Steuerschätzung - Einspruch durch Abgabe über Elster?

2 Antworten

Leider gehörst auch Du zur Masse derer, die einen Steuerbescheid nicht lesen.

So hättest Du Dir die „diversen Quellen“ sparen können.

Zudem verweigerst Du hier wichtige Daten/Tatbestände.

Ausserdem verwendest Du Begriffe, die in die Irre führen.

Steht der geschätzte Einkommensteuer-Bescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung?

Dann ist der Gedanke an einen Einspruch ohnehin nutzlos.

Die Abgabe der Steuererklärung ist ein Antrag auf Änderung.

Es gilt herauszufinden, ob diese tatsächlich stattgefunden hat (ausnahmsweise beim Finanzamt anrufen).

Ein „Einspruch“ ist kein Grund, Steuerschulden nicht begleichen zu müssen.

Die Fälligkeit dieser verändert sich nicht.

Das Finanzamt schickt auch keine Mahnungen, sondern eine Mahnung – danach die Ankündigung der Vollstreckung.

Es mahnt keine Lohnsteuer, sondern Einkommensteuer (sonst hiesse es ja Lohnsteuer-Bescheid).

Es mahnt auch keine überhöhten Beträge, sondern geschätzte.

Ob Du „das verdient“ hast, interessiert nicht – auch nicht, ob Du das zahlen kannst.

Schliesslich sind das die Folgen, wenn man seinen steuerlichen Pflichten nicht nachkommt.

Also, anrufen, klären, tun was Dir gesagt wird.

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Vielen Dank. Ich verweigere keine wichtigen Daten, wusste aber um evtl. wichtige Daten nicht Bescheid (ist ja auch das erste Mal). Den Bescheid habe ich sehr genau gelesen. Dort steht aber nicht, ob durch die Abgabe ein Einspruch erfolgt o.ä., sodass ich mich dennoch habe informieren müssen. Er steht unter Vorbehalt der Nachprüfung, dennoch steht dort ferner, dass ein Einspruch innerhalb eines Monats erfolgen kann. Was ändert das mit dem Vorbehalt der Nachprüfung? Ansonsten: entschuldige die vertauschten Begrifflichkeiten, das war gewiss keine Absicht. Ich werde morgen anrufen.

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@sleep

Der Vorbehalt der Nachprüfung verhindert, dass die Steuerfestsetzung Rechtskraft erreicht.

Das heisst auch, dass der Steuerbescheid jederzeit und in vollem Umfang geändert werden kann.

Natürlich steht dort nichts wegen der Abgabe - Du hattest ja nicht abgegeben.

Alles, was Du wissen musst, steht im Bescheid.

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im Steuerrecht hat noch nie und wird auch nie der Einspruch von der Zahlungspflicht entbinden.

hierfür ist ein gesonderter Antrag erforderlich.

die Abgabe der Erklärung zählt als Einspruch, entbindet jedoch nicht von der Zahlungsfrist

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Vielen Dank für die Antwort. Bei letzterem fällt mir schonmal ein Stein vom Herzen. Kann ich den Antrag auf Aussetzung der Zahlung noch einreichen oder geht das auch nur innerhalb der Einspruchsfrist? Ansonsten: wenn ich zahle, erhalte ich den Differenzbetrag nach Prüfung der Steuererklärung wieder? Ich nehme an für die Herabsetzung der Vorauszahlungen ist ebenfalls ein gesonderter Antrag nötig?

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@sleep
  1. Den Antrag auf Aussetzung der Vollziehung kann man auch jetzt noch nachreichen
  2. Der ggfs nicht zweifelhafte Betrag ist trotzdem zu zahlen
  3. Natürlich erhälst du zuviel gezahltes Geld zurück
  4. Der Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen ist ein gesonderter Antrag
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@sleep
Kann ich den Antrag auf Aussetzung der Zahlung noch einreichen

Ja.

oder geht das auch nur innerhalb der Einspruchsfrist?

Nein.

wenn ich zahle, erhalte ich den Differenzbetrag nach Prüfung der Steuererklärung wieder?

Ja.

Ich nehme an für die Herabsetzung der Vorauszahlungen ist ebenfalls ein gesonderter Antrag nötig?

Allerdings.

Außerdem: Auch deren Festsetzung ist ein Steuerbescheid, der mit Einspruch angefochten werden muss. Dieser Einspruch ist nicht mit deiner Steuererklärung erledigt, denn die betrifft ja ein ganz anderes Jahr. Du musst ihn also extra einlegen und begründen. Und nicht vergessen: Auch dieser Einspruch entbindet nicht automatisch von der Zahlungspflicht; ein zusätzlicher Antrag auf Aussetzung der Vollziehung jener Vorauszahlungen, die du mit deinem Anspruch angreifst, ist also außerdem erforderlich.

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@blackleather

Vielen Dank. Die Festsetzung kam zusammen mit der Steuerschätzung. Heißt das dann, dass ich dort auch nur einen Monat Zeit hatte? Das wäre schon verstrichen. Das Chaos ist nun sowieso komplettiert, da mir heute offenbar das Konto gesperrt wurde. Gefordert werden nun lt. Bankberaterin noch 30 % mehr als auf der Mahnung von vor einer Woche (keine Ahnung wo die herkommen). Finanzamt ist nicht erreichbar (versuchen Sie es später nochmal). Ich habe bei weitem nicht das geforderte Geld und weiß nicht, was ich nun tun soll... Ich weiß, dass ich selbst schuld bin und es passiert mir sicher nicht noch mal, aber wie komm ich da wieder raus? Mittlerweile wird das dreifache der Summe meiner eigentlichen Steuererklärung gefordert...

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@sleep
Die Festsetzung kam zusammen mit der Steuerschätzung. Heißt das dann, dass ich dort auch nur einen Monat Zeit hatte? Das wäre schon verstrichen.

Falls du die Festsetzung der Vorauszahlungen meinst: Einen Antrag auf Herab- oder Heraufsetzung von Vorauszahlungen kann man jederzeit stellen. Ratsam ist dies immer dann, wenn der Gewinn sich anders entwickelt als für die Vorauszahlungen angenommen.

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