Steuerklasse IV & IV oder III & V?

2 Antworten

Aha, also verheiratet und Zusammenveranlagung, was Du in Deiner früheren Frage nicht im Sachverhalt wiedergegeben hast:-(


besser wäre in Bezug auf die zu entrichtende Lohnsteuer?

Was heißt denn für Dich "besser"?

Variante 1: Wenig Lohnsteuer - mehr Netto - aber hohe Steuernachzahlung?

Variante 2: Höhere Lohnsteuer - weniger Netto - aber Steuererstattung ("Sparkassenmodell")?

Variante 3: passende Lohnsteuer - angemessenes Netto - möglichst weder hohe Einkommensteuernachzahlung noch -erstattung.

Nun kannst Du Deine Steuerklassenwahl entsprechend "optimieren". Dabei für Klasse 4 nicht das Faktorverfahren vergessen, mit dem Du Feintuning machen kannst, so dass die Variante 3 realisiert wird. Allerdings vorausgesetzt, dass es nicht plötzlich zu Gehaltssprüngen (z. B. durch variable Vergütungen) kommt;-)


Ok.

Mir geht es im Prinzip nicht um das aktuelle Geschehen, sonder um das, was nach der Steuererklärung unterm Strich bleibt. Es sieht also so aus, wie es unten JoachimWalter sagt, wenn ich ihn richtig verstanden habe.

Die oben genannten Varianten ändern an dem, was zum Schluss unter dem Strich rauskommt, nichts; ich meine absolut auf das ganze Jahr gesehen. Sie bieten nur die Möglichkeit den Überzahlung/Unterzahlung unterschiedlich zu verteilen.

Ich verstehe aber dann nicht, wozu man einen Steuerberater braucht, wenn doch die Freibeträge - wie wohl bei den meisten - übersichtlich gestaltet sind. Oder ist die Hinzunahme bzw. das Weglassen eines Freibetrags wichtig dafür, wo man in der Steuertabelle landet, wodurch man was sparen könnte?

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@Olivenbaum2013

Durch die Steuererklärung wird die Lohnsteuer und die Steuerklassenwahl nachträglich korrigiert. Das hast Du richtig verstanden.

Was für den einen "08-15" ist, bedeutet für den anderen schon ein Buch mit 7 Siegeln. So mancher Steuerzahler denkt, dass er die Werbungskosten mit Hilfe einer Steuererklärung zurück bekommt;-)

Aber es gibt natürlich sehr wohl Situationen, bei denen man einen Steuerberater aufsuchen sollte, bevor man eine Entscheidung trifft. Beispiele: Rechtzeitige Steuerklassenwahl in der Schwangerschaftszeit lange bevor man Elternzeit nimmt, Immobilienkauf mit teilweiser Eigennutzung und Vermietung etc. Natürlich findet man hierzu auch Anregungen im Internet, aber versteht der Leser auch die Feinheiten, auf die es ankommt?  

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Bei den angegebenen Einkünften gibt es nur eine Lösung : Du III , deine Frau V . Aber eigentlich ist es egal, da Lohnsteuer nur eine Vorauszahlung für die gesamte Jahressteuer ist. Bei der Einkommenssteuererklärung für das lfd. Jahr wird ohnehin alles zusammengerechnet und daraus die gemeinsame  fällige Steuerlast für das lfd. Jahr errechnet.

Steuerklassen(-wechsel) nach Hochzeit, Beamter uns Arbeitslose?

Hallo, bei uns haben sich gerade einige Lebensumstände geändert, bzw. stehen kurz bevor :) Noch sieht es so aus:

  • Er: Beamter, Steuerklasse 1
  • Sie: Arbeitslosengeld 1-Bezug, bisher Steuerklasse 1
  • nicht verheiratet
  • 1 gemeinsames Kind (2 Jahre alt)

Im März 2019 wird unser zweites Kind geboren, meine Frau wird dann aus dem ALG-I-Bezug direkt in die Elternzeit mit Elterngeld-Bezug übergehen. Zudem möchten wir in 2019 auch noch heiraten.

Jetzt stellen sich mir folgende Fragen:

  1. Wenn wir vor der Geburt heiraten: Können wir die Steuerklassen bei der Heirat frei wählen, wegen des ALG-Bezugs? Wir würden dann gerne III (für ihn) und IV (für sie) wählen. Ist das clever oder wirkt sich das negativ auf das AGL I aus? Oder müssten wir dann mit der folgenden Steuererklärung sogar nachzahlen?
  2. Wenn wir nach der Geburt heiraten: Sie ist dann ja schon im Elterngeldbezug. Ist da dann ein Steuerklassenwechsel mit der Heirat noch möglich? Auf das Eltergeld wird sich das nicht auswirken, da sie ohnehin nur den Mindestsatz bekommt.
  3. Ich vermute, dass eine Hochzeit nach der Geburt diesbezüglich sinnvoller ist, da sich dann gar nicht erst Auswirkungen auf das ALG ergeben können. Ist das richtig? Mit III/V hätten wir dann monatlich ca. 400€ mehr netto.
  4. Sowohl Elterngeld als auch ALG I unterliegen m.W. dem Progressionsvorbehalt. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir am Ende des Jahres aufgrund der Hochzeit so oder so nachzahlen müssen. Wo wäre denn mit einer geringeren Nachzahlung zu rechnen: III/V oder IV/IV?

Ich hoffe, mir kann jemand hierbei helfen :) Das ist eine ziemlich verwirrende und undurchsichtige Thematik :/

VG

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