Steuerfreibetrag wirklich frei oder nur wenn man drunter ist?

5 Antworten

Man unterscheidet Freigrenzen und Freibeträge. Wenn eine Freigrenze überschritten wird, wird alles steuerpflichtig.

Ein Freibetrag wird immer abgezogen und nur der überschreitende Betrag besteuert.

So ist es mit dem Grundfreibetrag.

Aber das gilt für alle Einkünfte zusammen, @Andri123 hat das ja schon geschrieben. Also Einkünfte aus Gewerbebetrieb, eventuell noch die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und was sonst noch anfällt.

Wenn Du nun 10.000,- Gewinn machst würden 9.408,- Grundfreibetrag, 36 Euro Sonderausgabenpauschale, die Krankenkassenbeiträge.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Dein Gewinn bis 9.400,-€ ist nur dann steuerfrei, wenn Dein gesamtes zu versteuerndes Einkommen unter diesem Grundfreibetrag liegt.

Wenn Du noch andere Einkünfte hast, wird alles zusammengerechnet und besteuert, natürlich nach Abzug von abzugsfähigen Sozialversicherungsbeiträgen. Ist jetzt etwas ungenau beschrieben, nur als Hinweis.

Lege Dir einen Steuerberater zu, denn Dir fehlt es an Grundkenntnissen für eine Selbstständigkeit

Du beschreibst zwei unterschiedliche Szenarien:

1)

wenn ich als Selbstständiger Kleinunternehmer unter 9400€ (ca) bin ist mein Gewinn ja frei von der Versteuerung.

Du hast es zwar nicht so formuliert, aber du meinst anscheinend, dass in diesem Szenario deine Einkünfte aus Gewerbebetrieb 9.400 EUR betragen.

2)

Wenn ich nun 10.000€ Gewinn mache

In diesem Szenario sollen deine Einkünfte aus Gewerbebetrieb wohl 10.000 EUR betragen.

wird dann alles versteuert oder nur 1600€?

Versteuert wird nicht der Gewinn, sondern das zu versteuernde Einkommen. Und das liegt - dank des Sonderausgabenabzugs, den du (schon allein aufgrund der hoffentlich bestehenden Krankenversicherung) haben wirst -, in beiden Szenarien unter dem Grundfreibetrag, sodass in beiden Szenarien überhaupt keine Einkommensteuer anfällt.

Mich würde aber mal interessieren, wie du auf die von dir in die Debatte geworfene Zahl von 1.600 EUR gekommen bist.

Zur "hoffentlich bestehenden Krankenversicherung" gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder besteht noch eine versicherungspflichtige Anstellung oder eine Familienversicherung. Beides könnte hinfällig sein und zu Nachzahlungen führen. Die KV besteht aber auf jeden Fall, da es ja die Pflichtversicherung gibt.

Das war jetzt für den Fragesteller gedacht, sorry, ist nun bei Deiner Antwort gelandet.

0

Die 1.600,-€ ergeben sich aus den neuen Matheregeln (Abitur in 12 Jahren und so).

10.000,- Gewinn minus 9.400,- Grundfreibetrag ergeben 1.600,-€ Differenz:(

Incl. Werbungskostenpauschale wohl.

0
@Andri123

Ja, genau: Werbungskostenpauschale bei Einkünften aus Gewerbebetrieb. 😂😂😂👍

1

Hallo,
ich habe Dir eben eine Freundschaftsanfrage und eine PN geschickt. Bitte im 'Postfach' (ganz oben) nachsehen.

Was möchtest Du wissen?