Teilungserklärung als Büro eingetragen, als Wohnung benutzen?

4 Antworten

>>>Der Verwalter meint es ist möglich, nur es wird bei 27 Eigentümer nicht klappen

Genau so ist es. Es wird wegen der Eigentümergemeinschaft nicht klappen, das Büro in eine Wohnung umzuwidmen.

Natürlich wäre der Verkäufer und tausend andere vor dir auch schon auf die Idee gekommen. Geht aber nicht.

In München gibt es Wohnungsknappheit und Büroleerstand. Letzteres nicht generell aber dort, wo es um Büros in Wohnungseigentumsgemeinschaften geht. Dass   n i e   alle Eigentümer einer Umwidmung zustimmen ist der Grund.


Ist nur einer dagegen, geht nichts. Lass es sein.

fabiogrotte:

Vorweg: Eine bloße Bezeichnung im Aufteilungsplan als "Wohnzimmer, Schlafzimmer..." etc. ist keine Zweckbestimmung, sondern ein unverbindlicher Nutzungsvorschlag.

Die Zweckbestimmung als Büro hätte zur Folge gehabt, dass das Objekt im Teileigentumsgrundbuch und nicht im Wohnungseigentumsgrundbuch eingetragen worden wäre.

Die im Grundbuch eingetragene Zweckbestimmung gibt dem Umfang des zulässigen Gebrauchs vor mit der Folge, dass eine abweichende Nutzung unzulässig ist.

Hiervon macht im Wege der ergänzenden Auslegung der Zweckbestimmung dann eine Ausnahme, wenn die zweckbestimmungswidrige Nutzung bei typisierender Betrachtungsweise generell nicht mehr stören oder beeinträchtigen würde als eine Zweckbestimmung entsprechende Nutzung.

Empfehlung: Lass dir dies vom Notar bestätigen.

Hallo, meinen sie Im kaufvertrag bestätigen lassen? Bzw dazuschreiben lassen?

0
@fabiogrotte

Das bringt auch nichts. Kein Verkäufer macht einen Kaufvertrag, bei dem drinsteht, dass der Verkäufer zurücktreten kann, wenn die Eigentümerversammlung nicht zustimmt.

Wenn er glaubt, dass das geht, inseriert er das Objekt nicht (nur) als Büro.

0
@fabiogrotte

fabiogrotte:

Inzwischen liegen dir einige Gegenmeinungen vor. Ich beziehe mich auf den führenden Kommentar  zum Wohnungseigentumsgesetz "Bärmann 12. Auflage, 2013, § 13 Rdnr. 26".

Ob dir ein Rückabwicklungsrecht mit Übernahme sämtlicher Kosten durch den Verkäufer vertraglich eingeräumt wird, bedarf der Klärung.

Letzte Anmerkung/Empfehlung: Bevor ein Urkundenentwurf angefordert  oder sogar der Beurkungsauftrag erteilt wird, solltest du u.a. zuverlässig prüfen, ob das Objekt als Büro im Teileigentumsgrundbuch und die Nutzung als Büro auch in der Gemeinschaftsordnung steht oder als Wohnung im Wohnungsgrundbuch und in der Gemeinschaftsordnung  bezeichnet ist.

0

Anfechtungsklage wegen formaler Mängel bei WEG ? Wie klagen (Begründung) ?

Hallo zusammen,

auf der letzten WEG-Versammlung wurde meiner Meinung nach ein Beschluss Aufgrund eines formalen Mangels beschlossen, diesen würde ich gern anfechten. Der Leitende der Verwaltung nahm einen TOP ohne Beschlussfassung auf. Wobei der Beschluss nicht mal richtig von dem Eigentümer gefordert worden ist, also quasi hat der Leitende selbst entschieden das über dass Thema beschlossen werden soll. Dann wurde der Beschluss positiv entschieden. Da dieser Beschluss nicht vorab schriftlich angekündigt wurde und auch nicht per Beschlussfassung genehmigt worden ist, liegt hier ein formaler Mangel vor, sehe ich das richtig?

Über die fristen zur Klage Einreichung bin ich informiert, aber wie muss die stichhaltige Begründung / Klageschrift aussehen? Was passiert mit den Gerichtskosten? Muss die Verwaltung zahlen falls die Klage zugelassen wird? Und was passiert wenn die Klage nicht zugelassen wird?

Wer hat so was schon mal gemacht und kann mir weitere Tipps geben?

Vielen Dank im voraus.

...zur Frage

Wohnungskauf ohne abgeschlossene Teilungserklärung.

