Still legung Entgeltumwandlung trotzdem Verwaltungskosten?

3 Antworten

Die Kündigung einer BAV ist nicht möglich. Bei einer Beitragsfreistellung werden die Zusatzbausteine (z.B. Beitragsbefreiung bei BU) gelöscht. Somit fallen für diese auch keine weiteren Kosten an.

Es werden nur die Abschlusskosten auf die ersten fünf Jahre verteilt. Laufende Kosten für die Vertragsverwaltung fallen auf jeden Fall weiter an.

Steuern fallen auf den Auszahlungsbetrag an.

Du kannst bei der Versicherung eine Hochrechnung erstellen lassen, welcher Betrag zur Auszahlung kommt (bei Ablauf) wenn der Vertrag beitragsfrei gestellt wird.

Vielen Dank. Der von der Versicherung sagte dass keine Kosten mehr anfallen auch keine weiteren Verwaltungskosten da diese schon in den ersten Jahren bezahlt wurden. Das wurde angeblich schon quasi im Voraus abgezogen. Bei still legung ab jetzt bekomme ich bei Ablauf angeblich ca. 15000 garantiert raus. Ohne Berücksichtigung der. Zinsen. Von diesem Betrag gehen dann bei Auszahlung natürlich noch Steuern und KV beiträge ab aber das ist ja auch der Fall wenn ich es weiter laufen lasse.

Ich hoffe ich kann dem Berater vertrauen dass von den 15000 dann wirklich keine Vertragsgebühren mehr abgehen. Nicht dass ich dann am Ende mit 0 dastehe oder sogar minus.

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@Lamina1503

Frodo ich wundere mich nur dass du sagst verwaltungskosten fallen trotzdem an....hat er mir eine falsche auskunft erteilt?

Was würdest du mir raten? Beitragsfrei stellen oder lieber doch kündigen? Wie gesagt mein Arbeitgeber würde einer Kündigung zustimmen. Ein Kollege von mir hat seine Versicherung auch gekündigt

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@Lamina1503

Die BAV ist nicht kündbar. Hier handelt es sich um eine gesetzliche Regelung. Abschlusskosten werden in den ersten 5 Jahren bezahlt. Verwaltungskosten werden jährlich bezahlt (egal ob beitragsfrei oder mit laufendem Beitrag).

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Hallo Lamina1503,

nachdem ich mir neben dieser auch Deine
anderen Fragen durchgesehen habe, wollte ich nun doch mal antworten. In
den meisten Deiner Fragen, und so auch in dieser, spiegelt sich nicht
nur Hinterfragen, sondern auch eine gewisse Unsicherheit wieder, was die
bisherigen Entscheidungen bzw. Produkte angeht. Und damit stehst Du
mittlerweile nicht mehr allein. Ich empfinde Bedauern dafür, wie solche
Dinge laufen. Auf der anderen Seite gibt es mir und meinen Kollegen in
einem wachsenden Netzwerk geradezu Inspiration und die nötige
Motivation, unsere „Mission“ fortzuführen. Die Fragen, die Du hier in
den Raum wirfst beschäftigt momentan immer mehr Angestellte und wir
können nur darauf hoffen, dass nun endlich auch immer mehr Arbeitgeber
diese Signale wahrnehmen, zumal Ihr als Angestellte die "eigentlichen
Opfer" dieses versicherungsbasierten Systems seid.

Doch nun zu Deiner Frage:

Nach einer Studie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung braucht heute eine
Lebens-/Rentenversicherung nicht mehr nur Deine erwähnten 5 Jahre um
ausgeglichen zu sein, sondern zwischen 14,5 bis 20 Jahre. Klartext: 15
bis 20 Jahre ist jedes Kopfkissen eine bessere Kapitalanlage als eine
solche Versicherung. Und was danach kommt bei Niedrigzinsumfeld,
laufender weiterer Verwaltungskostenquote von ca. 1/3el des
Monatsbeitrages - naja . . . .
Ach ja, der Staat, der diese schäbige Rente (Seehofer sei Dank) )im Alter auch noch voll verbeitragt, weil ihm egal ist, ob damit Gewinne oder Verluste realisiert wurden. Bei 2-3 mal höherer Rente wie beim Betriebssparen würde zwar auch verbeitragt, aber unterm Strich habe ich wenigstens deutlich mehr Rente.

Guckst Du: https://betriebssparen.de/warum-alle-mitarbeiter-mitmachen-wollen/

Leider arbeitest Du im öffentlichen Dienst und da kenne ich mich nicht aus.
Daher weiß ich nicht, ob Dein Chef die „Macht“ hätte, das bAV-System von
externen Versorgungsträgern (Versicherung) in ein hauseigenes
Trägersystem umzuwandeln. Wärt Ihr ein normales Unternehmen würde ich an Deinen Chef appellieren, dass er anstelle das Geld seiner Mitarbeiter
bei Versicherungen zu verbrennen, eine eigene „echte“ Betriebsrente
einführt. Ansprechpartner wären dann nicht Versicherungsmakler, sondern
eine Wirtschaftskanzlei (RAe,WP,StB etc.) Dann könnte er z.B. das
Guthaben aus den Versicherungen in die hauseigene Firmenkasse verlagern,
ganz nach dem Prinzip des Betriebssparens und es wäre - auch wenn es
deshalb immer wieder Stress mit dem FA gibt - steuerfrei.

Anders bei Dir, wenn so eine Umstellung nicht geht, denn Du hast, wie Du
richtig schreibst, 2 Möglichkeiten: a) Silllegen mit nahezu keiner Rendite, aber weiteren Kosten, bis evtl. nix mehr da ist und b) Kündigen. Das letztere hat allerdings so seine Tücken. Zunächst darf nur die Firma als Versicherungsnehmer kündigen und für diese gilt die Rückführung des Geldes steuerlich als Betriebseinnahmen. Wenn dann Dein Chef mit Dir abrechnet werden diese Gelder an Dich steuerlich wie eine einmalige Abfindung, also zusätzliches Gehalt ‚on top‘ und dann mit Deinem daraus resultierenden Spitzen- bzw. Grenz-Steuersatz behandelt.
Du und Deine Firma habt ja auch Steuern und Abgaben beim Einzahlen
gespart. Meine persönliche Einstellung (ohne Anspruch auf
Objektivität!): Ich würde den Frust mit einem Schnaps versenken, dann
nehmen, was ich (noch) kriegen kann und den Verlust fernab von diesen
Produkten anderweitig ausgleichen . . .

Bei Fragen - einfach kontaktieren. Ansonsten viel Glück!

Liebe Grüße von Betriebssparen.de

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