Steuerklassenwechsel zur Mitte des Trennungsjahres

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

So weit mir bekannt ist, kann ein Steuerklassenwechsel nur zum Beginn eines Jahres durchgeführt werden.

Die Pflicht zur getrennten Veranlagung besteht erst ab dem Jahr, das auf das Trennungjahr folgt. Grundsätzlich ist es im laufenden Trennungsjahr so, dass man abwägen muss, ob eine gemeinsame Veranlagung sinnvoll ist.

Die Entscheidung sollte so getroffen werden, dass keiner von beiden erhebliche Nachteile dadurch hat.

Wenn einer von beiden erhebliche Nachteile auf sich zukommen sieht, kann er der getrennten Veranlagung widersprechen. Der Andere kann dann gerichtlich dazu verpflichtet werden, a) einer gemeinsamen Veranlagung zuzustimmen oder b) die finanziellen Nachteile auszugleichen.

Dies gilt, so weit ich weiss, aber nur, wenn kein Trennungsunterhalt gezahlt wird, denn durch den Trennungsunterhalt partizipiert der Ehepartner mit der Steuerklasse V ja bereits von den Steuervorteilen des anderen.

insgesamt eine sehr verzwickte Angelegenheit... auf jeden Fall ist es ratsam für beide, die finanziellen Folgen vorab einzuschätzen. Vielleicht kann ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein Dir genauere Infos geben.

Die Kosten für eine Scheidung sind übrigens auch selbst teilweise steuerlich absetzbar, habe ich gerade hier nachgelesen: http://www.online-scheidung-anwalt.de/scheidung-online-informationen/fragen-und-antworten/

Warum?

Ihr macht eine Zusammenveranlagung und rechnet nach Erhalt des Steuerbescheides aus, wer wieviel nachzuzahlen oder zu bekommen hat. Wieviel Steuern jeder von euch letztlich "produziert", hängt doch nicht von der Steuerklasse ab.

Ist doch ein völlig normaler Vorgang.

Was möchtest Du wissen?