Steuerklassenwahl, Beamtin & Angestellter?

2 Antworten

Mir verschiedenen Variablen zu kalkulieren ist natürlich immer schwierig.

Bezüglich des Elterngeldes wird es u.U. zeitlich knapp wenn man erst die Schwangerschaft abwartet, denn der Lohnsteuerklassenwechsel muss mindestens 7 Monate vor Beginn des Mutterschutzes vollzogen sein und wird ja erst im Folgemonat nach Wechselantrag wirksam. Man muss sich zumindest sehr beeilen, sobald die Schwangerschaft festgestellt wurde, und in dem Moment natürlich auch daran denken. Tricks gibt es natürlich auch noch, aber ich finde momentan keinen guten Link.

Und bzgl. des Elterngeldes wäre natürlich die Kombination LSK III für die Ehefrau und V für den Ehemann am besten, wenn die Ehefrau die Elternzeit nehmen will.

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Hallo Andri,

vielen Dank für deine Antwort.

Bei mir, also Ehefrau ist die Steuerklasse 4 ausreichend da ich auch somit auf die 1.800€ Grenze stoße. Also wäre die Klasse 3 eher kontraproduktiv.

Wir bekommen mit 4/4 ca. 30€ mehr im Monat also netto raus, aber das 13. Gehalt vom Ehemann ist nicht in der Rechnung. Mit der Kombination 4/4 machen wir ca. 300€ „Verlust“.

Die Frage ist kriegen wir es mit der Steuererklärung zurück? Gib das Finanzamt nicht vor was das Beste für eine Familie ist?

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@hido44

Die Steuerklassen haben keinen Einfluss auf die Jahressteuer - sie regeln nur den monatlichen Steuerabzug.

Vorgaben durch das FA gibt es nicht.

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@hido44

Jedenfalls kann man i.d.R. nur einmal im Kalenderjahr die LSK wechseln. Und der Verlust an netto wird mit der Steuererklärung ausgeglichen, wie oben schon bemerkt wurde. Hier noch ein Artikel zum ALG.

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.iww.de/lgp/lohnsteuer/lohnsteuerklasse-hoeheres-arbeitslosengeld-i-durch-geschickten-steuerklassenwechsel-f62338&ved=2ahUKEwihrbm_g9DeAhVEMewKHYyJAPsQFjAAegQIABAB&usg=AOvVaw0for8w835gZ0G0aWFBJAiK

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Die Steuerklasse ist für die Höhe der letztlich zu zahlenden Steuern ohne Belang.

Zahlt man durch die Wahl der Steuerklasse zu wenig Steuern kommt nach Abgabe der Steuererklärung eine Nachzahlungsforderung des FA. Hat man aufgrund der gewählten Steuerklasse zu viel gezahlt, erhält man eine Rückzahlung.

Letzteres ist meistens angenehmer.   

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