Strafzahlungen der Banken in den USA und UK. Wieso gibt es wenige/ keine in der restlichen EU?

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2 Antworten

Doch, die wird es geben. Auch für die Deutsche Bank und andere große Euroland Banken.

Die Libor Manipulationen erfolgten allerdings in London und die Straf- und Schadensersatzverfahren betreffen alle Banken denen sich eine Beteiligung daran nachweisen lässt.

Die Verfolgung dieser Straftaten ist nicht Aufgabe der BAFin oder der EZB, sondern die der Staatsanwaltschaften. Aufgabe der BAFin und anderer schnachnasiger Überwachungsbehörden wäre es gewesen, diese LIBOR-Manipulationen frühzeitig aufzudecken. Das war leider nicht der Fall.

Die Verfahren laufen noch. Deshalb steht darüber noch wenig in den deutschen Lokalblättchen und der Bildzeitung.

Erstens, USA/UK und die Eurozone haben andere Rechtssysteme.

Zweitens: LIBOR ist primär etwas für GBP-basierte Produkte und Kredite, d.h. hier liegt der Schwerpunkt klar auf USD/GBP. Für die Euro-Zone gelten primär die EURIBOR-Raten, die im Gegensatz zu LIBOR-Raten nachvollziehbarer festgelegt werden.

Mit anderen Worten: es gibt für die Eurozone eigentlich nicht so viel "durchzugreifen" wie in UK.

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