Steuerliche Vorteile bei Grundstücksverkauf mit Bungalow?

2 Antworten

Dude:

Der am Erwerb interessierte Unternehmer mutet der Grundstückseigentümerin einiges zu.

Sie soll das volle Risiko der erst in über sechs Monaten fälligen Kaufpreiszahlung und der bis dahin von ihm veranlassten Änderungen am Grundstück und den Baulichkeiten zu übernehmen.

Auf jeden Fall müsste er in diesemFall den vollen Kaufpreis sofort hinterlegen. Auf die Bonitätszweifel hat Rat 2010 bereits hingewiesen.

Sollte sich die Tante anders entscheiden, wäre von Interesse, welche Warnhinweise der Notar gibt und diese zur eigenen Sicherheit in den Kaufvertrag aufnimmt.

Empfehlung: Ablehnen, nur Zug um Zug Grundbesitz gegen Geld.

Bei der Aufteilung der Kaufsumme sehe ich kein Problem. Da er mit "fit machen" den Abriss des Bungalows meint, könnten die 20 % dazu führen, dass er tatsächlich steuerliche Vorteile für sich sieht/hat.

Nur ist die Vorgehensweise, dass er vor Kaufpreiszahlung über das Haus verfügt, sehr unüblich. Üblicherweise geht erst nach Kaufpreiszahlung der Besitz über.

Das Vorgehen kann Nachteile für deine Tante haben. Sie ist ein halbes Jahr im Risiko und natürlich kann der Käufer sterben oder (schlimmer) insolvent werden. Ich würde mir auch darüber Gedanken machen, was sie mit dem Grundstück macht, wenn der Käufer es so verändert hat, dass vielleicht in dem Ort nur er etwas damit anfangen kann (z. B. ein Parkplatzoder eine Deponie). Der Rückgabeanspruch bei Zahlungsverzug - so vertraglich festgelegt - also teilweise ins Leere läuft.

Die späte Kaufpreiszahlung ist auch nicht steuerlich sondern fast nur mit mangelnder Liquidität des Käufers begründbar, der eventuell das Geld erst von der Bank bekommt, wenn noch unsichere Genehmigungen erteilt werden.

Wenn die Unklarheiten nicht sehr befriedigend beseitigt werden, würde ich mich nicht darauf einlassen.

Da er mit "fit machen" den Abriss des Bungalows meint, könnten die 20 % dazu führen, dass er tatsächlich steuerliche Vorteile für sich sieht/hat.

Diie Intention des Käufers und auch deine Antwort sind klar und logisch - es soll Abschreibungsvolumen generiert werden.

Leider funktioniert es nicht, und das aus zwei Gründen:

  1. Erwerb mit Abbruchabsicht bedeutet, dass der Wert des abzubrechenden Gebäudes dem Bodenwert zugerechnet wird.
  2. Was im Kaufvertrag steht, daran ist das Finanzamt nicht gebunden.

Im Ergebnis wird das Finanzamt den vollen Kaufpreis und die Nebenkosten dem Bodenwert zurechnen.

Die Abbruchkosten für das alte Gebäude sind aber Herstellungskosten für das neue Gebäude. Aber die Abbruchkosten entstehen durch den Abbruch und nicht durch den Kauf.

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@EnnoWarMal

Danke für die Antworten bisher.

Der Bungalow unterliegt dem Bestandsschutz und darf nicht abgerissen werden. Von daher stellt sich die Frage zu diesem Aspekt nicht.

Wenn er das aus Abschreibungsgründen machen würde, müsste sein Unternehmen das Grundstück erwerben? Soweit ich bisher weiß, läuft alles über ihn als Privatperson.

Mein Onkel hat mit ihm einen Termin die Tage vereinbart, in denen er seine Absichten schildern kann - bin mal gespannt.

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@dude85

Dann bleibt immer noch die Frage, was mit dem Bungalow passieren soll. Also was macht er mit dem Grundstück? Vermieten?

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@EnnoWarMal

Fit machen... Also von innen restaurieren. Das Grundstück drumherum braucht sich einiges an Arbeit.

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Wie kann ein Grundschuld gelöscht werden, die vor 50 Jahren bezahlt, aber nie gelöscht wurde und keine Erben zu finden sind?

