Studente mit Gewerbeschein im letzten Semester, Wieviel darf ich steuerfrei verdienen?

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4 Antworten

Scheinselbständigkeit ist ein Thema, wenn du so eine Tätigkeit länger ausüben würdest, über Jahre nur einen Auftraggeber hättest, Weisungen empfängst, eine eMail-Adresse, einen festen Arbeitsplatz etc. bei dem haben solltest.

Wenn du mehr als 20h/Woche arbeitest, dann bist du aus Sozialversicherungspflicht kein Student mehr. Damit würde in deinem Falle die KV teurer. Hier musst du dich dann selbst versichern (Unterschied bei GKV und PKV).

Steuern? Die fallen ab ca. 8.000 Euro Gewinn an. Hier kannst du mal die Daten eingeben und dir die Steuern ausrechnen lassen https://www.bmf-steuerrechner.de/ekst/

Hallo,

hier muss man verschiedenes unterscheiden. Ab 8000 EUR werden Steuern fällig. Da beim Selbstständigen nichts einbehalten wird, muss man das Anfang nächsten Jahres nachzahlen. Da gibt es keine Besonderheitem für Studenten. Bei dem genannten Einkommen kommt schnell was zusammen. Tabellen gibts im Netz.

Etwas anderes ist die Sozialversicherung. Ab dauerhaft 20 Stunden Arbeit ist man nicht mehr Student. Man braucht also eine eigene, nicht studentische Krankenversicherung.

Die Scheinselbstständigkeit ist in erster Linie ein Problem Deines Arbeitgebers, der müßte nämlich dann SV-Beiträge nachzahlen. Warum stellt er Dich nicht an ?

Was hast Du danach vor ?

Viel Glück

Barmer

Ob Du Student bist oder nicht ist für die Steuer uninteressant. Was das für eine Steuergrenze von 10.000 Euro sein soll, weiß ich nicht.

Scheinselbständigkeit ist ein Problem, dass in der Theorie oft angedacht wird, praktisch aber fast nie vorkommt.

Warum hält sich eigentlich hartnäckig das Gerücht, dass Studenten irgendwelche Steuerprivilegien genießen?! Sobald Ihre steuerpflichtigen Einkünfte über dem Grundfreibetrag von 8004€ p.a. liegen, müssen Sie Einkommensteuer zahlen - egal welchen Status Sie haben. Die von Ihnen genannte Grenze von 10.000€ kann allenfalls dadurch zustande kommen, dass Sie zumindest die gesetzliche Krankenversicherung als Vorsorgeaufwendungen vom Einkommen abziehen können (Mindestbeitrag ca. 160€ pro Monat, also ca. 2000€ p.a.). Wichtiger ist für Sie, dass Sie sozialversicherungspflichtig werden, wobei die Krankenversicherung meines Wissens die einzige Pflichtversicherung ist. Bei der GKV zahlen Sie dann allerdings den vollen Beitrag von ca. 15% Ihres steuerpflichtigen Einkommens bis zur Grenze von knapp 600€ pro Monat.

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