steuerliche Abschreibemöglichkeit für ein selbstgenutztes Wohnhaus

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6 Antworten

Bei selbstgenutzten Immobilien gibt es nur zwei steuerliche Begünstigungen:

  • Arbeitszimmer (hier wird die Immobilie auf 50 Jahre abgeschrieben, d.h. man würde flächenanteilig die 2% abschreiben)

  • Haushaltsnahe Dienstleistungen (hat aber mit dem Haus selbst nichts zu tun)

Ansonsten gibt es keine Optionen, da das Haus ja nicht im Zusammenhang mit einer Einkunftsart steht. Anders wäre es, wenn ein Teil vermietet oder gewerblich genutzt würde.

EnnoBecker 10.05.2013, 13:21

Arbeitszimmer

Naja, genaugenommen gehört das AZ nicht in den Kreis der zu eigenen Wohnzwecken genutzten Immobilien. Das ergibt sich aus § 8 EStDV (Eigenbetrieblich genutzte Grundstücke von untergeordnetem Wert).

Es ergibt sich aber auch, dass, wenn man das AZ nicht als eigenbetrieblich genutztes Grundstücksteil als BV behandelt, so muss man es doch wie BV behandeln.

Aber das dürften steuerrechtliche Hochdrahtseilakte werden, wenn man das zu Ende denkt.

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Theoretisch gibt es so etwas noch, aber dadurch, dass die Förderung sich auf das Herstellungs- bzw. Erwerbsjahr und die darauffolgenden Jahre beschränkt, ist es in diesem Jahrtausend nicht mehr möglich (§§ 7b und 10e EStG).

Nach 7b ist eine maximale Förderungsdauer von 32 Jahren möglich, nach 10e von 8 Jahren. Beides ist lange vorbei. Eine 10e-Förderung wäre für Erweiterungen bis einschl 1994 Möglich gewesen, die wäre aber spätestens 2001 zu Ende gewesen.

Zitterbacke 10.05.2013, 14:20

Vergangenheit ! Zukunft ? Die längste Zeit bist du nicht auf dieser Welt ! Kopf hoch . :-)))

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Freue mich schon auf die Antwort der Steuerspezialisten zu dieser exotischen Idee. Vielleicht kann ich auch noch rückwirkend was geltend machen. Bafög zum Beispiel hab ich nie bekommen. Werde umgehend die Antragsvoraussetzungen prüfen. Auf die 35 Jahre Verspätung kommt es dann auch nicht mehr an.

Zitterbacke 10.05.2013, 13:00

Könnte auch sein , daß ein Abschluß aberkannt wird. ;-)))

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Hallo,

da bist du leider völlig auf dem Holzweg. Selbstgenutztes Wohnungseigentum kann steuerlich nicht berücksichtigt werden. Allenfalls können "haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerleistungen) zu einer Steuerersparnis führen.

Bis 1965 oder 1966 betrug der Abschreibungssatz nicht 2%, sondern 1%. Du hättest also, wenn es denn möglich wäre, sogar noch ein oder zwei Jahre mehr Zeit. Außerdem wird es in den 50 Jahren sicherlich Anbauten gegeben haben, die eine Verlängerung der Abschreibungszeit nach sich ziehen.

Bis etwa 1987 hat man in der BRD sogar die Nutzungswertbesteuerung gekannt. d.h. man hat so getan, als würde man an sich selber vermieten.

Aber auch das ist 26 Jahre her. Falles es aus dieser Zeit noch ein nicht beendetes Einspruchsverfahren gibt, wäre dieser Bescheid noch offen. Dann können deine Eltern ihren Einspruch gleich mal erweitern. Der SB freut sich :-)

Diese Nutzungswertbesteuerung übrigens lässt Zweifel darüber aufkommen, dass sie nie etwas steuerlich geltend gemacht hätten. Denn die Nutzungswerte waren ja zu erklären.

Wohnen sie denn noch dort? Wenn ja ,keine AfA (Absetzung für Abnutzung) für selbstgenutzte Immobilien . Bei einer Vermietung ist es möglich. Gruß Z... .

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