Tagesgeldkonto bei einer ausl. Bank: müsste man im Ernstfall vor einem ausl. Gericht klagen?

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Sortieren wir mal:

"Vor ein paar Jahren gab es Berichte, dass "kaupting-geschädigte" Anleger nach Island gereist sind, um dort bei Anwälten und Gerichten vorstellig zu werden."

Die isländische Kaupting Bank hatte eine nationale Einlagensicherung, keine europäische und der Staat Island stand vor der Pleite wg. der Bankgeschäfte verschiedener Banken. Deshalb wurde nicht entschädigt gemäß isländischen Gesetzen.

"Wie ist die aktuelle Gesetzeslage?" Also bei Deinem Beispiel die französiche Gesetzeslage.... Klar wenn nicht entschädigt wird, dann muss man immer örtliche Anwälte beauftragen.

"Angenommen, jemand eröffnet bspweise ein Tagesgeldkonto bei der franz. Oney-Bank und diese geht pleite. Müsste der Anleger dann einen franz. Anwalt beauftragen, damit dieser ihn in Frankreich vertritt? Und den Mechanismus der franz. Einlagensicherung in Gang setzt?"

Da diese Einlagensicherungen ja Vorgaben der EU sind, ist es nicht erforderlich nur für das Prozedere einen Anwalt zu beauftragen. Die Regelung wird in F ja sicherlich ähnlich der in D sein das innerhalb von 7 Tagen entschädigt wird.

Gutes Beispiel aber es gibt noch bessere Beispiele z. B. die britische Weynland Bank. GB wird nach dem 31.03.2019 nicht mehr zur EU gehören. Das ist Fakt. Und Gesetze können ja danach jederzeit geändert werden.

Solange Du Dich dabei in der EU bzw. EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) bewegst ist das relativ problemlos.

Hier gibt es in der Abwicklung nur Unterscheidungen, ob die jeweilige Bank

  1. eine Niederlassung in Deutschland mit deutscher Banklizenz hat (selbständige Niederlassung)
  2. eine unselbständige Zweigstelle in Deutschland betreibt
  3. nicht in Deutschland vertreten ist, aber ihren Sitz in einem EU- oder EWR-Land hat

In allen 3 Fällen greift die "Europäische Einlagensicherung" bis maximal 100.000 € pro Sparer und Bank.

Ansprechpartner und für die Abwicklung zuständig für alle 3 Fälle ist die "Entschädigungseinrichtung deutscher Banken".

Bei 1. erfolgt die Abwicklung in Deutschland selbst, bei 2. und 3. im jeweiligen Land. Ein einzelner Anleger braucht also keinen ortsansässigen Anwalt.

Vermutlich schon, denn die Banken haben in ihren AGBs selten stehen:

"Gerichtsstand ist der Wohnort des Kunden."

Aber wenn so ein Laden Pleite geht, dann kann man die Meldung zur Einlagensicherung des Landes auch von Deutschland aus machen

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Privatgläubiger droht mir mit Anwalt, was soll ich tun?

Hallo. Ich hoffe hier etwas Hilfe zu finden in Bezug auf meinen Fall. Hier erst mal meine Geschichte:

Anfang des Jahres hatte ich mir Geld bei den Eltern meiner Freundin geliehen (ca. 400€) da ich für mein Auto neue Reifen brauchte da ich ansonsten meinen Job verloren hätte. Ich hatte nicht nach dem Geld gefragt, die Eltern meiner Freundin haben es von selbst bereitwillig gegeben. Meiner Meinung nach haben die mich mehr dazu gedrängt das Geld anzunehmen :/. Wir sagten denen direkt, dass wir nicht jeden Monat was zurückzahlen können worauf die meinten das wir es Ihnen dann zurückgeben sollen wenn wir das Geld haben.

Natürlich kam es so, dass die uns immer mal wieder enorm unter Druck gesetzt haben weil wir nicht regelmäßig zahlen können, da ich zwischendurch dann doch den Job verloren habe und nun Hartz4 in einer Bedarfsgemeinschaft beziehe. Wir boten Ihnen daraufhin an eine schriftliche Ratenzahlungsvereinbarung von maximal 20€ mit Überweisung zu machen. Doch dies lehnten sie ab weil sie uns nicht die Kontodaten rausrücken wollten und 20€ ihnen zu wenig war. Sie wollten sofort mindestens 50€ haben bei einer Restsumme von 280€, da wir zwischendurch schon immer mal was zurückgezahlt haben.

Nun ist es so gekommen, dass der Vater meiner Freundin wieder uns übers Telefon Druck gemacht hat. Auf die Aussage meiner Freundin hin, dass wir diesen Monat leider nichts zahlen können, drohte er sofort damit zu einem Anwalt zu gehen.

Meine Frage ist nun: Kann er diese Schulden gerichtlich einklagen?

Die Eltern meiner Freundin haben als einzigstes die Rechnungen damals von den Reifen in der Hand wo aber nicht erkennbar ist wer was in die Summe reingezahlt hat da ich selber auch einen Anteil getragen hatte. Zusätzlich hatten wir uns mit der Ratenzahlungsvereinbarung ja Kompromissbereit gezeigt was von denen angelehnt wurde.

Über Ratschläge wäre ich sehr erfreut :)

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