Steuererklärung nachträglich korrigieren

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich würde das dem Finanzamt schriftlich mitteilen und vorschlagen, den Ausgleich im laufenden Jahr nachträglich vorzunehmen. Das Finanzamt wird dies wahrscheinlich ablehnen und damit ist der Fall abgeschlossen. Es handelt sich ja um einen im Vergleich zu Deinen Einkünften in 2008 insgesamt eher kleineren Betrag. Daher glaube ich nicht, daß dies zu strafrechtlichen Konsequenzen (Steuerhinterziehung) führen wird.

Gandalf, danke für die Zuschrift! Bedeutet "Ausgleich im lfd. Jahr", dass ich diese Erstattung im aktuellen Jahr (2012) als Einnahme verbuche? Kann das FA die ESt.-/USt.-Steuerbescheide für das Jahr 2008 nicht ändern?

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@TAXim

Eine Verbuchung als Einnahme in 2012 geht nicht, da dies nicht den Tatsachen entspricht. Ich bezog mich mehr auf §137 AO: http://dejure.org/gesetze/AO/173.html

Es ergeht dann entweder ein Änderungsbescheid oder aber der bestehende Bescheid wird aufgrund der Geringfügigkeit des Betrags wohl belassen.

Ich hatte diesen Fall auch schon mit einer gering höheren Erstattung (knapp 200 EUR) zu einer Dienstreise durch die EU Kommission, die jedoch erst ein Jahr später bei mit eintraf, also nach Erhalt des gültigen Steuerbescheids. Das FA hat meine Nachmeldung zur Kenntnis genommen, jedoch den Bescheid nicht mehr geändert.

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@gandalf94305

Danke nochmals! Der Betrag ist bei mir ca. drei Wochen nach der Zahlung der Rechnung eingetroffen. Ist mir bei der Erfassung der Einnahmen komplett untergegangen, hatte in meiner bisherigen Karriere als Selbständiger noch nie eine Erstattung aus einer zu viel bezahlten Rechnung. Meinst Du, dass mir das FA bei einer Meldung ein grobes Verschulden nach § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO unterstellen könnte?

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@TAXim

Ein grobes Verschulden bestimmt nicht. Das wäre eher der Fall, wenn Du noch außerdem den Bargeldkoffer mit 1 Mio EUR vergessen hättest zu erwähnen ;-)

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