Steuererklärung trotz erfolgter Zahlung der Schätzung?

1 Antwort

Die Schätzung von Besteuerungsgrundlagen durch das Finanzamt entbindet nicht von der Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung!!!

Es können für die Altjahre auch weiterhin Zwangsgelder festgesetzt werden.

Mach es also gleich vollständig und vielleicht gibt es ja noch etwas Geld zurück.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachbearbeiter Veranlagung

Danke! Meinen Sie, es könnten Probleme seitens FA entstehen, wenn die Steuererklärungen jetzt doch noch abgegeben werden, so spät?

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Wegen Geld zurück - ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass es für Jahr 2017 noch was zurück gibt, es ist doch seitdem viel Zeit vergangen...

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@SPLET

Aufgrund der Einkünfte ist der Vater zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Die Festsetzungsverjährung (Frist, innerhalb derer ein Steuerbescheid erlassen oder geändert werden darf) läuft daher für das Jahr 2017 bis zum 31.12.2024.

Davon ausgehend, dass die Schätzungsbescheide unter dem Vorbehalt der Nachprüfung erlassen wurden, können sie innerhalb dieser Frist jederzeit geändert werden. Andernfalls käme noch eine Änderung wegen neuer Tatsachen in Betracht - das ist aber immer etwas kompliziert bzw. unsicher.

Wenn jetzt die Erklärungen für 2017-2019 nachgereicht werden und es zu einer Erstattung kommt, sollte nichts passieren. Vielleicht ein kleiner Verspätungszuschlag.

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@Frommwood

Danke nochmals! Es ist für mich alles neu (zudem ich eh alle SE immer rechtzeitig abgebe), aber ich nehme es jetzt mal alles in meine Hände. Ich sehe hier auch für 2016 und 2017 Säumniszuschläge und für 2016 sogar Vollstreckungsbescheid gab, bis mein Vater alles zahlte. Ok, es ist viel zu tun.

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entbindet nicht von der Pflicht zur Abgabe

Das steht sogar im Erläuterungsteil vom Schätzbescheid.

vielleicht gibt es ja noch etwas Geld zurück.

Wenn die Bescheide unter VdN stehen, ist 2016 ff. noch offen. Wenn nicht, greift die Beschränkung des § 173 (1) Nr. 2 AO und der Gute guckt mit dem Ofenrohr ins Gebirge.

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Wenn die Bescheide bestandskräftig sind gibt es kein Geld zurück, § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO

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