Steuerliche Absetzbarkeit von Umzugshelfern

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5 Antworten

Gemäß BMF-Schreiben vom 10.01.2014 Textziffer 37 gilt als Bezahlnachweis die Bestätigung der Minijob-Zentrale. Lies bitte auch Textziffer 2. Eine Barzahlung für Deine als Minijobber-Beschäftigten ist also zulässig.

Beachte bitte, dass diese Dienstleistungskosten (einschl. Sozialversicherung etc.) nicht abgesetzt, sondern in Höhe von 20 % davon unmittelbar einkommensteuermindernd (bis zu einer Höhe von max. € 510) angesetzt werden können (§ 35a Abs. 1 EStG).

Ist die Dienstleistung kein angemeldeter Minijob (siehe Textziffer 2, 2. Absatz), muss überwiesen werden!

Siehe Schreiben hier: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Einkommensteuer/2014-01-10-anwendungsschreiben-zu-paragraf-35a.pdf?__blob=publicationFile&v=1

LittleArrow 04.09.2014, 23:02

Korrektur: dies bitte ersatzlos streichen "(siehe Textziffer 2, 2. Absatz)".

Dein Minijobber hat mit Dir ein Arbeitsverhältnis und kein Dienstleistungsverhältnis.

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So, jetzt antworte ich selbst auf meine Frage.

Ich habe direkt beim Finanzamt gefragt und als Antwort bekommen, dass man als Arbeitgeber von Minijobbern im Hausscheckverfahren angeblich zum Jahresende von der Einzugsstelle (Minijobzentrale) eine Bescheinigung bekommt, die als Nachweis dient. Somit scheint Barzahlung in Ordnung zu sein.

Vielleicht ist für den einen oder anderen dieses Stück Information nützlich.

Ist der Umzug aus beruflichen Gründen oder aufgrund einer außergewöhnlichen Belastung durch Krankheit oder Behinderung erfolgt?

Warum macht man dann keine Umzugskostenpauschale i. H. v. aktuell für Verheiratete 1390,- Euro, für Ledige 695,- Euro und 306,- Euro für jede weitere Person im Haushalt geltend?

Nur wenn die Kosten einschl. Helferlohn höher lägen, lohnt sich der Aufwand mit Einzelnachweis quittierter Zahlungen an die Minijobber :-)

G imager761

In diesem Fall kann bar gezahlt werden, da es sich eben nicht um eine Dienstleistung, sondern um ein Arbeitsverhältnis handelt.

Niedersächsisches FG Urteil vom 20.03.2013 - 3 K 12356/12 (Rev. anh. unter III R 63/13)

Um haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend machen zu können, ist Überweisung nach Rechnung zwingend vorgeschrieben.

Ist doch auch logsich. Bei Barzahlung hättest Du keinen Nachweis.Und Du würdest dich dem Verdacht aussetzen, der Schwarzarbeit Vorschub zu leisten.

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