Steuererklärung: Kann man die Kosten für Rechtsschutzversicherung bei den Steuern absetzen?

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Rechtschutz-Versicherung teilweise steuerlich abzugsfähig

Die Rechtschutz-Versicherung gehört eigentlich zu den Sachversicherungen, die nicht als Vorsorge-Aufwendungen abzugsfähig sind – genau wie zum Beispiel die Hausrat- oder die Kasko-Versicherung für das Auto. Das ist auch nicht weiter schlimm, weil die meisten Steuerzahler mit den Beiträgen zur Renten-, Kranken- und Pflege-Versicherung sowie Lebens- und Unfallversicherungen bereits deutlich über den steuerlich abzugsfähigen Höchstbeträgen liegen.

Beruflich bedingte Rechtsschutzversicherungen bzw. der in einer privaten Rechtsschutzversicherung enthaltene Arbeits-Rechtsschutz sind hingegen steuerlich absetzbar. Das ist immer dann der Fall, wenn Sie eine Rechtschutz-Versicherung haben, mit der auch arbeitsrechtliche Streitigkeiten abgedeckt sind - z.B. um sich gegen Kündigungen oder Entlassungen abzusichern. Dabei kann es sich auch um eine Familien-Rechtschutz-Versicherung oder eine kombinierte Verkehrs- und Familienrechtschutz-Versicherung handeln. Entscheidend ist, dass die Versicherung einen Arbeits-Rechtsschutz beinhaltet. Und das ist bei den meisten Rechtschutz-Versicherungen der Fall.

Die Kosten für den Berufsrechtschutz kann man als Werbungskosten bei der Anlage N geltend machen. Da der genaue Betrag für den Berufsrechtschutz meistens nicht aus der Versicherungspolice ersichtlich ist, nimmt man (als Beispiel bei der Kombination Verkehr/Privat/Beruf) ein Drittel der Rechtschutzversicherungsbeiträge und setzt den Betrag bei den Werbungskosten an.

Wie ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) zeigt, können Sie unter Umständen einen Teil Ihrer Beiträge zu einer Rechtschutz-Versicherung steuerlich absetzen - und zwar als Werbungskosten bei den Arbeitseinkünften. Dies ist besonders vorteilhaft, weil steuerlich in den meisten Fällen erheblich wirksamer.

Leider hat wohl der Amts-Schimmel bei der Abfassung des BMF-Schreibens recht kräftig gewiehert. Statt einer pauschalen Aufteilung - wie von den Versicherungen vorgeschlagen - verlangt das Finanzamt nun eine Bescheinigung von der jeweiligen Versicherung, wie hoch der Prämien-Anteil für den Arbeits-Rechtschutz ist. Da dieser Anteil üblicherweise im Bereich zwischen 40% und 60% liegt, lohnt es sich, bei Ihrem Versicherungs-Vertreter eine entsprechende Bescheinigung anzufordern.

Beispiel: Sie haben bei der ABC-Versicherung eine kombinierte Verkehrs- und Familenrechtschutz-Versicherung abgeschlossen. Die Jahresprämie liegt bei 100 Euro. Die Bescheinigung der Versicherung bestätigt, dass laut ihrer Schadenstatistik auf den Arbeits-Rechtschutz 49% entfallen. Folge: Sie können 49% der Prämie, also 49 Euro, als Werbungskosten abziehen.

Eine Musterformulierung, mit der Sie die benötigte Bescheinigung bei der Versicherung anfordern können, finden Sie am Ende dieses Artikels.

Denken Sie daran, dass eine entsprechende Regelung auch für freiwillige Unfallversicherungen gilt, wenn damit ganz oder teilweise Unfälle auf Dienstreisen abgesichert sind. Bei einer Versicherungen gegen alle Unfälle können 50% des Gesamtbeitrags (einschließlich Versicherungssteuer) ebenfalls als Werbungskosten abgezogen werden. Die anderen 50% bleiben als normale Vorsorge-Aufwendungen (Sonderausgaben) im Rahmen der Höchstbeträge abzugsfähig.

http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/f9845.htm

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