Steuerstundungseffekt bei Aktien

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welche Aktie soll das sein?

Eine Dividende ist eine Dividende. Die wird ausgeschüttet. Damit taucht sie bei dir als Auszahlung auf deinem Depotkonto auf. Und dort wird sofort die Steuer abgezogen.

Wenn du dann die Dividende wieder investierst, dann ist das nach Abzug deiner Steuern.


Was du beschreibst, könnte für einen Aktienfonds passen, der Dividenden nicht ausschüttet, sondern wieder anlegt. Das nennt man dann Thesaurierung. Aber auch hier bist du in der Pflicht der Besteuerung bei Auszahlung. Der Aktienfonds weist diese Zahlungen aus. Und damit hast du wieder das Spiel der Besteuerung.

Oder alternativ: eine Firma entscheidet, die Gewinne NICHT auszuschütten, keine Dividende zu zahlen, sondern als Gewinn vorzutragen.

Es gibt keine Aktie, die eine Dividende reinvestiert. Es gibt nur Aktien, die keine Dividende ausschütten und somit Gewinne im Betriebsvermögen behalten bzw. wieder in das Unternehmen investieren.

Sobald also eine Dividende ausgeschüttet wird, wird diese auch besteuert. Erfolgt auf Bankebene die Wiederanlage einer Dividende in der Aktie selbst, so gilt das als zu besteuernde Ausschüttung. Wird keine Dividende ausgeschüttet, dann besteht nur eine Chance auf Kursgewinne. Diese werden natürlich erst mit Verkauf besteuert.

Bei Fonds ist es ähnlich. Werden Ausschüttungen getätigt oder ausschüttungsgleiche Erträge bescheinigt (als Thesaurierung), dann sind diese jeweils jährlich zu versteuern. Werden auf Fondsebene nur Kursgewinne ausgewiesen, dann erfolgt die Wertsteigerung des Fonds so, daß die Besteuerung erst mit dem Verkauf stattfindet.

Wichtig dabei auch noch: Fonds, die das tun, vermeiden dadurch auch die bei ausländischen thesaurierenden Fonds normalerweise stattfindende Doppelbesteuerung :-)

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