Ich habe mein Haus verkauft (habe es vor 11 Jahren von meiner Tante geerbt) und nun stellt sich heraus, dass die damals eingetragene Grundschuld (17.000 DM, die der Verkäuferin (alte Frau) zu Absicherung der Zahlung ihres Altenheims dienen sollte, nie gelöscht wurde (Haus wurde 1965 gekauft und die Abzahlung war festgelegt wir 200 DM monatlich bis 1970). Ich weiss, dass meine Tante alles bezahlt hatte, denn sonst hätte die Dame sofort vollstreckt. Ich hatte nach ihrem Tod vor 11 Jahren auch noch einige Überweisungen gefunden (sie hatte in Kartons alles in einem feuchten Keller gelagert, nichts weggeworfen) leider fast nicht mehr leserlich und so verschimmelt, dass man nur mit Handschuhen und Mundschutz versuchen konnte, sehr wichtig Erscheinendes zu retten, wie z. B. Kaufvertrag des Hauses oder einen Plan, die sich in einer Hülle befanden, aber für Monate entlüftet werden mußten. Ich habe das Haus über einen Makler verkauft, der mich natürlich nicht im Vorfeld darauf aufmerksam gemacht hat und uns beide Verkäufer und Käufer voll ins Messer hat laufen lassen. Ich war leider so unbedarft und habe angenommen, es wäre nur ein Formalität, den Eintrag zu löschen. Der Notar hat jetzt recherchiert und es sind keine Erben zu finden. Was ich eigentlich vorher schon angenommen hatte, den ich kann mich als Kind erinnern, dass es hieß, die alte Däme hätte niemanden und der Verkaufspreis und monatliche Zahlung sichere ihr Altenheim. Nun sagt der Notar, dass, wenn es denn unbedingt gelöscht werden sollte, ein Abwesenheitspfleger bestellt würde, der meist ein Anwalt sei und da weiß man nie!!!????. Ich habe hierzu im Internet schon Horrorstories gelesen. Wie z.B. worst case, es wird das Ganze als nicht bezahlt eingestuft und ich habe den Betrag von 17.000 DM eingetragen 1963 mit Zinsen und Zinseszinsen - an wen? - den Staat Bayern? zu zahlen und ich habe kein Geld und kein Haus mehr.!? Der Vorschlag ist hier, nachdem es keine Erben gibt und kein Hahn danach kräht, den Eintrag stehen lassen - sozusagen als einen Schönheitsfehler. Aber der Käufer wird sich da vielleicht nicht einverstanden erklären, zumal er später bei einem Verkauf wieder in der gleichen Situation ist? Muß ich jetzt zwischen Erschießen und Erhängen wählen oder gibt es da andere Möglichkeiten, die allen Teilen gerecht werden könnten, ohne dass einer alles verliert? Besten Danke im voraus.

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Franzl: Ich fasse zusammen: Sohn, Alter unbekannt, ist Grundstückseigentümer. Mutter, Alter unbekannt, hat lebenslängliches unentgeltliches Wohnrecht an einzel-nen Räumen (?) oder allen Räumen (?) des Einfamilienhauses. Sie lebt im Senioren-heim und erhält die Miete, Höhe unbekannt. Der Eigentümer möchte das Grundstück an den Mieter veräußern und zwar auf Leibrentenbasis, wahrscheinlich auf Lebens-zeit (?). Unbekannt ist weiter die Höhe der Leibrente. (Nur am Rande: Greift nach dem Ableben des Begünstigten eine Vorlöschklausel?) Aufgrund der spärlichen In-formationen mit den vielen Unbekannten können deine Fragen nicht beantwortet werden, ganz abgesehen davon, dass der Vorgang grundsätzlich in die Hände eines Notars gehört. → Kommentar von klPrinz vor 3 Stunden Guten Morgen Franzl, herzlichen Dank zunächst einmal für Deine Antwort. Ich er-gänze gerne meine Anfragen bzw. Deine Zusatzfragen mit der Bitte um ergänzende Antworten darauf: · Also der Grundstück und Hauseigentümer ist 53 Jahre alt · Die Mutter mit dem lebenslangen Wohnrecht ist 90 Jahre alt · Ob die Mutter unentgeltliches Wohnrecht hat weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass die Miete auf Ihr Konto überwiesen wird und das Geld zu Deckung der Senio-renheimkosten hergenommen wird. · Die Mutter hat ein Wohnrecht auf einen Teil des Hauses. · Die Miete beträgt 1.000 Euro · Die Leibrente soll auf Lebenszeit laufen · Die höhe ist noch nicht ausgehandelt, soll, nach ersten Gesprächen, ungefähr die Höhe der jetzigen Miete betragen, also 1.000 Euro. Frage: Was ist mit Vorlöschklausel gemeint ? (Wann das Wohnrecht erlöscht ?). Zusatzinfo: Die Übertragung des Hause und des Grundstückes soll, nach Möglichkeit ohne der Bete

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