suche sichere Anlage, 4% Rendite

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich würde an Deiner Stelle jetzt nicht übereilen. Wenn Du schon investiert bist, dann warte doch ab bis es an der Börse wieder Rund geht. Aktien dürften nicht passen, denn diese Anlage ist spekulativ und kann keine 4% garantieren. Daher würde ich warten bis der Anleihemarkt wieder Chancen bietet und es zu Spreadausweitungen kommt. dann kann man wieder eine Peugeot mit 2016 Laufzeit und 6,5% Rendite einkaufen. Derzeit bei ca. 5%, was ich zu teuer finde. Schau Dir auch mal die Peugeout Anleihe an die bis 2033 läuft. Ich weiss, laufzeit ist sehr lange, aber sie hat enorme kursbewegungen hinter sich. Von 62% auf 85% gestiegen. Derzeit bei 79% und Rendite 8,2%. Wenn der Kurs wieder in Richtung 70% geht kann man nachkaufen. Es kommt in den nächsten Monaten eine neue Anleihe von Seidenstricker an den Markt. Ich nehme sehr stark an daß die überzeichnet wird. Hier kann man ja zeichen und mit Kursgewinne verkaufen. Zum Halten ist sie mir etwas zu spekulativ oder nur zur Depotbeimischung, denn das rating wird glaube ich nur BB Rating haben.

Danke für Deinen Beitrag. Habe mich bislang ausschließlich im A-Bereich bewegt, aber Du hast Recht. Ich grabe mich mal in die beiden Bilanzen/GuVs ein. Was sagen schon Ratings? Lehman hatte auch A :-)

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@sunder

Danke für Deine Einschätzung. Habe mich sehr gefreut! Gut, Profis zu kennen!

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@sunder

Seidenstricker kommt am Montag,den 27.02. auf den Markt. Wer interesse hat sollte noch vor 10.00 Uhr zeichnen, denn sonst sind die WP ausverkauft. Eckdaten der Transaktion: Emittent: Textilkontor Walter Seidensticker GmbH & Co. KG WKN: A1K0SE Zeichnungsfrist: 27.02.-09.03.2012 Kupon: 7,25% Notierungsaufnahme: 12.03.2012 Laufzeit: 12.03.2018 Marktsegment: mittelstandsmarkt, Börse Düsseldorf Rating: BB+ (Unternehmensrating durch Creditreform Rating) Stückelung: 1.000 Euro Covenants: Gewinnthesaurierung mind. 50%, Change of Control

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@althaus

Bei Seidensticker muss ich leider passen! Habe mir die beiden letzten Konzernbilanzen und GuVs durchgelesen. Seidensticker schiebt einen Bilanzverlust von 24MioE (Vorjahr 31MioE) vor sich her. Die Rücklagen sind dadurch fast vollständig aufgebraucht. Das Eigenkapital besteht aus 8MioE Kapitaleinlagen und sonst nichts. Zwar sind im letzten Geschäftsjahr fast 8MioE verdient worden, im Vorjahr allerdings nur 800TE. Fast 200Mitarbeiter sind mit Sozialplänen entlassen worden. 2-3 schlechte Jahre und das Eigenkapital steht auf der falschen Seite. Daher auch der hohe Anliehezins von 7,25%! Mir ist das zu heiß! Ich steige aus!

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Da Du bisher primär im festverzinslichen Bereich unterwegs bist, gibt es aus meiner Sicht drei Möglichkeiten mit unterschiedlichem Risiko:

  • Weiterhin eine festverzinsliche Anlage mit mind. 4% auf die Laufzeit (Festgeld, Sparbrief) bei einer Bank anlegen. Das ist recht sicher und liefert das gewünschte Ergebnis.

  • REITs sind Unternehmen, die in Immobilien anlegen und ihre Gewinne größtenteils ausschütten müssen. Einige REIT-Fonds liefern solide Renditen über 4%, wobei natürlich bei einen Downturn diese auch mal ein Jahr geringer oder bei einem Boom diese in einem Jahr höher ausfallen können. Ein Wert von um die 4% ist jedoch realistisch, wenn man sich als Maßstab die iShares FTSE/EPRA NAREIT ETFs anschaut, die global, in Europa, in USA oder in Asien investieren.

