Studienskosten (Zweitstudium) als Verluste rückwirkend festellen lassen trotz vorhandenen Steuerbescheid?

1 Antwort

Du kannst in der Einkommensteuererklärung 2015 nicht Deine Verluste aus den Jahren 2013 - 2015 geltend machen, weil man Ausgaben aus den Jahren 2013 und 2014  nicht in 2015 abziehen kann.

Wenn Du erhebliche Studienkosten in 2013 und 2014 hattest, müsstest Du auch für diese Jahre jeweils eine Einkommensteuererklärung, oder eine Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags abgeben.

Diese Werden dann auch die folgenden Jahre vorgetragen.  in 2015 gibt Du die Einkommensteuererklärung für die geringen Einkünfte ab udn stellst Deine 2015er Kosten dagegen. Sollte sich dabei auch noch ein Verlust ergeben, würde der auch vorgetragen.

Besten Dank!

Nur nochmal um sicher zu gehen, dass ich es richtig verstanden habe:

Das heißt, ich gebe die Kosten für 2015 in der 2015er Steuerklärung an und kann danach immer noch eine Steuererklärung inkl. Verlustfestellung für jeweils 2013 und 2014 machen.
Die festgestellten Verluste können dann in 2016, ggf. 2017 usw. vorgetragen werden, der dann bereits bestehende Steuerbescheid für 2015 bleibt davon unberührt.

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@traveltourer

Du könntest auch noch für 2012 machen, wenn es sich lohnen würde udn eine Erklärung zur Verlustfeststellung für 2011, 2010 und 2009.

Nur werden die Verluste aus 2013 udn 2014 ggf. auch schon auf 2015 angerechnet, wenn Deine Kosten nciht dein Einkommen neutralisieren.

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@wfwbinder

Genau, denn auch bei Einkünften unter dem Grundfreibetrag wird der Verlustvortrag angerechnet, bis der gdE 0,- EUR erreicht hat. Was darüber hinausgeht, kann weiter vorgetragen werden.

Das Wahlrecht zur betragsmäßigen Höhe der Anrechnung gilt nur beim Rücktrag.

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@tt290

Ok, das bedeutet also dass die nach in Krafttreten des Steuerbescheides 2015 festgestellten Verluste für 2013 und 2014 (ich habe bisher keine Verlustfestellung beantragt und Einkommenssteuerklärung getätigt) noch nachträglich auf das gdE 2015 angerechnet wird und nicht auf 2016 und ggf. nachfolgende Jahre?

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@traveltourer

Da Du keinerlei zahlen lieferst, können wir Dir nicht sagen, wo welche Beträge welche Auswirkungen haben.

Die Verluste aus 2014 und den davor liegenden Jahren, werden in den Folgejahren angerechnet. zuerst 2015, dann, wenn etwas verbleibt auf 2016 ff.

Es liegt ja an Dir, die Vorjahre 2014 und früher sorgfältig zu bearbeiten und möglichst hohe Abzüge zu erzielen.

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@wfwbinder

Konkret würde ich an Ausbildungskosten ca. 1.000€ für 2013, 2.500€ für 2014 und 1.000€ für 2015 als Verluste feststellen lassen. 2015 habe ich ca. 8.500€ verdient, wovon rund 1.000€ Lohnsteuer abgezogen wurde. In den Jahren davor habe ich keine lohnsteuerrelevenate Arbeit verrichtet.

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@traveltourer

Ok, dann wären die Verluste aus 2013 und 2014 in 2015 verbraten. Die 1.000,- Euro Lohnsteuer aus 2015 bekommst Du so, oder so zurück.

Aber die Kosten würde ich trotzdem nochmal durchgehen.

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Kann ich Studiengebühren rückwirkend in der Steuer geltend machen?

Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Steuerforum und hoffe eine Hilfe zu meiner unten beschriebenen Frage zu erhalten.

Im folgenden ist mein beruflicher Wertegang als Basis aufgelistet: - Schulabschluss Realschule - Berufsausbildung Mechatroniker (2002-2006) - Schulabschluss Fachabitur (2006-2007) - Studium Maschinenbau mit Abschluss Diplom (Fachhochschule) (2007-2012) - Berufstätig als Ingenieur seit Anfang 2013

Nun wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass man Studienkosten rückwirkend geltend machen kann, sofern es sich um einen zweiten Bildungsweg handelt.

Meine Frage ist nun, ob ich die Studiungebühren und Kosten im Studium Rückwirkend noch in der Steuererklärung angeben kann. Die Steuererklärung der Jahre 2013 und 2014 ist bereits gemacht, wobei gegen den Bescheid 2014 aktuell noch Widerspruch eingelegt ist. Die Steuererklärung für 2015 ist noch nicht abgegeben.

In den Jahren während des Studiums wurde von mir keine Steuererklärung gemacht. Während des Studiums hatte ich auch keinen Nebenjob ausgeübt.

Falls die Gebühren/Kosten noch rückwirkend geltend gemacht werden können, wie ist dazu die richtige Vorgehensweise. Welche Schritte muss ich einleiten? Wie weit zurück kann ich dies noch ansetzen?

Da ich mir über den Sachverhalt bis vor kurzem nicht Bescheid gewusst habe, sind leider keine Belege für das Studienmaterial vorhanden. Eventuell kann ich über alte Kontoauszüge meine Studiengebühren nachweisen. Eine eigene Wohnung auf Grund des Studiums gab es nicht. Ich habe 5 km von der Hochschule entfernt gewohnt, deshalb sind auch keine großen Wegekosten entstanden.

Es wäre schön, wenn ihr mir bitte Tips gebenkönntet, wie ich nun weiter vorgehen soll?

Vielen Dank

Viele Grüße

Steve

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