Steuern nachzahlen nach kurzarbeit?

3 Antworten

Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung. Diese unterliegen dem Progressionsvorbehalt. Heißt im Klartext: da werden jetzt keine Steuern fällig, aber am Jahresende werden sie zu deinem versteuerten Lohn addiert. Dadurch erhöht sich wiederum der Betrag, der zu versteuern ist. Da du aber nur aus deinem Regellohn Steuern bezahlt hast, unterliegen jetzt auch deine GESAMTEN Einkünfte der Besteuerung. So ist das.

Kurzarbeitergeld ist doch immer noch besser, als wenn dir deine Firma aus betriebsbedingten Gründen kündigt.

Klar

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Entgeltersatzleistungen sind KEIN KREDIT. Sie müssen versteuert werden. Du bist verpflichtet, im Folgejahr die Einkommenssteuererklärung zu machen. ALG 1 muss übrigens auch versteuert werden, gleiches gilt für Krankengeld.

Warum nicht gleich. Später weil man davon ausgeht dass man wieder flüssiger ist..na hervorragend..

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@Hatetherich

Dann hättest du jetzt gleich noch viel weniger. Auch blöd, oder?

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@Hatetherich

Es handelt sich aber nicht um tausende Euronen. Es kann aber sicherlich passieren, dass durch die Versteuerung bei einem sehr langen Bezug zb über 4-6 Monate hinweg (soweit wird es wohl nicht kommen!), keinerlei Rückerstattungen mehr durch das Finanzamt erhältst, wie sonst üblich bei bei Steuerklasse 1.

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@Maerz2019

Doch wird es leider.letztes Jahr habe ich 100 Euro bekommen..dann muss ich diesmal zahlen!! Das ist doch kacke ..Oje

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@Hatetherich

Nein, Lohnersatzleistungen müssen eben nicht versteuert werden, sie erhöhen nur den Steuersatz auf die (Lohn-) Einkünfte aufgrund des Progressionsvorbehaltes. Ob sich das überhaupt auswirken wird, bleibt abzuwarten. Das hängt ja von vielen Faktoren ab. Es weiss ja auch noch niemand, wie lange der lockdown dauert.

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@Andri123

Kann ich das selber ausrechnen gibt es da einen steuerrechner. Mach mir nämlich jetzt schon in de hose

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@Hatetherich

Wie willst Du das ausrechnen, wenn Du die Zahlen noch gar nicht kennst. Keiner weiss, wie lange der lockdown dauert und welche Folgen er haben wird.

Du könntest natürlich bei elster oder mit einem beliebigen anderen Programm ein paar hypothetische Zahlen durchspielen. Falls Du dann die richtigen Zahlen eingibst, und das halte ich eher für unwahrscheinlich.

Leider äussern sich ja nun die Steuerberater hierzu nicht.

Ich als Laie halte eine Steuernachzahlung für recht unwahrscheinlich. Denn die gearbeiteten Monate werden so besteuert, als hätte man das ganze Jahr gearbeitet (Überzahlung), und für die Kurzarbeit gibt es nur steuerfreie 60 %.

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