Steuern zahlen angestellt und nebenbei Kleinunternehmer ?

4 Antworten

Bisher habe ich dort natürlich niemanden erreicht

Was versprichst du dir denn davon? Das Finanzamt verwaltet Steuern und plaudert nicht.

Offenbar hast du einen Steuerbescheid bekommen. Ein Einspruch ist schriftlich, an Amtsstelle zur Niederschrift oder neuerdings auch elektronisch einzulegen. Mit Konversation erreichst du höchstens, dass irgendwer dir den bescheid vorliest, den du vor dir liegen hast.

Inhaltlich bin ich bei wfwbinder und LittleArrow.

Leg Einspruch ein, stelle dein Einkommen richtig dar und halte die Leute dort nicht von der Arbeit ab.

Ich habe die anderen Antworten gelesen und versucht, die Zahlen und insb. die Steuerbelastung von ca. 28,8 % für Deinen zusätzlichen Nebenverdienst nachzuvollziehen. Diese Steuerbelastung ist m. E. viel zu hoch, weil möglicherweise schon bei Deiner Bruttogehaltsversteuerung Fehler gemacht wurden. Hast Du dort wirklich auch die Kranken- u. Pflegeversicherungsbeiträge und anderen Sozialabgaben, sowie die Werbungskosten (soweit sie über € 1.000/Jahr) lagen, angegeben?

Welcher Betrag für das zu versteuernde Einkommen steht in Deinem letzten Steuerbescheid?

Ich habe folgende Kontrollrechnung gemacht mit Hilfe dieses Links:

https://www.abgabenrechner.de/ekst/?

Dort habe ich für 2016 für Dich als Alleinstehende ein zu versteuerndes Einkommen von € 23.000 eingegeben und einen Grenzsteuersatz von 28,1 % für die Einkommensteuer plus Soli 0,8 % erhalten, also rund 29 %. Mein Eingabewert ist für Deinen Fall zu hoch, daher vermute ich noch andere Eingabelücken bei Deinem Antrag!

Die Steuerbelastung für einen zusätzlichen Verdienst von - sagen wir - € 100 kannst Du sehr schön mit dem Abgabenrechner ermitteln und Dir auch grafisch den dafür gültigen Grenzsteuersatz (noch ohne Soli!!!) in der Grafik anzeigen lassen (siehe Bild).


ESteuertarif 2016 Alleinstehend - (Finanzamt, Kleinunternehmer, Einkommenssteuer)

Sagen wir mal so, ganz Dicht sind die auf jeden Fall. Aber Dun hast es zu locker gesehen und somit Grund zur Nachbesserung, um den Schaden zu begrenzen.

Wenn Du nämlich nur die Einnahmen als Kleinunternehmer mitgeteilt hast, dann hast Du schon mal Geld verschenkt.

Einkommensteuerpflichtig ist nämlich nicht die Summe der Einnahmen, sondern der Gewinn, also der Unterschied zwischen Einnahmen und Ausgaben. 

Also Einspruch einlegen, eine vernünftige Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung für den Betrieb nachliefern udn sehen, dass es eine Verminderung der Steuerschuld bringt.

Halli hallo und danke erst mal für die Antwort. Achsooo ok, ja ich habe es locker gesehen weil bei 1145€ habe ich keine Nachzahlung von 330€ erwartet. Selbstverständlich werde ich Einspruch einlegen, nun nochmal ein frage, ich bin natürlich wirklich kein Finanzexperte, deswegen wende ich mich ja auch an dieses Forum :D kann es sein das ich auf 1145€ Auch wenn es der Gewinn wäre , 300€ steuern zahlen müsste? Der Herr damals im Finanzamt erzählte mir, ich muss keine zahlen wenn ich unter einer bestimmten Grenze liege. Oder bezieht dir Grenze mein Einkommen aus meinem Festangestellten Job mit ein? Danke im Voraus und LG:)

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@Isa1993

Ja, es werden alle Einkünfte zusammen gezählt. Die aus der Anstellung (Einkünfte aus nichtsselbständiger Arbeit) und die aus dem Betrieb (Einkünfte aus Gewerbebetrieb).

Auf jeden Fall die Kosten abziehen. Telefon, Internet (teilweise) falls es ein Arbeitzimmer gibt, auch die Kosten. Die Fahrtkosten dorthin, wo gearbeitet wird, oder wo die Arbeit abgeliefert wird.

wie schon geschrieben, die 330,- Euro sind gerade mal 28,8%, das ist nicht viel in unserem Progressiven Steuersystem.

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@wfwbinder

Ok! Alles klar, Nun weiß ich mehr, vielen Dank und LG :) 

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@Isa1993

Der Herr damals im Finanzamt erzählte mir, ich muss keine zahlen wenn ich unter einer bestimmten Grenze liege.

Genau so ein Unsinn kommt dabei raus, wenn man beim Finanzamt anruft. Es hat schon seine Gründe, warum das Finanzamt nicht zur Steuerberatung befugt ist.

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@EnnoWarMal

Das stimmt wohl, aber da denke ich mir, dann lieber an den Steuerberater verweisen, als Auskunft geben,  nicht wahr?.. 

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@Isa1993

Das ist das Problem, wenn Du einen Berliner fragst, wie Du zur Berliner Straße kommst, wird er Dir den Weg zu der Berliner Straße nennen, den er kennt und nicht sagen, gehe Sie zu einem, der sich in Berlin auskennt und zurück fragen würde, welche Berliner Straße meinen Sie, in welchem Stadtteil soll die sein, es gibt mehrere Berliner Straßen.

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