Telefonbetrüger und Bankenhaftung

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5 Antworten

Ich kann mir nicht vorstellen, das sich das so ereignet hat. Telefonbanking muss freigeschaltet sein und Legitimation via Telefon-Pin. Eine Freischaltung telefonisch ist nicht möglich. Hinzu kommt, das die Sparkasse Ihnen gegenüber nicht Auskunftspflichtig ist, sondern allein der Kontoinhaberin. Ich hatte eine ähnliche Situation mal als eine Betreuung ausgelaufen war und ich mich noch um die Person beratend gekümmert habe. Mir wurden damals auch Märchen erzählt als ein größerer Geldbetrag verschwunden war. Allerdings nehmen solche Betrügereien in Zusammenhang mit dem Telefon zu. Man sollte die Telefon-Nr. nicht bekanntgeben.

kann ich mir so jetzt wirklich nicht vorstellen-wenn so vorgefallen, wäre interessant, was die Bank dazu sagt? Gabs eine Vereinbarung über Telefon-Banking? Oft braucht man hierzu schon mal ein eigenes Kennwort und selbst dann ist die Summe meist niedrig gehalten, bis zu der diese Aufträge telefonisch gemacht werden. Wende Dich an den Beschwerdebeauftragten der Bank und droh mit rechtl. Konsequenzen, wenn der Schaden nicht ersetzt wird. Wer ist Empfänger der Zahlung? Auch dies wäre zu ermitteln-Nachforschungsauftrag durch die Bank anfordern...

Oft braucht man hierzu schon mal ein eigenes Kennwort

Ich glaube, dass Du die Frage nicht richtig gelesen hast. Die Dame hat den Auftrag erteilt und sie hätte dies offenbar auch mit Kenntwort getan. Der telefonische Auftrag kam ja nicht von einem unbekannten Dritten.

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@LittleArrow

ja aber wenn die Dame ein Kennwort kannte, hat sie sich ja offensichtlich fürs Telefonbanking freischalten lassen-dann ist es natürlich so, daß der Auftrag rechtswirksam ist. Aber ich les nix von, daß das mit Kennwort erfolgt ist.Was meckerst Du also hier rum?

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@LittleArrow

ja aber wenn die Dame ein Kennwort kannte, hat sie sich ja offensichtlich fürs Telefonbanking freischalten lassen-dann ist es natürlich so, daß der Auftrag rechtswirksam ist. Aber ich les nix von, daß das mit Kennwort erfolgt ist.Was meckerst Du also hier rum?

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@LittleArrow

Nein, es war kein Telefonbanking mit PIN etc, sondern einfach ein ganz normaler Anruf bei der Sparkasse (wo sie wie gesagt persönlich bekannt ist) und ein ebenso ganz normales Gespräch mit der Bitte, diese Überweisung zu tätigen. Das ist nach meiner Auffassung einfach nicht rechtens, dies ohne jede Legitimation dann auch zu veranlassen. Es hätte ja auch ein Erpresser neben ihr stehen können - nur um das Szenario noch grotesker werden zu lassen. Außerdem hätte die Bank durch Googlen auch sofort die Chats zu dieser Kontonummer gefunden.... Nun ja - teures Lehrgeld, auch hier noch mehr Riegel vorzuschieben. Nur: ich will meine Mutter nicht entmündigen lassen, nur um diese Art von Kriminalität zu verhindern. Hat ja auch was mit Würde zu tun.........

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@glamiscastle

Entmündigung gibt es nicht mehr

Die Reform erfolgte im Jahre 1990 durch das Betreuungsgesetz; dieses trat am 1. Januar 1992 in Kraft.

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wenn deine Mutter für Telefonbanking freigeschaltet ist, es ein Kennwort als Schutz gibt und deine Mutter dann den Auftrag gegeben hat, dann ist das rechtsgültig. Eine Unterschrift ist nicht nötig, das ist ja der Sinn von Telefonbanking.

Dass deine Mutter ein hohes Alter hat, sie nicht dement ist, weist dennoch darauf hin, dass sie geschäftsfähig ist.

Die Logik, dass man dich informieren müsste, wenn deine Mutter, die ja Kontoinhaberin ist, Überweisungen durchführen will.

Ich sehe keine Haftung der Bank und ich sehe insofern keinen Schaden bei deiner Mutter, denn den hat sie selbst aktiv angerichtet.

Ja - natürlich musst du und deine Mutter mit dem Schaden leben.

Deine Mutter ist juristisch voll geschäftsfähig - oder ?

Das Problem sind die AGBs zum Telefonbanking bzw. der Kommunikation per Telefon.


wenn du bzw. deine Mutter trotzdem die ausführende Bank in Regress nehmen möchte, wäre zuerst der Weg zum Ombudsmann der Bank zu empfehlen.

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