  • Ein solider, globaler Mischfonds ist riskanter in dem Sinne, daß er auch mal ein Jahr im Minus abschließen kann. Eine mittlere Rendite auf längere Sicht von 4-6% p.a. sollte jedoch zu erreichen sein. Die üblichen Verdächtigen sind die M&G Global Basics, Carmignac Investissement, Allianz Kapital Plus, Ethna Aktiv E, etc. Das sind Aktienfonds mit einer variablen Beimischung von Anleihen, so daß das Risiko jeweils marktabhängig variiert. Als chancenorientierte Beimischung zu Deinem eher konservativen Portfolio wäre das eine Option.

Langlaufende Anleihen würde ich derzeit aus Gründen der Inflation und möglicherweise in 1-3 Jahren wieder steigenden Kapitalmarktzinsen nicht empfehlen, da diese sehr zinssensitiv sind.

Ich gehe eher noch von fallenden Zinsen aus, zumindest in den nächsten 12 Monaten.

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@althaus

Das mag ja sein, aber wenn hier die Rede von langlaufenden Bonds ist, dann sind das deutlich mehr als 12 Monate. Bonds mit Laufzeiten von länger als 5 Jahren werden wohl einem Risiko von Zinserhöhungen ausgesetzt sein.

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Danke für Deine Einschätzung. Habe mich sehr darüber gefreut. Beiträge von Profis sind immer was wert!

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Ich kann dir auch nur Ruhe empfehlen. Jetzt mit gewalt in etwas investieren nur weil man es eben jetzt mit 4% haben will kann schnell nach hinten losgehen!

Danke für Deinen Beitrag! Habe mich sehr darüber gefreut!

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steuerliche Verlustvorträge optimal nutzen

Hallo allerseits,

ich habe Verlustvorträge aus der Zeit meines Zweitstudiums (ich glaube, man nennt dies "vorweggenommene Fortbildungskosten"; es handelt sich um Studiengebühren, die das Finanzamt mir für 2008 bereits als Werbungskosten anerkannt hat). Aktuell habe ich einen Steuerbescheid für das Jahr 2008. In den Jahren 2009 und 2010 habe ich ebenfalls Kosten für das Zweitstudium gehabt, Einkommenstuererklärungen für diese Jahre habe ich noch nicht gemacht. Seit 2011 arbeite ich und zahle Einkommensteuer per Lohnsteuerabzug. Einkommensteuererklärungen für die Jahre ab 2011 habe ich ebenfalls noch nicht gemacht (ich bin nicht zur Abgabe verpflichtet und habe als freiwiliig Steuererklärendern ja 4 Jahre Zeit, meine Steuererklärungen abzugeben). Ich rechne also damit, für 2009 und 2010 noch weitere Verlustvorträge anzusammeln, die dann ab 2011 mein zu versteuerndes Einkommen mindern sollten. Mein Gehalt steigt mit der Zeit, war also 2011 niedriger als 2012 niedriger als 2013 und ich nehme an, das es so weitergeht.

Ich frage mich nun, wie ich meine Verlustvorträge optimal nutzen kann. Wenn der gesamte bis einschließlich 2010 aufgelaufene Verlustvortrag mit meinem ersten Gehalt aus 2011 verrechnet wird, ergibt eine niedrigere Steuerentlastung, als wenn ich meine Verlustvorträge weiterhin vortragen kann und z.B. erst 2014 verrechne (höherer Grenzsteuerdsatz).

Hat jemand Hinweise für mich, ob/wie letzteres möglich wäre? Was würde z.B. passieren, wenn ich Steuererklärungen für 2008 bis 2010 (die lediglich zu steigendem Verlustvortrag führen werden) abgebe, dann aber für 2011 bis 2013 keine Einkommensteuererklärungen abgebe und sobald mein Grenzsteuersatz sehr hoch ist, z.B. ab 2014, wieder eine Einkommensteuererklärung abgebe (um meine Verlustvorträge nur mit dem hohen 2014er-Einkommen zu verrechnen und nicht mit dem niedriegen 2011er Einkommen)?

Oder kann ich nichts dagegen tun, dass Verlustvorträge mit Einkommen verrechnet werden, sobald Einkommen da ist, bei mir also ab 2011?

Vielen Dank!

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