Steuerrückzahlung bei Hauptjob und Kleingewerbe. Warum?

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4 Antworten

Für 2016 hattest Du ein zu versteuerndes Einkommen (zvE) von ca. € 13.800 und musstest ungefähr € 983 an Einkommensteuer zahlen (siehe mal in Deinen Steuerbescheid). Ohne Dein Kleingewerbe wäre das zu versteuernde Einkommen nur ca. € 12.000 gewesen, wofür Du ca. € 580 an Einkommensteuer zu zahlen hättest. Dein Kleingewerbe mit einem Gewinn von € 1.800 resultierte also in einer zusätzlichen Einkommensteuerbelastung von - bei meinen Zahlen - € 403.

Wie der Einkommensteuertarif 2016 verläuft zeigt das beigefügte Bild. Darin gilt für ein sehr kleines Zusatzeinkommen die Besteuerung mit Grenzsteuersatz (oberer bzw. blauer Linienverlauf). Du kannst diese Grafik mit Deinen Werten hier rekonstruieren: https://www.abgabenrechner.de/ekst/? Gibt dort einfach mal die € 13.800, das Jahr 2016 und alleinstehend ein.

Die Einkommensteuerfreigrenze lag 2016 bei € 8.652 und liegt für 2017 bei € 8.820. Da Dein Hauptjob bereits zu einer Einkommensteuerzahlung (bei Dir die Lohnsteuerzahlung) führt, wird jeder zusätzlich verdiente Euro aus dem Gewerbegewinn auch zusätzlich besteuert.

ESt-Tarif 2016 - alleinstehend - (Steuern, Steuererklärung, Gewerbe)
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Bei einer Anstellung zahlt man bis zu fast 1.000,- monatlich brutto keine Einkommensteuer (kein Lohnsteuerabzug).

Wenn Du dann zusätzlich 1.000,- Euro Gewinn machst, werden auf dieses zusätzliche Einkommen schon mal 140,- Euro Einkommensteuer fällig.

Wenn Dein Gehalt schon mal höher ist, wirst Du mit 1.800,- Euro Gewinn schnell bei den 400,- Euro sein.

Hast Du denn von den Einnahmen alle Betriebsausgaben abgezogen? Telefon, Bürokosten, Computer usw.?

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Kommentar von user2100
26.06.2017, 21:07

Alle Ausgaben wurden bereits gegen gerechnet.da muss ich dieses Jahr echt aufpassen das ich nicht noch mehr zurückzahlen muss. Soll ja nur ein Taschengeld sein was ich mit dem Gewerbe verdiene.

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Du machst wie viele den immer wieder gleichen Fehler.

Man sieht den nachzuzahlenden Betrag und versteht das nicht.

Nur - wozu kommt denn nach dem Ergebnis noch ein ellenlanger Schriftteil - der ist zum Lesen da !!

Besonders bei Gewerbetreibenden ist es erforderlich,    a l l e s   was von irgendwoher kommt, zu lesen (und somit zu verstehen).

Sonst kannst Du mit dem Gewerbe werkeln wie Du willst und kommst doch nie auf einen grünen Zweig.

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Kommentar von user2100
26.06.2017, 21:09

Ich habe mich vor der gewerbeanmeldung informiert nur leider hat mir niemand gesagt das es sich negativ auf die Steuererklärung auswirkt.

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Du hast nicht zuviel verdient. Das gibt es  für das Finanzamt nicht.

Nur muß man den Verdienst halt in der Regel versteuern.

Du hast bloß deine Gewerbeeinnahmen jetzt erst versteuert.

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Kommentar von user2100
26.06.2017, 18:59

Mir war bisher nur bekannt das ich meine Gewerbe Einnahmen nicht versteuern muss solange sich die Einnahmen unter 17500 Euro liegen.

Ich wüsste gern ab welchen Betrag ich bei der Steuererklärung nachzahlen muss. Hatte letztes Jahr den Arbeitgeber gewechselt und verdiene nun paar hundert Euro mehr. Vorheriges Jahr musste ich nichts nachzahlen bei Steuererklärung weil ich von damaligen Arbeitgeber weniger verdient habe.

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