Folgende Problematik:

Wir wohnen in einem 3 Parteien Haus. Es ist als ganzes im Grundbuch eingetragen. Nun wollen die Besitzer das Haus verkaufen, aber eben so wie es da steht. Im Ganzen praktisch. Jetzt haben wir und noch eine Partei im Haus gedacht gut, wir kaufen es. Die eine Familie ihre Wohnung und die dritte im Haus, und wir unsere eben. Soweit so gut. Natürlich wollen auch andere das Haus kaufen und uns läuft die Zeit weg weil wir aus Kulanz vom (noch) Vermieter ein besseres Angebot haben das Haus zu kaufen wie der Preis der vom Makler von den anderen potenziellen Käufern verlangt wird.Allerdings ist es auch so, daß wenn ein potenzieller Käufer den jetzigen Besitzern das bietet was sie auch haben wollen, dann sind wir aus dem Rennen! Jetzt geht es um die Teilungserklärung. (Eine sogenannte Bruchteilserklärung kommt nicht in Frage) Was uns Sorge macht ist die lange Dauer der Teilungserklärung! Die Frage die sich jetzt stellt ist ob es eine Ausnahme/Regel/Klausel/wie auch immer gibt, so eine Art -ich weiss nicht wie ich es sagen soll- mit der man zur Bank gehen kann bzgl. des Darlehns das besagt schaut mal her wir wollen die Wohnung kaufen, die Teilungserklärung ist im vollen Gange ! Irgend eine Art Vorvertrag quasi der bestätigt daß alles seinen geregelten Weg geht. Damit wir schon so zur Bank gehen können ohne die abgeschlossene Teilungserklärung! Ich kann doch nicht zur Bank gehen (Vollfinanzierung) und denen sagen: ich will ein drittel von einem Haus kaufen, oder? Und da ist noch die Eigentumsvormerkung, würde diese einer Bank reichen? Ich hoffe ich konnte die Lage so gut wie möglich erklären. Ich wäre sehr froh wenn ich diesbezüglich Informationen bekommen könnte. Falls etwas nicht klar ist wie ich es beschrieben habe, bitte nachhaken ! Vielen Dank im Vorraus schon mal für eventuelle Antworten!

Bitte keine Antworten <>, das machen wir auch schon, der Termin dauert noch!

...zur Frage

Ich brauche Eure Meinung zu einer Handwerker-Rechnung, könnt Ihr mir Rat geben?

Wir sind eine Eigentümergemeinschaft mit 6 ETW. Es sollten lt. Beschluss schon in 2012 Malerarbeiten im Aussenbereich ausgeführt werden.( 1 Angebot in 2012) lag vor über 5.100 € Brutto) Diese Arbeiten wurden jedoch aufgeschoben und im Protokoll 2014 wurde der Beschluss für gesamt 5.000€ gefasst. und es sollten 2 weitere Angebote vorher vom Verwalter eingeholt werden. In 2015 haben wir als einzige Miteigentümer nicht an der Versammlung teilgenommen und mit 5 Stimmen wurde ein Beschluss zur Ausführung der Malerarbeiten der Holzflächen zu maximal 5.263 € netto. Es wurden nicht 2, sondern 1 Angebot vom Verwalter eingeholt und zwar dass, der Maler Firma bei der der Verwalter selbst Geschäftsführer ist und seine Mutter nach aussen hin fungiert. Der Anstrich wurde im Sommer 2015 bereits ausgeführt. Heute erhielten wir einen als Anhang eines Newsletters vom Verwalter die Mitteilung, das die ausgeführten Arbeiten 6.902,- € brutto kosten ( Zusatzkosten in Höhe von ca. 500€ brutto aufgrund der erhöhten Sicherheitsanforderungen seitens der Berufsgenossenschaft). Hier handelt es sich um ein aufgestelltes Gerüst um an der hinteren Fassade die Holzfenster erreichen zu können. Diese Tatsache war sowohl dem Verwalter in der Person des Verwalters seit Jahren, als auch dem angestellten Malermeister und seinem Geschäftsführer gleichzeitig Verwalter bei der Ortsbegehung bekannt. Frage 1: Liegt eine Täuschung vor, wenn der Beschluss 2014 von Gesamtkosten 5.000 € vorliegt und die Eigentümer 5.263 € netto verabschieden? Jetzt sind das nämlich brutto 1.000€ mehr als beschlossen! Darf ein Handwerker/Verwalter netto Beträge ausweisen? oder ist hier nicht etwas verschleiert worden? Frage 2: Ist der Verwalter im Interessenskonflikt, wenn er als Verwalter und gleichzeitig als Geschäftsführer der Malerfirma fungiert? Frage 3: Durch die Zusatzkosten wie o.a. Gerüst (was ja bekannt war und in keinem Angebot enthalten war) liegt die tatsächliche Rechnung bei 6.900 € brutto. Darf die bekannte Pos. Gerüst überhaupt im Nachhinein erhoben werden?

Ich würde mich riesig über fundierte Antworten bzw. Informationen freuen :-)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?