Sturz auf Urlaubsschiff bei hohen Wellen -zahlt die Reederrei?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Klassische "Betriebsgefahr". Das ist also Dein Problem, außer Du kannst nachweisen, daß das Personal des Schiffes fahrlässig gehandelt hat. Wer auf ein Schiff geht, muß mit einem gewissen Seegang rechnen.

Das wäre ja noch besser, wenn all die Touristen, die sich auf dem Trip nach oder von Helgoland übergeben, noch Schmerzensgeld bekommen könnten, weil das Schiff nicht wie ein Zug über die Wellen gleitet :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Als ein Kreuzfahrtschiff in See stach, herrschte noch gutes Wetter. In Höhe der spanischen Küste kam das Schiff dann in ein Schlechtwettergebiet. Ein Teilnehmer der herbstlichen Kreuzfahrt kam infolge der heftigen Schiffsbewegungen auf Deck zu Sturz und verletzte sich. Er verlangte vom Veranstalter der Kreuzfahrt Schadensersatz für die erlittenen Verletzungen. Das Oberlandesgericht Bremen wies die Klage des Kreuzfahrers ab. Die Schiffsbewegungen und somit der Sturz wurden nach Auffassung des Gerichts durch höhere Gewalt verursacht. Auch war der Kapitän des Schiffes nicht verpflichtet, die Unwetterzone - wie von dem Geschädigten verlangt - weiträumig zu umgehen. Kreuzfahrtschiffe der vorliegenden Größe sind durchaus geeignet, gefahrlos derartige Schlecht-Wetter-Gebiete zu durchfahren. Es ist dann Sache der Passagiere, sich auf die widrigen Witterungsverhältnisse einzurichten.

Urteil des OLG Bremen vom 03.06.1997, 3 U 139/96, MDR 1997, 1108, Handelsblatt vom 24.11.1997,

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Helge001 01.11.2013, 02:34

Ein anderes Urteil wäre auch unlogisch.

2
EnnoBecker 01.11.2013, 06:39

Und das ist auch richtig so.

Es wird Zeit, dass vor allem die Nachwachsenden mal erkennen, dass eine Vollkasko-Gesellschaft auch von irgendwem bezahlt werden muss.

3

Da machst du besser keine Kreuzfahrt !!! Das ist dein persönliches Risiko !!!

Im Übrigen ist zu unterscheiden zwischen Reederei und Reiseveranstalter - fast alle Kreuzfahrten werden über Reiseveranstalter gebucht, und gegen den müsstest du ggf. klagen.

Royal Caribbean sitzt in Miami beispielsweise und da gilt US Recht - alles kompliziert im Schadensfall.

Eine private Unfallversicherung hierzulande wäre die Lösung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie wäre es denn mit Eigenverantwortung? Wenn einer trotz hohem Wellengang rumspaziert und das nicht muss, weil er nicht zur Mannschaft gehört, dann sagt mir mein gesunder Menschenverstand, dass er für die Folgen selber verantwortlich ist.

Siehst Du das anders?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?