Steuerklasse verheiratet und Mieteinnahmen?

3 Antworten

Das mit den Lohnsteuerklassen ist ein oft vorkommender Irrtum:

Im Grunde ist die Lohnsteuer nichts anderes als eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer. Bei wem zu wenig Lohnsteuer vom Lohn abgezogen wurde bekommt beim Einkommensteuerbescheid eine Nachzahlung. Umgekehrt kann derjenige eine Erstattung beanspruchen der zu hohe Abzüge hat hinnehmen müssen.

Vermietungseinkünfte sind mit der Anlage V zur Einkommensteuererklärung zu erklären. Sie werden also nicht "separat" versteuert, sondern sind Bestandteil der Jahreserklärung. Mit der Lohnsteuer haben solche Einkünfte aber natürlich nichts zu tun.

Da es keine Mieteinkünftesteuerklasse gibt, wird sich die Lohnsteuerklasse sicherlich auf den Lohn beziehen, nicht aber auf Mieteinkünfte. Vermute ich zumindest.

Was ist damit gemeint, ob die Mieteinnahmen separat versteuert werden? Die Umsatzsteuer?

Die Einnahmen aus Vermietung mögen privat Dein Einkommen erhöhen.

Steuerlich jedoch erhöhen sie Euer zu versteuerndes Einkommen.

Wie kann Immobilien-Bürgschaft und Schenkung, ggf. mit Nießbrauch sinnvoll kombiniert werden?

Hallo werte Community,

eine Frage aus dem Bereich Bürgschaft / Immobilienübertragung / Schenkung / Nießbrauch in der Hoffnung, kreative Hilfe von Euch zu erhalten.

Folgende Situation IST:

Aktuell wohne ich zur Miete in einem Haus (A) in dem auch der Vermieter lebt. Der Wert von (A) ist schwer zu beziffern, aber sicherlich über dem noch offenen Kredit von 80.000 Euro. Der Vermieter hat ein weiteres Haus (B) (13 Wohneinheiten), geschätzter Verkehrswert von 1 Million Euro, allerdings auch noch mit ca. 800.000 Euro im Kredit. Vermieter hat keine direkten Erben, ist 60 Jahre alt. Das andere Objekt (B) (mit den 13 Wohneinheiten) sichert ihm sein Einkommen, da er ansonsten keine nennenswerten Einkünfte und auch kaum Rentenansprüche hat. Dieses besagte Objekt (B) allerdings ist seinerzeit mit einer Bürgschaft seiner damaligen Frau finanziert worden, die jetzt aus diesem Vertrag rauswill, da die beiden seit geraumer Zeit geschieden sind.

Problemstellung:

Vermieter fragt mich, ob ich nicht die Hälfte dieses Objektes (B) haben möchte und dafür als Bürge eingesetzt werden könnte. (Die Gütertrennung läuft da wohl auf anderen Wegen). Er kann sich vorstellen, mich als Erben einzusetzen (wie gesagt, keine direkten Erben, nur Geschwister/Neffe)

Motivation Vermieter: Er möchte sowohl seinen Lebensunterhalt über die Mieteinnahmen (von Haus (B) ) sichergestellt wissen als auch im Haus (A) weiterhin wohnen bleiben.

Meine Motivation: Übertragung von Haus (A) auf mich, so dass ich nicht mehr zur Miete, sondern im Eigentum lebe (um beispielsweise sinnvoller Investitionen tätigen zu können). Mittelfristig, also im Erbfall bei Tod des Vermieters Erbe des Objekts (B).

Sachlage soweit verständlich? Ich bin kein Immobilienprofi und werde mir hier sicherlich fachkundige Information und Beratung von verschiedenen Stellen holen und das sehr genau durchrechnen.

Es geht mir aktuell eher darum, wie man hier eine Lösung generieren kann, die für alle Seiten optimalen Nutzen bietet. Freies, kreatives Denken erwünscht, im Zweifel auch abraten! Bisher bin ich im Konzept "Schenkung mit Nießbrauchsrecht" gelandet. Zumindest mal für Objekt (A). Objekt (B) würde ich auch nur dann quasi "bebürgen", wenn mir dies erbrechtlich jetzt oder später ohnehin übergeben würde.

Machen diese Gedanken Sinn? Wie sind Eure Gedanken? Vielen Herzlichen Dank für jegliche Tipps und Ideen...

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