Teilgrundschuld auf einen Ehepartner bei Kauf eingetragen.

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3 Antworten

Pauline: Miteigentümer der ETW ist dein verstorbener Ex-Ehemann. Aufgrund seiner Verschuldung haben die Erben die Erbschaft abgelehnt, also ausgeschlagen. Nun soll die Teilungsversteigerung anstehen, die bekanntlich der Verwirklichung des materiellen Auseinandersetzungsanspruchs eines Miteigentümers dient. Wer betreibt das Verfahren?

Die Zwangsvollstreckung darf nur gegen den Schuldner angeordnet werden, der als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist. Wer wurde nach dem Tod deines Ex-Ehemanns an seiner Stelle als Eigentümer im Wohnungs-Grundbuch eingetragen?

Du haftest sowohl persönlich mit deinem gesamten Vermögen als auch dinglich mit deinem Miteigentumsanteil, wobei es für die Durchsetzung der Forderung der Bank unerheblich ist, ob und mit welchem Mitteln die Ausbaukosten finanziert wurden.

Der Verstorbene wie auch ich stehen nach wie vor zu je 1/2 Anteil im Grundbuch. Alle monatl. finz. Belastungen werden von mir weiter getragen. Keine Probleme mit den Banken. Nur der Nachlassverwalter des Verstorbenen will, dass ich denEW- Anteil von ihm kaufe. Wobei er den von mir unterschriebenen Kreditvertrag beim Kauf der EW auch mir allein anlastet, d. h. ich bezahle zwei mal. Die Grundschuld ist aber nicht auf meinen alleinigen Anteil eingetragen, sondern auf das gesamte Grundstück, also auch auf den Anteil des Verstorbenen Die Banken sollen voll ihr Geld von mir erhalten (ohne Teilungsversteigerung). Nur will ich, dass der Nachlassverwalter vom Verstorbenen das berücksichtigt. Warum, und das die Bank seinerzeit so etwas machte, ist uns beiden seinerzeit nicht aufgefallen und war auch nicht gewollt, zumal mein Mann Beamter war und ich Teilzeitkraft. Typische Falschberatung einer Bank. Können diese Ausführungen noch etwas ändern? Danke.

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Der Verstorbene steht noch immer mit im Grundbuch. Die Teilungsversteigerung wurde vom Nachlassverwalter beantragt. Ich will jedoch kaufen, den Anteilspreis aber nicht 2 mal zahlen. Denn der Wert der EW ist von mir mehrfinanziert. Es bleibt - wenn auch nur moralisch - eine Bereicherung Dritter. Pauline

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Kurz und knapp: der Nachlassverwalter wird ggf. gerichtlich obsiegen, er hat recht. Da keiner das Erbe annehmen möchte, ist er verpflichtet für die Gläubiger zu verwerten - nichts anderes tut er.

Moral spielt da keine Rolle !!!

Der Verstorbene wäre ja im Nachhinein ungerechtfertigt bereichert. - das ist nicht möglich, und ein Denkansatz, dem kein Richter in dieser republik folgen wird.

Dein Problem ist, dass Du Deinen vermeintlichen Ausgleichsanspruch nicht durchsetzen kannst weil der Nachlaß überschuldet ist. Das ist kein rechtliches, sondern ein faktisches Problem. Helfen kann Dir da niemand.

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