die 100,-€ nicht auf die beiden Erben. Ein wirklich lohnendes Unterfangen:)

Wenn man so viele Unterlagen eines Verstorenen sortiert, kann ja andererseits auch schnell mal ein Schriftstück in einem Stapel anderer Unterlagen übersehen werden.

Wissentlich unterschlagen darf man ein Testament natürlich nicht.

Unterschlagen im Sinne von Urkundenunterdrückung

https://dejure.org/gesetze/StGB/274.html

ist nur dann strafbar, wenn eine Benachteiligung Dritter beabsichtigt wird. Die ist hier nicht ersichtlich.

Ich bleibe daher dabei: Die Arbeit kann man sich sparen.

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@Privatier59

Ja, super Hinweis!

Im Ergebnis sind wir uns ohnehin einig. Ich selbst wäre einfach zu trottelig, dieses Schriftstück bemerkt zu haben.

Die dritte Frage ist ja, wer hier davon Kenntnis haben sollte und wer hier etwas unternehmen würde, wenn er davon Kenntnis haben würde.

Das wäre vermutlich nur Rat2010, der die Betroffenen wahrscheinlich zu lebenslangen Ablasszahlungen erpressen wird:)))

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Jedes gefundene Testament muss beim Nachlassgericht (meistens Amtsgericht) abgegeben werden. Da gibt es kein rechts und links.

Einerseits besteht eine Ablieferungspflicht:

https://dejure.org/gesetze/BGB/2259.html

Andererseits aber drohen auch keine Konsequenzen.

Ich würde es nicht abliefern, aber auch nicht entsorgen.

Schlechtes Gewissen? Wieso und wem gegenüber?

Schlechtes Gewissen? Wieso und wem gegenüber?

Der Staatskasse gegenüber, der entgehen 100,- Euro.

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1." Es existiert ein Testament aber es ist alles schon an das Pflegeheim gegangen. Es ist nichts mehr da."

2. " Was soll/muss man mit dem Testament machen. Es als Sohn einfach entsorgen oder muss es eröffnet werden? "

🤔... gibt's nun ein Testament oder gibt es keins ❓❓❓

3." Es geht nicht darum, dass wer übervorteilt werden könnte. "

😴... die ganze Abhandlung geht doch aber offensichtlich genau in diese Richtung ‼️

hm...kann man solche Dinge eigentlich nie sauber abwickeln ?

Hm... Kann man Dinge nicht verstehen und trotzdem antworten?

Ein 102-jähriger Mensch der nach einigen Jahren im Pflegeheim jetzt zu Hause gepflegt wird und auf Morphiumpumpe ist (also in den letzten Zügen), hat zwar vor fünfzehn Jahren ein Testament gemacht aber das Geld, das eigentlich vererbt werden sollte, ist nicht mehr da.

Dem vor fünfzehn Jahren geschriebenen Testament ist es aber einerlei, dass das Geld nicht mehr da ist.

Wenn man es zum Amtsgericht gibt, ergibt sich also, dass man vielleicht erklären muss, was genau in den letzten fünfzehn Jahren mit dem Geld passierte. Da aber inzwischen die, die was bekommen sollten, nachweislich das bekommen haben und der Rest nachweislich für die Pflege verbraucht wurde (sie hat nichts mehr!), ergibt sich die Frage, was tun?

Vielleicht fragen die einen bei der Eröffnung, warum man da ist, vielleicht auch nicht aber in jedem Fall kann es Kosten und ganz sicher kann es Zeitaufwand verursachen. Kann man sich das sparen oder ist das verboten?

Damit die Frage, ist es irgendwie verboten, ein gegenstandsloses Testament nicht eröffnen zu lassen oder ist das mehr oder weniger nicht einmal ein Kavaliersdelikt. Außenstehende sind nicht betroffen. Es würde also keiner irgendwie überrascht oder übervorteilt.

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@Rat2010

" damit die Frage, ist es irgendwie verboten, ein gegenstandsloses Testament nicht eröffnen.."

... gegenstandslos ❓🤔 wer sagt das, es ist doch "angeblich" nur nicht mehr da 🤷‍♀️

Es wird schon noch was zu Erben sein, ansonsten wäre diese Frage hier zu stellen "gegenstandslos" ‼️😏

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Vielleicht kann man mal abwarten, bis die Frau tatsächlich tot ist?? Es gäbe da wirklich ernstere Sorgen, die ich zu diesem Zeitpunkt hätte! An dieser Story ist was faul. Amen.

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