Steuererklärung für Gewerbe bzw. GbR

1 Antwort

Es sind zwei Bereiche zu trennen:

Erstens:. Die GbR mit Deinen Mitgesellschaftern.

Die GbR macht eine Gewinnermittlung (Einnehmen-Ausgaben-Überschussrechnung, oder Bilanz) und der Gewinn wird über die Erklärung zur einheitlichen und gesonderten Feststellung der Einkünfte auf die Gesellschafter verteilt. Die GbR muss natürlich auch eine Gewebesteuer- und eine Umsatzsteuererklärung abgeben.

Zweitens:. Dein eigener Bereich. Wenn Du mit Kleingewerbe , Kleinunternehmer meinst, würde bei Dir ja Umsatzsteuer nicht erhoben. In Deine Einkommensteuererklärung kommt der Gewinn aus Deinem Gewerbe und der Gewinnanteil aus der GbR udn alles andere was Dich persönlich betrifft.

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Gewebesteuer

Da bringst Du womöglich schon wieder jemanden auf dumme Gedanken...

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Vielen Dank für die schnelle Antwort. Das hilft mir schon mal sehr :)

und der Gewinn wird über die Erklärung zur einheitlichen und gesonderten Feststellung der Einkünfte auf die Gesellschafter verteilt

1) bedeutet das, dass (gemäß des Falles von 4 gleichberechtigten Gesellschaftern) jeder Einzelne quasi 25% der Gewinne aus der GbR in seiner persönlichen Steuererklärung (unter "Einkünften aus Gewerbetätigkeiten") listet?

2) Wenn ich dem Brief vom Finanzamt nun folge leiste — muss ich dann nur eine Steuererklärung für die GbR ablegen? Mich verwirrt, dass der Brief lediglich diese Steuernummer aufweist, nicht meine "eignen" (als Kleinunternehmer).

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@bennnniiii

1) bedeutet das, dass (gemäß des Falles von 4 gleichberechtigten Gesellschaftern) jeder Einzelne quasi 25% der Gewinne aus der GbR in seiner persönlichen Steuererklärung (unter "Einkünften aus Gewerbetätigkeiten") listet?

Nein. Das bedeutet, dass jeder der vier GbR-Gesellschafter denjenigen Gewinnanteil in seiner Einkommensteuererklärung "listet", der ihm lt. GbR-Vertrag zusteht. Das können 25 % sein, müssen es aber nicht.

2) Wenn ich dem Brief vom Finanzamt nun folge leiste — muss ich dann nur eine Steuererklärung für die GbR ablegen? Mich verwirrt, dass der Brief lediglich diese Steuernummer aufweist, nicht meine "eignen" (als Kleinunternehmer).

In dem Brief geht es doch auch erst mal nur um die Feststellungserklärung, die GewSt- und die USt-Erklärung für die GbR. Dein persönlicher Kram kommt später.


Und auch an dieser Stelle mal wieder die Frage: Wieso zerbrichst du dir über all das selbst den Kopf - wo du der Sache doch offensichtlich ratlos gegenüberstehst! Für so was ist dein Steuerberater da, der macht das mit links!

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@blackleather

denjenigen Gewinnanteil in seiner Einkommensteuererklärung "listet", der ihm lt. GbR-Vertrag zusteht. Das können 25 % sein, müssen es aber nicht.

Ergänzung:

Genaugenommen nicht das, was ihm laut Vertrag zusteht, also nicht der zivilrechtliche Gewinnanteil.

Sondern aus der Gesamthand den steuerlichen Gewinnanteil, dazu die Werte aus eventuellen Sonderbereichen und aus Ergänzungsbereichen. Die Gewinnermittlungsart folgt dabei der Gesamthand.

Ergänzungswerte können wir hier wohl vernachlässigen, denke ich.

Die so berechneten Zahlen können also erheblich vom zivilrechtlichen Gesamthandsergebnis abweichen. Zum Glück stehen die Werte alle im Feststellungsbescheid und werden überdies von Amts wegen durch das Wohnsitzfinanzamt übernommen - egal, was in der persönlichen Einkommensteuererklärungt eingetragen wird.

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@bennnniiii

Der Brief des Finanzamtes weist nur die Steuernummer der GbR auf, weil die GbR eine eigene Rechtspersönlichkeit und somit auch für die Umsatzsteuer eine eigene Unternehmerin.

DEin eigenes Unternehmen als Kleinunternehmen hat damit nichts zu tun.

Wie schon oben geschrieben und von Blackleather und EnnoBecker bestätigt, wird mit der Erklärung zu einheitlichen und gesonderten Feststellung der Einkünfte, der Gewinn dieser GbR auf Ecuh vier Gesellschafter verteilt.

Und auf der Anlage G findest Du auch einen Bereich der Extra heißt "Anteile am Gewinn als Mitunternehmer (Zeile 8), während Du den Gewinn aus dem eigenen Betrieb bei Gewinn als Einzelunternehmer (Zeile 4) einträgst.

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@wfwbinder

während Du den Gewinn aus dem eigenen Betrieb bei Gewinn als Einzelunternehmer (Zeile 4) einträgst.

Aber aufgepasst:
Laut Sachverhaltsdarstellung ist er Grafiker. Es könnte sich also auch um Einkünfte aus selbständiger Arbeit handeln, Anlage S.

