Tatsächliche Kosten für Fahrzeug pro Kilometer berechnen?

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Ich gehe davon aus, daß Dein eigener Pkw günstiger sein wird als ein Mietfahrzeug, denn für das Mietfahrzeug wird die volle Abschreibung des Pkw vom Vermieter eingerechnet, während bei Dir ja wahrscheinlich noch eine teilweise Privatnutzung besteht und der eigene Pkw auch nicht für die Zeit der nächsten Monate einfach abgemeldet wird.

Wesentlich ist auch die Frage, ob Du privat oder beruflich unterwegs bist. Bei beruflichen Fahrten kann vom Auftraggeber ja ggf. eine Erstattung erhalten werden bzw. Fehlbeträge können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Erstattungen richten sich nach den tatsächlichen Kosten, d.h. hier könnte ein Mietfahrzeug besser sein, aber wenn ein zu hoher Anteil oder der gesamte Betrag nur über Werbungskosten veranschlagt werden muß, steckst Du umso mehr in dieses Vorhaben selbst rein, je höher die verbleibenden Kosten sind. Mit anderen Worten: die kostengünstigste Alternative wird dies auch bleiben.

Rechne es doch einfach aus:

__Variante 1__

  • Welche laufenden/fixen Kosten verbleiben mit Deinem Pkw für die Dauer der Nichtnutzung?

  • Welche laufenden/fixen Kosten würden für ein Mietfahrzeug anfallen?

__Variante 2__

  • Was kostet Dich Dein Pkw an fixen Kosten?

  • Welchen Kraftstoffverbrauch bzw. sonstige laufenden Kosten hättest Du für die nächsten Monate mit Deinem Pkw?

Na?

Wie berechne ich genau, was mich ein Kilometer mit meinem Auto gefahren tatsächlich kostet.

Hier nachlesen und ggf. ein paar Cent hinzurechen, wenn du schlechter als 50% oder R6 in der Versicherung eingestuft bist: http://www.adac.de/_mmm/pdf/autokostenuebersicht_s-v_47089.pdf

ob es sinnvoll ist einen Leihwagen zu nehmen, statt die vielen Kilometer auf mein Auto zu fahren.

Mietpreis dividiert durch deinen Kilometersatz ergibt die Fahrstrecke, ab der sich lohnt. Plus/Minus je nach Spritkosten beider Fahrzeige.

G imager761

Freiberufler - Kfz im Privatvermögen - tatsächliche Kosten je km als Betriebsausgabe ansetzen

Hallo community,

ich bin Freiberufler (Rechtsform Einzelunternehmen (EÜR)) und möchte mir einen Gebrauchtwagen (Annahme: 4 Jahre alt, 90000 km für brutto 21420 €, Mwst. (3420 €) ausweisbar) kaufen, welcher dann dem Privatvermögen zugeordnet werden soll.

Annahme: 25000 km pro Jahr, private Nutzung 55%, betriebliche Nutzung 45%

Die Betriebsausgaben für die betriebliche Nutzung sollen nicht mit der 0,30 € Kilometerpauschale, sondern anhand der tatsächlich entstandenen Kosten je Kilometer geltend gemacht werden. Hierfür würde ich ein Fahrtenbuch führen und die laufenden Betriebskosten (Treibstoff, Reparaturen, Kfz-Steuer, Versicherung etc.) + Abschreibungen festhalten.

Gesamtkosten / Jahresgesamtkilometerlaufleistung = tatsächliche Kosten je km Betriebsausgaben = tatsächliche Kosten je km x Kilometer der betrieblichen Nutzung

Fragen:

1) ist die oben beschriebene Vorgehensweise so korrekt?

2) Kann das Fahrzeug, da es bereits 4 Jahre alt ist, über 2 Jahre abgeschrieben werden, demzufolge also 10710 € pro Jahr?

3) geplant ist das Fahrzeug nach 12 -24 Monaten zu veräußern und wieder einen ähnlichen Gebrauchtwagen anzuschaffen. Kann durch dieses Vorgehen immer wieder erneut eine Abschreibung von plusminus 10000 € (je nach Anschaffungswert ) pro Jahr angesetzt werden? Da sich das Kfz im Privatvermögen befindet stellt der Verkaufserlös ja keine Betriebseinnahme dar.

4) kann bei dieser Vorgehensweise ggf. die Vorsteuer für den Fahrzeugkauf bzw. für die laufenden Betriebskosten geltend gemacht werden?

4.1) müsste dies dann anteilig analog zur betrieblichen Nutzung erfolgen?

4.2) wäre dies überhaupt sinnvoll?

Vielen Dank vorab.

Grüße amonitas

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