Steuerrückzahlung bei Hauptjob und Kleingewerbe. Warum?

4 Antworten

Bei einer Anstellung zahlt man bis zu fast 1.000,- monatlich brutto keine Einkommensteuer (kein Lohnsteuerabzug).

Wenn Du dann zusätzlich 1.000,- Euro Gewinn machst, werden auf dieses zusätzliche Einkommen schon mal 140,- Euro Einkommensteuer fällig.

Wenn Dein Gehalt schon mal höher ist, wirst Du mit 1.800,- Euro Gewinn schnell bei den 400,- Euro sein.

Hast Du denn von den Einnahmen alle Betriebsausgaben abgezogen? Telefon, Bürokosten, Computer usw.?

Alle Ausgaben wurden bereits gegen gerechnet.da muss ich dieses Jahr echt aufpassen das ich nicht noch mehr zurückzahlen muss. Soll ja nur ein Taschengeld sein was ich mit dem Gewerbe verdiene.

0
@user2100

Wieso? Wenn die chance besteht, ggf. ohne großen Aufwand etwas dazuzuverdinen ist doch gut. Lege etwas zurück für die Steuer, aber die Steuern sind immer geringer als das, was übrig bleibt.

4

Für 2016 hattest Du ein zu versteuerndes Einkommen (zvE) von ca. € 13.800 und musstest ungefähr € 983 an Einkommensteuer zahlen (siehe mal in Deinen Steuerbescheid). Ohne Dein Kleingewerbe wäre das zu versteuernde Einkommen nur ca. € 12.000 gewesen, wofür Du ca. € 580 an Einkommensteuer zu zahlen hättest. Dein Kleingewerbe mit einem Gewinn von € 1.800 resultierte also in einer zusätzlichen Einkommensteuerbelastung von - bei meinen Zahlen - € 403.

Wie der Einkommensteuertarif 2016 verläuft zeigt das beigefügte Bild. Darin gilt für ein sehr kleines Zusatzeinkommen die Besteuerung mit Grenzsteuersatz (oberer bzw. blauer Linienverlauf). Du kannst diese Grafik mit Deinen Werten hier rekonstruieren: https://www.abgabenrechner.de/ekst/? Gibt dort einfach mal die € 13.800, das Jahr 2016 und alleinstehend ein.

Die Einkommensteuerfreigrenze lag 2016 bei € 8.652 und liegt für 2017 bei € 8.820. Da Dein Hauptjob bereits zu einer Einkommensteuerzahlung (bei Dir die Lohnsteuerzahlung) führt, wird jeder zusätzlich verdiente Euro aus dem Gewerbegewinn auch zusätzlich besteuert.

ESt-Tarif 2016 - alleinstehend - (Steuern, Steuererklärung, Gewerbe)

Du machst wie viele den immer wieder gleichen Fehler.

Man sieht den nachzuzahlenden Betrag und versteht das nicht.

Nur - wozu kommt denn nach dem Ergebnis noch ein ellenlanger Schriftteil - der ist zum Lesen da !!

Besonders bei Gewerbetreibenden ist es erforderlich,    a l l e s   was von irgendwoher kommt, zu lesen (und somit zu verstehen).

Sonst kannst Du mit dem Gewerbe werkeln wie Du willst und kommst doch nie auf einen grünen Zweig.

Ich habe mich vor der gewerbeanmeldung informiert nur leider hat mir niemand gesagt das es sich negativ auf die Steuererklärung auswirkt.

1
@user2100

Was soll sich denn da negativ auf die Steuererklärung auswirken?

Was Dir negativ vorkommt, ist doch nur die Steuernachzahlung. Über die aber kannst Du doch froh sein - belegt sie doch, dass Du mit dem Gewerbe einen Gewinn gemacht hast (hättest ja auch draufzahlen können).

Als Du das Gewerbe angemeldet hast, hast Du die selbständig (zumindest teilweise) gemacht. Du kennst evtl. den Spruch: "Selbständig = selbst und ständig". Wie kannst Du da erwarten, dass Dir "jemand was sagt". Selbst ist der Mann, und wenn man sich hinten und vorne nicht auskennt, nimmt man einen Gründungscoach und/oder einen Steuerberater ins Boot.

1
@Impact

Also echt user 2100, Du hast in dem Jahr 1800,-€ zusätzlich verdient und mußt nun 400,-€ Steuern nachzahlen. Wo ist denn das Problem? Du hast immer noch 1400,-€ mehr in der Tasche, als es ohne das Gewerbe gewesen wäre.

2

Was möchtest Du wissen?