Steuerklasse gewechselt von 2 auf 1? Ist das richtig?

2 Antworten

Das ist leider richtig, da du mit Deinem volljährigen "Kind" eine Hausgemeinschaft bildest:

https://www.steuernetz.de/lexikon/der-entlastungsbetrag-fuer-alleinerziehende

Den Entlastungsbetrag bekommen nur Elternteile, die keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person bilden (§ 24b Abs. 2 Satz 1 EStG). Schädlich sind also Haushaltsgemeinschaften der alleinerziehenden Person mit ihrem Lebensgefährten, einem nahen Angehörigen (z.B. Vater, Mutter, Geschwister) oder einem volljährigen Kind, für das kein Anspruch auf Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder besteht

Was ist eine Haushaltsgemeinschaft?

Eine Haushaltsgemeinschaft liegt vor, wenn die andere Person mit dem alleinerziehenden Elternteil und dessen Kind in einer gemeinsamen Wohnung wohnt und beide gemeinsam wirtschaften (so § 24b Abs. 2 Satz 2 EStG), sodass es zu Haushaltseinsparungen kommt. Es muss also nicht nur eine Wohngemeinschaft, sondern auch eine Wirtschaftsgemeinschaft vorliegen, wobei Letztere sich durch tatsächliche und/oder finanzielle Beteiligung an der gemeinsamen Haushaltsführung über längere Zeit auszeichnet (dafür reicht schon die gemeinsame Nutzung des Kühlschrankes aus!).

Dankeschön für diesen Link habe es mir gerade durchgelesen.

Finde es ungerecht aber es scheint ja gerecht zu sein.

0

Das ist völlig korrekt. Dein großer Sohn muss und kann halt jetzt auch zum Haushaltseinkommen beitragen um den Nachteil auszugleichen.

Echt das ist richtig ich kann das nicht nachvollziehen seit wann sind Geschwister für Geschwister finanziell verantwortlich.

Der Wegfall des Kindergeldes ist ja schon die erste Bestrafung aber nachvollziehbar aber er verdient ja selber weniger weil er eben Steuerklasse 1 hat.

Er gibt was zum Haushalt zu aber das denkt lange nicht den Satz den ich weniger habe durch den Steuer Wechsel.

Er hat ja auch seine eigenen Rechnungen.

Und es sind immerhin noch 3 Kinder die jetzt nur Nachteile finanziell haben.

Unglaublich das das gerecht ist.

Aber danke für die schnelle Antwort

0
@Ayden

Wie hoch bitte schön ist Dein Bruttoeinkommen, dass durch die Beteiligung Deines Sohnes an den Lebenshaltungskosten nicht die proportional geringe Ersparnis durch den Wechsel non LStKl.II zu I ausgeglichen wird?

Mal am Rande bemerkt die Differenz beträgt bei einem Bruttoeinkommen von 3000 Euro 55 Euro.

Wie hoch ist nun das Nettoeinkommen Deines Sohnes nachdem er ausgelernt hat und welchen Beitrag leistet er für Kost und Logis und den in einem Haushalt im allgemeinen anfallenden Kosten?

1
@wilees

Mein Bruttogehalt liegt unter 3000 Euro und das meines Sohnes liegt noch weiter darunter.

Er zahlt mir 150 Euro jeden Monat.

Er muss auch Tanken hat seine Versicherungen für sein Auto seine Fahrkosten usw.

0
@wilees

Ich arbeite Vollzeit und habe schon knapp 400 Euro nur an Betreuungskosten für meinen 2 jährigem Sohn für die Tagesmutter monatlich zu leisten.

Mit der neuen Steuerklasse habe ich noch weniger zu Verfügung.

0
@Ayden
Er zahlt mir 150 Euro jeden Monat.

Wenn Du ihm ein solch "billiges" Leben auf Deine ! und die Kosten seiner Geschwister ermöglichen möchtest..... damit er sich u.A. ein Auto leisten kann , so ist dies Deine freie ... für mich nicht wirklich nachvollziehbare ....Entscheidung.

0
@wilees

Er fährt ein altes Auto was über 20 Jahre alt ist und er braucht ein Auto um zur Arbeit zu kommen.

