Strafbar bei kauf von nacktbildern?

5 Antworten

Reine Nacktbilder sind nicht zwingend verboten. Für Jugendpornographie muss schon ein bisschen mehr gegeben sein, siehe dazu § 184c Abs. 1 Nr. 1 Halbsatz 2 Buchstabe b StGB ("Wiedergabe einer ganz oder teilweise unbekleideten vierzehn, aber noch nicht achtzehn Jahre alten Person in unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung").

Wenn man die Erfüllung des Tatbestands jedoch annimmt, hätte der potentielle Käufer möglicherweise den § 184c Abs. 3 StGB verwirklicht.*

*Wobei ich dort bei der Strafbarkeit des Versuchs gerade nicht so ganz durchblicke. Abs. 5 Halbs. 2 sieht hier explizit keine Strafbarkeit des Versuchs vor, Abs. 3 und Abs. 1 Nr. 2 inkludieren aber bereits den Versuch der Tat im Wortlaut (Unternehmensdelikt). Der Versuch des Versuchs ist ja eigentlich Unsinn.

Du hättest deinerseits jedoch möglicherweise Betrugstatbestände verwirklicht (§ 263 StGB). Über die diesbezüglichen Folgen der anzunehmenden Sittenwidrigkeit des Geschäfts (§ 138 BGB) spekuliere ich mal nicht, das führt hier zu weit. Von Erpressungsversuchen (§ 253 StGB) würde ich auch eher abraten.

Woher ich das weiß:Hobby – Hobbyjurist - Grundwissen, garniert mit Recherche

Strafgesetzbuch (StGB)

§ 26 Anstiftung

Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt hat.

_ _ _ _

https://de.wikipedia.org/wiki/Anstiftung_(Deutschland)

Anforderungen an die Haupttat

Der angestiftete Haupttäter muss eine vorsätzliche rechtswidrige Haupttat begehen. Ob der Haupttäter auch schuldhaft gehandelt hat, ist unbeachtlich (sogenannte limitierte Akzessorietät). Dies ergibt sich aus dem Wortlaut des § 26 StGB („… rechtswidriger Tat…“) und dem Grundsatz, dass jeder gemäß seiner eigenen Schuld zu bestrafen ist (§ 29 StGB).

Eine erfolglose und somit lediglich versuchte Anstiftung ist nur im Fall eines beabsichtigten Verbrechens gemäß § 30 StGB (Versuch der Beteiligung) strafbar, bei einem beabsichtigten Vergehen dagegen straflos (Wortlaut des § 26 StGB: „… wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt hat“).

Von der versuchten (erfolglosen) Anstiftung des Haupttäters ist aber die Anstiftung zum Versuch des Haupttäters zu unterscheiden. Wenn jemand einen Haupttäter zu dessen Versuch anstiftet, ist die Anstiftung insofern erfolgreich: Auch eine versuchte Tat ist eine mögliche Haupttat. Die Anstiftung zum Versuch ist daher auch dann strafbar, wenn die Haupttat ein Vergehen ist, solange bei der Haupttat der Versuch auch strafbar ist.

Vielen Dank

Also sollt ich mich besser bereit machen dass er mich anzeigt. :/

0
@Mario730

JA!

Ich glaube, Du hast zuviele Wochen in der Quaränte verbracht. Die Corona-Krise bringt die Menschen auf die dümmsten Gedanken überhaupt.

Wir haben erst seit ca. 10 Tagen den ganzen großen Shutdown. Wenn wir zwei Wochen weiter sind, drehen viele Leute richtig durch. Ne zeitlang kann man noch darüber lachen, irgendwann aber nicht mehr.

4
@Maerz2019

Ok vielen Dank.

Ja habe auch keinen Plan warum bzw. wie mir dieser Schwachsinn in den Kopf ging. Nun ärgere ich mich über meine Dummheit und der Tatsache dass der Typ noch nichtmal bestraft wird, da er ja bereit dazu war.

0
@Mario730

Nun, ich würde dir (ich hoffe, ich darf Du sagen) insoweit von einer Anzeige abraten. Umgekehrt halte ich es aber auch für unwahrscheinlich, dass dieser Volljährige eine Anzeige stellen wird. Dazu müsste er ja schließlich zur Polizei gehen und einräumen, dass er versucht hat, kinderpornographisches Material zu erwerben.. das sehe ich zumindest so. Ich denke, da passiert nichts...

0
@luchsii

Ok, auch wenn ich jetzt erstmal etwas Angst habe.

0
@luchsii

Kinderpornografie steht hier nicht im Raum, "nur" Jugendpornographie.

Im hier vorliegenden Fall kann keiner der Beteiligten ein ernsthaftes Interesse daran haben, die Strafverfolgungsbehörden ins Boot zu holen.

@Mario730 Vergiss die Sache und spende das Geld einer Hilfsorganisation gegen Missbrauch, wenn du es dem verhinderten Käufer nicht zurückgeben willst.

1

Du hast mit einem Fake Account Dienstleistungen im Internet angeboten. Der Käufer ist bisher nicht verpflichtet, die von Dir gemachten Angaben zu überprüfen. Aber Du hast Dich in mehreren Punkten strafbar gemacht: Du hast eine Dienstleistung angeboten, die du als Mann nicht erbringen kannst, Du hast Geld angenommen ohne dafür die Gegenleistung zu erbringen, Du hast einen Fake - Account in betrügerischer Absicht angelegt und Du hast gegen die Eigentumsrechte der Frau oder des Mädchens oder gegen Urheberrechte verstoßen, wenn Du Bilder des besagten Inhaltes zusendest. Also zieh Dich warm an, wenn der Käufer die zugesagte Leistung einfordert.

Vielen Dank für die Antwort.

Also hat der Käufer nichts zu befürchten sondern nur ich, weil er die Bilder nicht erhielt und ich einen fake account hatte mit der Absicht solche Leute reinlegen/anzeigen zu wollen?

0
@Mario730

Diese Einsicht kommt Dir zuspät. Der Kauf von Nacktbildern ist nicht strafbar. Dein Verhalten aber sehr wohl.

1

wie kommt man auf so Ideen?

Ist Mario ein Mädchenname?

Wie dem auch sei. Das klingt mir die Vorbereitung zu einem Erpressungsversuch. Und der ist strafbar!

Nein ich gab mich dort ja als mädchen aus nicht hier. :)

Also wäre er nicht strafbar dann sondern er könnte mich dann anzeigen?

0
@Mario730

Das ist aber sehr fies sich als Mädchen oder Frau auszugeben. Du solltest dich bei dem Opfer entschuldigen

0

Was möchtest Du wissen?