Stimmt es dass man Gewinn aus Aktien über eine GmbH Neuanmeldung günstiger versteuern kann?

2 Antworten

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Hacken oder Haken, das ist hier die Frage...

Eine GmbH ist zunächst mal nicht ganz umsonst, da sie ein gewisses Eigenkapital haben muss. Weiterhin müssen Geschäftsabschlüsse für die GmbH erstellt werden. Ist das Ziel der GmbH die Vermögensverwaltung, so gibt es Auflagen der Bafin an die Qualifikation der Geschäftsführer bzw. Vermögensverwalter, sowie an das Reporting dieser Gesellschaft.

Es mag sein, daß man Gewinne aus Aktien und anderen Anlagen von der Besteuerung her günstiger in einer GmbH unterbringen kann, aber das hilft zunächst wenig, denn bei der Entnahme der Gewinne aus der GmbH fallen ja doch wieder Steuern an. Das ist je nach Anteil an der GmbH der persönliche Einkommensteuersatz auf die Ausschüttung bzw. auf 60% der Ausschüttung. Bedenke jedoch, daß 42% von 60% auch 25,2% sind, d.h. man kommt in die gleiche Größenordnung wie bei der Abgeltungssteuer.

Du baust damit im Prinzip eine kleine, private Fondsgesellschaft nach :-)

Interessanter wäre da der Weg über z.B. eine luxemburgische Stiftung. Ab einem gewissen siebenstelligen Betrag kann man sich das auch leisten.

Die einzige legale Möglichkeit, Gewinne kostengünstig verzögert (nämlich erst bei Verkauf des Produkts) zu erhalten und damit besteuern zu müssen, besteht in Zertifikaten, die die Performance eines Werts tracken, bzw. in ausländischen, thesaurierenden, swap-basierten ETFs ohne Thesaurierungsbeträge. Alle anderen Instrumente, die Zinsen, Dividenden oder Ausschüttungen zahlen bzw. Thesaurierungen vornehmen, müssen jährlich versteuert werden.

Die GmbH kann die Kursgewinne wohl steuerfrei kassieren. Aber wenn die GmbH dann an dich als Gesellschafter eine Gewinnausschüttung macht, musst du auch wieder Steuern bezahlen. Natürlich musst du auch eine Bilanz erstellen, einen Geschäftsführer einstellen usw. Unbedingt zum Steuerberater mit sowas.

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