Steuererklärung Verlustvortrag Azubi...jetzt ausgelernt, was angeben?

2 Antworten

@bobbyC

Ich habe im Februar 2012 die Steuererklärung für die Jahre 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009 abgegeben. Ende März kam die Ablehnung für die Jahre 05, 06 und 07 mit der Begründung, dass Steuererklärungen nur rückwirkend für 4 Jahre gemacht werden können. Dagegen habe ich Einspruch erhoben, da ich in den genannten 3 Jahren eine zweite Ausbildung gemacht habe und die Ausbildungskosten als Verlustvortrag geltend gemacht habe. Heute kam der Bescheid, dass der Verlustvortrag anerkannt wird, also auch nach 7 Jahren.

Mein Vorschlag wäre: Alle Ausbildungskosten der letzten 4 Jahre (also ab 2008, weiter zurück geht nicht) nach Jahren geordnet zusammenstellen. Dann für jedes dieser Jahre eine Verlustfeststellung beantragen. Für 2011 sind ja wohl Steuern aus der Festanstellung gezahlt worden. Hier muss eine EKSt-Erklärung weiter helfen und es werden die Ausbildungskosten als vorgezogene Werbungskosten eingetragen. Das Finanzamt wird das nach der geltenden Rechtslage zunächst mal ablehnen und, wie EnnoBecker schrieb, nur Sonderausgaben anerkennen. Bis dahin mal beobachten, ob nicht gegen die neue Regel schon wieder eine Klage anhängig ist. Wenn ja: Einspruch einlegen und ein Ruhen des Verfahrens beantragen. Falls nein: für 2011 wird das Finanzamt die Ausbildungskosten mit der gezahlten Steuer als Sonderausgaben bis zum Maximalbetrag verrechnen. Der Rest bleibt dann wohl leider außen vor.

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