Ist ja wohl auch logisch das er das auch bezahlen muss Sprit und Versicherung sind da alleine schon Kosten für die er zahlen muss.

0
@Ayden

150,-€ decken ja grad mal das Haushaltsgeld. Du zahlst doch auch Miete, bekommst aber kein Kindergeld mehr für ihn. Lass ihn 250,-€ bezahlen, dann hast Du zumindest KG und Steuernachteil ausgeglichen, und er hat trotzdem noch reichlich Taschengeld.

Wenn er ausziehen würde, müsste er mindestens 400 für Wohnen, Strom, GEZ etc. zahlen plus sich verpflegen.

Du sponsorst ihn momentan, ohne das entsprechende Geld eigentlich zu haben.

2
@Andri123

Er hat ja vor auszuziehen aber wir finden keine Wohnung in der Nähe für genau 400 warm was er sich gerade so leisten könnte.

Und dazu kommt noch die Kaution die er zahlen muss.

Für die er auch noch spart für den Fall daß wir Mal eine finden.

Aber Dankeschön für Ihren Beitrag

0
@Andri123
Lass ihn 250,-€ bezahlen, dann hast Du zumindest KG und Steuernachteil ausgeglichen,

selbst das reicht nicht aus ..... denn das wegfallende Kindergeld beträgt 235 Euro plus den Steuerentlastungsbeitrag X.

Und Junior hat selbst bei einer 37,5 Wochenstunde beim Mindestlohn und LStKl. I in jedem Fall knapp 1150 Euro Nettoeinkommen ..... und da verlangst Du nur 150 Euro als Kostenbeteiligung? Hast Du nach Finanzierung Deines ! Autos + des Lebensunterhaltes monatlich auch noch ( so wie Dein Sohn ) mindestens !!! 500 Euro zur freien Verfügung?

Dann solltest Du ( FS ) aber bitte auch nicht jammern.

0
@wilees

Du verstehst das System glaube ich nicht ganz wenn mein Sohn kein geld verdienen würde wäre ich bis zu seinem 25 Lebensjahr für ihn zum Unterhalt verpflichtet.

Aber ich hätte trotzdem die Chance Wohngeld oder Unterhalt für ihn vom Vater bzw er zu beantragen.

Wenn er weiter hier wohnen würde.

Gehen aber beide arbeiten wird man trotzdem negativ eingestuft obwohl man doppelt Steuern zahlt.

0
@Ayden
Du verstehst das System glaube ich nicht ganz wenn mein Sohn kein geld verdienen würde wäre ich bis zu seinem 25 Lebensjahr für ihn zum Unterhalt verpflichtet.

Sei Dir sicher .... ich verstehe es..... und ich vermute mal ( ohne Dir zu nahe treten zu wollen ) dass mein Wissen zu diesem Thema deutlich umfangreicher ist, als Deines.

Und Du wirst es nicht glauben ..... wärest Du auf Leistungen nach SGB II angewiesen .... so müsste Dein Junior komplett für seinen Lebensunterhalt aufkommen ( ein Viertel der Kosten der Unterkunft + der dazu gehörenden Nebenkosten , wie auch seinen kompletten Nahrungsbedarf ) ..... und hätte dies (abhängig von der Höhe des Auszubildendenentgeltes) bereits (anteilig ??) während seiner Ausbildung gemusst.

Anspruch auf Unterhalt vom Umgangselternteil gibt es nur solange sich Junior in einer Ausbildung befindet und dessen Einkommen zur Bedarfsdeckung nicht ausreicht.

Aber ich hätte trotzdem die Chance Wohngeld oder Unterhalt für ihn vom Vater bzw er zu beantragen.

Und nun verdient Junior genügend, um seinen eigenen Lebensunterhalt finanzieren zu können.

0
@Ayden

naja, immerhin kann der Große erheblich mehr zum gesamten Einkommen beitragen, so dass die anderen drei keine finanziellen Nachteile haben.

Ob man das gerecht oder nicht findet steht auf einem anderne Blatt.

1

Was möchtest Du wissen?