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@EnnoBecker

stimmt, hatte ich etwas verdrängt- Wäre ja ideal, dann könnte man die Anlagen nicht verwechseln

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Muss ich die Jahreseinnahmen meiner Ausbildung mit den Jahreseinnahmen von meinem Gewerbe zusammen versteuern?

ich habe zwar noch dieses Jahr Zeit die Steuererklärung für 2017 zu schreiben und einzureichen dennoch würde ich gerne wissen ob die Einnahmen meiner Ausbildung mit den Einnahmen meines Gewerbes addiert werden und zusammen versteuert werden müssen.

ich befinde mich momentan im 3 Lehrjahr und habe seit letztem Jahr ein Gewerbe angemeldet, was mir auch von meinem Arbeitgeber genehmigt wurde.

ich habe mich über dieses Thema schon sehr viel erkundigt nur nie die passende Antwort bekommen.

Bevor ich dass Gewerbe hatte musste ich am Ende des Jahres auch keine Steuern zahlen da das ja vom Arbeitgeber immer monatlich automatisch erledigt wurde (Brutto/Netto)

Da ich ja jetzt dass Gewerbe besitze Weiß ich dass ich definitiv eine Einkommensteuer zahlen muss Ende des Jahres. Von der Umsatzsteuer bin ich befreit, da ich definitiv die Kleinunternehmer regelung in Anspruch nehmen kann da ich die 17000 Euro Grenze nicht überschreite. Sei es mit den einahmen der Ausbildung oder auch ohne, ich bleibe unter 17000 Euro.

Grobe Rechnung Bsp:

Ausbildung: 12000 Brutto

Gewerbe: 4000 Euro

Gesamt: 16000 Euro

So die letztendliche frage ist nun:

Muss ich nun mein gesamt Einkommen also Ausbildung plus Gewerbe versteuern?

oder nur die Einahmen aus meinem Gewerbe?

Ich würde ja dann meine Ausbildung sozusagen doppelt versteuern.

Dann würden ja knapp 2000 Euro auf mich zukommen.

Danke schonmal für die Antworten

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Rentenversicherungspflicht trotz Gewerbe?

Hallo Community,

wie der Titel schon sagt geht es um die Rentenversicherungspflicht.

Ich betreibe ein Gewerbe (GbR) in dem ich Webseiten erstelle und vermarkte (Programmierung, Design, Texte). Einnahmen werden hauptsächlich durch Werbeeinnahmen, Webhosting und Affiliatemarketing erzielt. Ab und zu auch durch Verkauf.

In letzter Zeit schreibe ich auch öfters Artikel als freier Mitarbeiter/Journalist für diverse Zeitschriften. Dieser Teil der Arbeit macht ca. 30-50% der Einnahmen aus. Alles unter dem Namen meines Gewerbes (der GbR).

Nun habe ich gelesen, dass Künstler und Publizisten Rentenversicherungspflichtig sind. Laut Künstlersozialkasse (in der ich NICHT bin) auch wenn man eine andere Tätigkeit ausübt neben der publizistischen.

Könnte mir da mal ein Experte etwas Licht ins Dunkle bringen? Bin ich aufgrund der publizistischen tätigt nun Rentenversicherungspflichtig? Trotz meiner gewerblichen Tätigkeit? Wie würde es aussehen wenn ich in Zukunft die "Journalistische Tätigkeit" vom Gewerbe trenne und diesen Teil freiberuflich mache?

Hier auch ein Link zur KSK der mich nur mehr verunsichert hat. Bitte lest den Teil auf Seite 2 "Mehr als nur geringfügige selbstständige Nebentätigkeit" :

http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/download/daten/Versicherte/Versicherung_trotz_Nebenjob.pdf

Irgendwo anders habe ich auch gelesen, dass Blogger seit neustem in die Künstlersozialkasse können da sie Trotz Werbeeinnahmen als Publizisten gelten und dadurch auch Rentenversicherungspflichtig sind. (wie erwähnt bin ich NICHT in der Künstlersozialkasse).

Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

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Hallo, meine Situation ist etwas komplex - daher zunächst die Eckdaten.

Habe 2001 ein Gewerbe in Stadt A als Propagandist / Promoter angemeldet und führe seitdem, neben meinem Hauptjob, Arbeitsaufträge als Kleinunternehmer aus.

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Nun die Frage(n):

  1. Soll ich ein neues Gewerbe bei meinem derzeitigen Wohnort anmelden, ohne Hinweis auf den alten Gewerbeschein? Oder soll ich mittels altem Gewerbeschein eine Ummeldung vornehmen? Muss ich dann das alte Gewerbe in Stadt A abmelden oder hatte sich das mit dem Umzug erledigt?

  2. Wie verhält es sich mit der Steuererklärung für die letzten Jahre? Möchte ungern schlafende Hunde wecken. Soll ich dann die Steuererklärung erst wieder ab dem Tag mit der neuen Gewerbeanmeldung bei meinem derzeitigen Wohnsitz machen?

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Hallo,

folgender Sachverhalt: Anfang 2018 wurde ein Einzelunternehmen, welches unter der Kleinunternehmerregelung (keine USt ausgewiesen) berechnet hatte, (das Gewerbe) abgemeldet.

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Sollte dies nämlich nicht der Fall sein, würde sich die Problematik auftun, dass das alte Einzelunternehmen nun Umsatzsteuer zu verschulden hat, welche so aber nie berechnet/eingesammelt wurde.

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