Stromklau durch Vermieter

2 Antworten

Ihr seid ja Mitglied im Mieterverein. Wieso laßt Ihr die Sache nicht da abschließend bearbeiten?

Woraus ich bei Eurem Sachvortrag nicht schlau werde ist, wie das architektonisch genau gestaltet ist: Ihr sprecht von 2 Häusern und 5 Wohnungen. Zudem soll ein Haus leergestanden haben. Wie hat man sich denn das vorzustellen? Liegen da ein Einfamilienhaus und ein Vierparteienhaus gleich nebeneinander und haben eine gemeinsame Heizung?

Wie Ihr vorgehen könnt? Laßt den Mieterverein die Sache für Euch regeln. Vielleicht werden die aus den Unterlagen schlau und wissen dann, wie das genau bei Euch aussieht. Wenn die Elektroanlage so mißraten angelegt ist, dass Ihr Allgemeinstrom pp mitbezahlen müßt, dann ist das ein Mietmangel.

Hallo, danke für Deine Antwort. Mitglied sind wir noch nicht im Mietverein, war nur eine tel Auskunft. Es sind 3 Häuser, 1 Objekt hat 3 Wohneinheiten und zwei separate Häuser, die alle von 1 Heizungsanlage versorgt werden. Wir zahlen also den Strom für die Heizungsanlge und den Allgemeinstrom.

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Steht denn in Eurem Mietvertrag, dass Ihr den Betriebsstrom für die Heizung und den Allgemeinstrom zu zahlen habt? Mir scheint, dass hier die Wohnung in einem nichtvertragsgemäßen Zustand vermietet wird. Dies hat umfangreiche Mietminderungsansprüche zur Folge, wenn der Mangel dem Vermieter (und der Hausverwaltung) bekannt ist. Du hast allerdings gegenüber dem Stromversorger ein Zeitproblem. Aber notfalls läßt Du es einfach auf eine Stromsperre ankommen und schreibst dem Vermieter (und der Verwaltung) entweder akzeptiert er einen vorläufigen Miet- und Vorauszahlungseinbehalt bzw. -einbehalt oder der Strom wird für alle abgestellt. Das Auseinanderrechnen des Hausstroms und Deines Stromverbrauches muss später erfolgen.

Du kannst übrigens schnell testen, ob "fremde" Stromverbraucher über Euren Zähler laufen. Dazu mußt Du nur die Hauptsicherung ausschalten. Da wird Euch auch der andere Mieter an den Zählerschrank lassen.

Einen Zwischenzähler mußt Du nicht akzeptieren, die anderen Mieter auch nicht, es sei denn, der Zwischenzähler wäre geeicht. Problem ist, wer die Toleranzen tragen soll. Sicherlich nicht der Mieter mit dem geringeren Stromanteil.

Da diese Situation sehr ungewöhnlich ist, brauchst Du eine umfassende juristische Beratung. Mir erscheint die Anfrage beim Mieterverein nicht zielführend und dessen Antwort nicht sachgerecht und daher falsch.

Hallo, danke schon mal für Deine Antwort. Es steht nicht in unserem Mietvertrag, hätten wir natürlich auch nicht unterschrieben. Zwischenzähler gibt es schon bei 2 Wohneinheiten, und die sind auch mit dem Mieterschutzbund wegen fehlerhafter Abrechnung tätig. Da das Haus 1 Jahr leer stand und wegen der Heizung der Anschluss weiterbestanden hat, weiß die Hausverwaltung das 100%. Wir haben zwar jetzt die Sicherung der Heizung ausgeschaltet, aber da diese in der Wohneinheit eines anderen Mieters hängt, auch so eine Sache. Dort hängen alle Stromzähler und wenn mal etwas ist, kommen wir nicht an unseren Zähler. Voriges Jahr konnten wir unseren Herd nicht anschließen, da dieser Mieter in Urlaub war. Meiner Meinung nach kann es ja wohl nicht sein, das ich den Verbrauch dieser Heizungsanlage bestimmen sollvor allen Dingen ist da im Jan. eine viel stärkere Pumpe eingebaut worden, da die alte trotz höchster Leistungsstufe 1 WE nicht versorgen konnte. Laut RWE Stromverbrauchstest unserer Geräte liegen wir noch unter dem Durchschnittsverbrauch.

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@anke260

Von so einem Fall habe ich noch nie gelesen. Das hilft Dir aber nicht weiter. Aber vielleicht kann ich Dir noch einige Anregungen geben. Grundsätzlich dürfen bei Streitigkeiten über die Nebenkostenabrechnung (ich weiß, dass Dein Fall etwas anders gelagert ist!) nur die Nebenkostenvorauszahlungen gekürzt oder einbehalten werden. Du hättest also zumindest in dieser Höhe Anspruch, Deine Rückforderungen für den gesamten Haus- und Heizungstrom dagegen über mehrere Monate aufzurechnen. Ob auch gegen die Kaltmiete aufgerechnet bzw. zurückbehalten werden dürfte, könnte man mit der Untätigkeit von Verwaltung und Vermieters begründen, da es sich ja nicht um einen Nebenkostenstreit aus der Nebenkostenabrechnung, sondern um einen Mangel der Mietwohnung handelt. Bei Mängeln der Mietwohnung wird ein noch festzulegender Prozentsatz bezogen auf die Bruttomiete(!) von der Kaltmiete abgezogen; allerdings unter dem Vorbehalt der jährlich nachträglichen Bestimmung der Bruttomiete (also wenn die Nebenkosten des Mietminderungszeitraumes abgerechnet wurden).

Laut RWE Stromverbrauchstest unserer Geräte liegen wir noch unter dem Durchschnittsverbrauch.

Dieser Stromverbrauchstest ist sicherlich nur ein Spitzenbelastungswert oder geht er vom zu wissenden durchschnittlichen Jahresstromverbrauch aus? Letzteren müßte man kennen oder schätzen, um den gesamten Stromrechnungsbetrag in die Komoponenten eigene Wohnung und Vermieter aufzuteilen und die Kürzungen vorzunehmen.

Ich will den ganzen Fall auch nicht strafrechtlich beurteilen wollen, weil das Dir unmittelbar nichts bringt. Wichtiger sind die Stundung der RWE-Nachzahlungsforderung und die Mängelbeseitigung. Vielleicht hilft Dir die RWE mit kostenfreier Stundung. Sonst mußt Du einen Bankkredit aufnehmen und natürlich auch die Zinskosten dem Stromschaden hinzufügen.

Es bleiben viele ungelöste Fragen. Was willst Du nun machen und von uns noch wissen?

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