Stimmt es, dass die Aktienkurse eigentlich eher dem Zufall folgen?

4 Antworten

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In einem effizienten Kapitalmarkt für Aktien folgen die Kursbewegungen dem Zufall. Dies ist die "Random-Walk-Theory" nach Eugene Fama (ca. 1972).

U.a. setzt der effiziente Kapitalmarkt voraus, dass die Informationen über die Aktien sich blitzesschnell verbreiten und niemand einen Informationsvorsprung hat. Die Kapitalmarktforschung hat sich in vielen Untersuchungen und Publikationen mit den Voraussetzungen für diese Effizienz und deren Übertragbarkeit auf andere, z.B. europäische Märkte beschäftigt.

Manche Leute glauben an Charts. Kurse haben kein Gedächtnis, wohl aber die Marktteilnehmer, also verkaufen sie an postulierten Unterstützungslinien, Dreiecken etc.

Jein. Die Kurse sind schon auf klare Marktdaten zurückführbar. ABER ob eine Aktie steigt oder fällt ist nicht vorhersehbar, da bereits alle bekannten Daten und Erwartungen in den Kurs eingeflossen sind. d.h. wenn man bei einer Aktie erwarten kann, dass sie steigt kaufen viele sie und sie ist daher teurer, als eine bei der man nicht davon ausgehen kann. Kauft man jetzt einfach random Aktien, wird man durchschnittlich fahren, aber unter umständen besser als ein professioneller Anleger, der wie alle anderen auf die gleichen Daten zugreift. Da gibt's einen interessanten Blog zu dem Thema (darf keinen Link posten, aber einfach mal Zufallsaktie googeln)

Na Zufal nciht, aber Strömungen, Stimmungen, Tipps von irgendwelchen Gurus.

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