Stimmt die Aussage, daß Kinderlose mehr Beitrag zur Pflegeversicherung bezahlen, ungerecht?

3 Antworten

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Grundsätzlich müssen alle kinderlosen Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung seit dem 1. Januar 2005 zusätzlich zu dem "normalen" Beitragssatz einen Beitragszuschlag von 0,25 Beitragssatzpunkten entrichten.

Der Beitragssatz für Kinderlose liegt seit dem 1. Januar 2013 bei 2,3 Prozent, der "normale" Beitragssatz bei 2,05 Prozent. (Bis zum 1. Januar 2013 lag der Beitragssatz für Kinderlose bei 2,2 Prozent, der "normale" Beitragssatz bei 1,95 Prozent.)

Ausgenommen sind nur kinderlose Mitglieder, die vor dem 1. Januar 1940 geboren sind, Mitglieder bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres sowie Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG II) und Wehr- und Zivildienstleistende. Die Gründe für die Kinderlosigkeit spielen keine Rolle, sondern es wird allein auf das Vorliegen der objektiven Tatsache abgestellt.

Ja das ist tatsächlich so und es ist nicht ungerecht weil, jeder Versicherungsnehmer einmal von der Pflegeversicherung profitiert, zumindest statistisch gesehen. Die kinderlosen VN profitieren insbesondere weil Sie keine zukünftigen Beitragszahler (Kinder) gezeugt haben.

Hallo.

erstmal ist es so. Es gilt auch nicht nur für Arbeitnehmer.

Es wird damit begründet, dass Kinderlose weniger für das System der Sozialversicherung getan haben, weil sie keine Beitragszahler in die Welt gesetzt haben.

Die Beiträge können sie natürlich in voller Höhe absetzen.

Viel Glück

Barmer

Nebenberuflich Selbstständig, Sozialversicherung, Arbeitslosenversicherung?

Hallo alle zusammen, Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken eine nebenberufliche Selbstständig auszuüben, der da wäre ein Onlinehandel. Aktuell bin ich als Arbeitnehmer angestellt und beziehe ein Festgehalt. Diesen Hauptberuf möchte ich nicht aufgeben.

Ich habe mir einen Ratgeber "nebenberuflich Selbstständig" von der Verbraucherzentrale gekauft. Diesen lese ich im Moment durch und bin auf nachstehende Passage gestoßen die ich gerne hinterfragen möchte. Ich schreibe die Passagen nieder.

Kein Arbeitslosengeld: Als Selbstständiger zahlen Sie keine Beiträge mehr zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung, da Sie auf eigene Rechnung arbeiten. Wenn alle Stricke reißen und Ihnen sämtliche Kunden den Rücken kehren würden, könnten Sie sich nicht einfach arbeitslos melden.

Sozialversicherung: Arbeitnehmer profitieren bei der sozialen Absicherung von ihrem Arbeitgeber. Die Prämien für Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung sind festgelegt und werden ungefähr zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlt. Als Selbstständiger müssen Sie dafür anfallende komplett aus eigener Tasche bezahlen. Zwar sind Sie nicht verpflichtet, für Ihre Erträge aus der nebenberuflichen Selbstständigkeit Rentenversicherungsbeiträge zu zahlen - aber dafür fehlt Ihnen das Geld im Rentenalter, wenn Sie nicht anderweitig vorsorgen.

Das sind die zwei Passagen die mich "verwirren". Kann mir die bitte jemand näher erläutern? Ich dachte ein Vorteil der nebenberuflichen Selbstständig ist, dass die sozialen Abgaben durch den Hauptberuf abgedeckt werden? Verändert sich nun etwas an meiner Monatsabrechnung die ich von meinem Hauptberuf erhalte?

Erbitte eure Unterstützung - vielen Dank.

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