Steuern für Depot?

1 Antwort

Wenn du den Freistellungsauftrag richtig verteilt hast - also so, dass nicht etwas abgezogen wird, obwohl deine Gesamterträge unter 801/1.602 € liegen - musst du nichts erklären. Es wird auch nichts abgeführt, weil deine laufenden Erträge ziemlich sicher unter dem Freistellungsauftrag liegen.

Anders ist das, wenn du Anteile verkaufst und der Gewinn über 200 € liegt. Dann wird die Steuer abgeführt. Dann solltest du überlegen, ob du dort nicht etwas mehr Freistellungsauftrag stellen könntest. Wie hoch der Freistellungsauftrag wirklich ist, kann dir die depotführende Stelle oder der Vermittler sagen.

Das Formular zur Arbeitnehmersparzulage muss nicht abgegeben werden. In deinem Fall macht es dann, wenn du das volle Jahr gearbeitet hast, auch keinen Sinn.

Besten Dank, schöne Antwort! Wenn ich also meinen Sparplan beende und das Geld auf das Verrechnungskonto zahle, dann werden Steuern fällig sobald der Freistellungsauftrag überschritten wurde? Auf nur auf die Different zum Freistelungsbehtag ja? Wie werden die angeführt und ist dann eine Angabe in der Steuererklärung notwendig?

Bzgl. laufenden Erträge: werden die am Ende des Jahres aufaddiert und geguckt ob die unter dem Freistellungsauftrag liegen?

wenn man also zb im Oktober anfängt zu arbeiten bei 50k brutto/Jahr dann würde man für das Jahr die sparzulage erhalten sofern man die denn beantrage, oder?

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@FREDD

Du realisierst den (steuerpflichtigen) Gewinn erst, wenn du die Anteile verkaufst. Bei uns läßt ein Großteil der VL-Sparer immer weiter laufen. Nach sechs Jahren halt in einen neuen Vertrag und einen neuen Fonds aber man muss die Fondsanteile nicht verkaufen. Wenn man noch ein anderes Depot hat, kann man sie auch dort einliefern lassen. Gerade wenn du den vollen Ausgabeaufschlag gezahlt hast (muss nicht sein), macht das auch Sinn, da du dein Geld langfristig schwerlich besser anlegen kannst als in einem Aktienfonds.

Überschreitet der Gewinn aus dem Verkauf zusamen mit den laufenden Erträgen den Freistellungsauftrag, wird Steuer abgeführt. Wenn du weniger als 801/1.602 € freigestellt und den Sparerfreibetrag nicht anderweitig verbraucht hast, kannst du dir mit der Einkommensteuererklärung einen Teil des abgeführten zurückholen. Sonst - wenn also nicht zu viel abgeführt wurde - nicht, also auch dann keine Angabe in der Steuererklärung.

>Bzgl. laufenden Erträge: werden die am Ende des Jahres aufaddiert und geguckt ob die unter dem Freistellungsauftrag liegen?

Es gibt bei VL-Fonds normalerweise einmal jährlich eine Ausschüttung. Sonst nimmt man die thesaurierten Erträge des Jahres. Es wird also ncihts aufaddiert sondern geschaut, ob der Freistellungsauftrag ausreicht. Wenn ja, wird nichts abgezogen.

>wenn man also zb im Oktober anfängt zu arbeiten bei 50k brutto/Jahr dann würde man für das Jahr die sparzulage erhalten sofern man die denn beantrage, oder?

ja. Man kriegt auch in einzelnen Jahren die Sparzulage, wenn man z. B. mit dem Beruf anfängt, den Job wechselt, in Kinderzeit geht oder zurückkommt oder ein Sabattical einlegt. Bleibt man in einem Jahr unter 20.000/40.000 € (Single/zusammen veranlagt) zu versteuerndem Einkommen, bekommt man für die einzahlungen dieses Jahres die 20 % Zulage. Dummerweise hat man in den Jahren auch eher selten hohe VL.

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