Stundenlohn abhängig vom Krankheitsfall

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4 Antworten

Im Grunde kann man einen derartigen Vertrag schließen. Ich persönlich stoße mich an der verringerten Bezahlung im Krankheitsfall, das scheint mir nicht im Einklang mit den LfzG (Lohnfortzahlungsgesetz) zu sein. Soll der höhere Stundenlohn dann als Prämie für die Anwesenheit gelten? Ich habe so einen Vertrag in meiner langen Zeit als Gesamt-BR niemals so ausfomuliert gesehen.

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Prinzipiell herrscht in Deutschland eine freie Vereinbarungsmöglichkeit, sofern Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich an bestehende Gesetze halten.

9 Euro Stundenlohn sind keineswegs sittenwidrig. Insofern ist das Angebot von ihrem Arbeitgeber nicht unbedingt fair, aber aus Sicht des Arbeitgebers verständlich, da er so krankheitsausfälle minimieren will.

Ob ihr eine junge Tochter habt, wird den AG erst einmal wenig interessieren, da der AG Interesse an einer anwesenden Arbeitskraft hat.

Wenn das vereinbart wird, muss das natürlichs chriftlich im Rahmen eines Arbeitsvertrags festgehalten werden. Mündlich wäre er zwar gültig, aber hier fehlt die Nachweispflicht.

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Auch wenn du jetzt tod umfällst - man kann das machen.

Kind krank - keine Zahlung das geht unter folgender Vorraussetzungen:

Die Vergütungsfortzahlungspflicht gemäß § 616 BGB kann in einem Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag ausgeschlossen werden.

Auch das mit den 9 und 10 € wäre möglich wenn der Stundenlohn auf 9 € festgelegt wird und der 1 € als Prämienzahlung vereinbart wird (sprich für die gibt es für nicht krank)

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Wenn der Chef schlau wäre, dann zahlte er ihr einen Stundenlohn von 9 Euro und zusätzlich eine Prämie, wenn sie den ganzen Monat nicht ausgefallen wäre.

Damit hätte er vor Gericht eine Chance, aber so dürfte er auf die Nase fallen, denn die Höhe der Lohnfortzahlung entspricht gemäß § 4 Abs. 1 EFZG der vollen Höhe des Arbeitsentgelts.

Durch diese Regelung soll eine Schlechterstellung des Arbeitnehmers durch unverschuldet eingetretene Arbeitsunfähigkeit vermieden werden.

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