Steuerhinterziehung ohne Steuervorteil möglich ?

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4 Antworten

Nicht mit einer Steuer belegte Einkünfte anzugeben, kann durchaus sehr sinnvoll sein, um zukünftige Steuern zu vermeiden.

Hat man beispielsweise ausländische, thesaurierende Fonds, so muss man ggf. aufgrund von Freibeträgen keine Steuern zahlen, sollte sie jedoch als Nachweis für später angeben, um bei Veräußerung des Fonds die dann pauschal abgezogene Steuer wieder zurückzuerhalten, da die Erträge ja bereits Jahr für Jahr in der Steuererklärung angegeben wurden.

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Eine der Grundvoraussetzungen des Straftatbestandes der Steuerhinterziehung ist doch die Steuerverkürzung. Entsteht also kein steuerlicher Vorteil - sprich: man zahlt weniger Steuern - so liegt auch objektiv keine Steuerhinterziehung vor.

Gebe ich bei drei Banken Freistellungsaufträge über EUR 801 an, so ist das zwar falsch und könnte im Prinzip auf eine Steuerhinterziehung ausgelegt sein, jedoch werden die in Anspruch genommenen Beträge zum Jahresende zentral gemeldet und wenn diese doch bei max. EUR 801 liegen, ist alles in Ordnung. Unterjährig könnte man also vor Verlustgeschäften auch mal einen höheren Betrag also EUR 801 insgesamt unversteuert als Ertrag oder Veräußerungsgewinn erhalten haben können. Solange die Rechnung am Jahresende wieder stimmt, ist auch das Finanzamt glücklich.

Mit anderen Worten: die Antwort auf Deine Frage lautet aus meiner Sicht per def. klar NEIN.

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Kommentar von Meandor
07.05.2011, 23:37

Grundsätzlich hast Du Recht. Wenn Du ein böses Finanzamt hast, berufen die sich auf "der Versuch ist strafbar." Aber da werden sie wohl vom Richter heimgeschickt.

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Vielen Dank für alle Antworten.

Um nochmal darauf zurück zu kommen: Da ich nur dieses Beispiel aus eigenem Wissen kennen. Wofür muss ich denn beispielsweise steuerfreie Einnahmen angeben ( auch wenn diese nicht unter einen Progessionsvorbehalt fallen ). Das ist doch eigentlich für eine Steuerschuld sinnfrei.

Das Beispiel mit den Freistellungsaufrägen fand ich übrigens auch passend und interessant.

Beste Grüße

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Steuerhinterziehung bedeutet, du gibst etwas nicht an, wofür du hättest Steuern bezahlen müssen. Also ein klares NEIN für die Beantwortung deiner Frage.

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Kommentar von Elvis
08.05.2011, 00:14

Vielen Dank für alle Antworten.

Um nochmal darauf zurück zu kommen: Da ich nur dieses Beispiel aus eigenem Wissen kennen. Wofür muss ich denn beispielsweise steuerfreie Einnahmen angeben ( auch wenn diese nicht unter einen Progessionsvorbehalt fallen ). Das ist doch eigentlich für eine Steuerschuld sinnfrei.

Das Beispiel mit den Freistellungsaufrägen fand ich übrigens auch passend und interessant.

Beste Grüße

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