Steuererklärung Firmenwagen

1 Antwort

Ich fahre in der Woche ca. 900 km von zu Hause zur Arbeitsstätte. Im Vorjahr habe diese Kilometer in meiner Steuererklärung angegeben und wurden als Werbungskosten anerkannt.

Wenn Du wirklich 900 km fährst, dann hätte als Entfernungspauschale nur ca. die Hälfte als Werbungskosten berücksichtigt werden dürfen. Der Werbungskostenbetrag ist also Anzahl der Arbeitstage x Entfernungskilometer (einfache Fahrt!) x € 0,30/km. Die Anzahl der Arbeitstage sind Deine Arbeitstage, also ohne Urlaub, Krankentage und mehrtägige Dienstreisen. Wenn im Vorjahr hingegen die vollen, gefahrenen Kilometer anerkannt wurden, dann ist das falsch bzw. Glück für Dich damals.

Darf man als Firmenwagennutzer mit 1 % Regelung keine Pendlerpauschale in Abzug bringen?

Doch. Daher Einspruch einlegen, aber korrekte Angaben bitte.

...die 900 km sind bereits die einfache Fahrt. Tatsächlich sind es ca. 1800 km.

Meine Frage zielt dahingehend, ob ich für 900 km Pendlerpauschale in Ansatz bringen darf, obwohl ich außer 1 % (255,00 €) keine weiteren Kosten habe.

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@chefin1175

Hier findest Du mehr Informationen zur Entfernungspauschale: https://www.smartsteuer.de/portal/lexikon/E/Entfernungspauschale.html

Mich irritiert Dein Verständnis der 1 % Regelung. Lies Dir bitte in dem vorgenannten Lexikon unter "Firmenwagen" die Regelung durch. Die 1 % sind keine Kosten, sondern ein fiktiver Hinzurechnungsbetrag um Bruttogehalt. Was es Dich kostet, merkst Du an der Änderung des Steuerbetrages berechnet mal mit und mal ohne Firmenwagen-Hinzurechnungsbetrag. Warum kommt bei Dir nicht die Hinzurechnung von € 0,03/km x kürzeste Entfernungskilometer infrage?

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@chefin1175
obwohl ich außer 1 % (255,00 €) keine weiteren Kosten habe.

Es ist eine Entfernungspauschale und keine Kostenpauschale. Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt und außer dessen Anschaffung und gelegentliche Wartung auch keine weiteren Kosten hat, für den ist die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ebenso groß[1] wie für denjenigen, der die U-Bahn nimmt.


[1] Die Entfernung wird im Gesetz als "kürzeste Straßenverbindung zwische W und A" definiert. Also auch wenn die U-Bahn erst einmal drei Runden dreht oder Luftlinie fährt - es gilt die kürzeste Sztraßenverbindung.

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Firmenwagen- 0,03%-Versteuerung und Werbungskosten vs. genaue Fahrten zur Arbeitsstätte (ESt 2011)

Hallo!

Ich habe mich in diversen Foren zum Thema informiert (viele ähnliche Fragen gelesen) und hätte nun gerne eine Bestätigung zu meinen Angaben bevor ich meine Steuererklärung mache:

Firmenwagen: 35.300,- Euro, zur vollen privaten Nutzung überlassen

Abzug Gehaltsabrechung: 353,- Euro (1%-Regelung) + 518,91 Euro (0,03%x49km) abzgl. 70,- Euro Kraftstoffpauschale (AN) sowie 220,50 Euro Pauschalversteuerung (AG)

Tatsächliche Fahrten zur Arbeitsstätte ca. 5-6 Mal im Monat (kann über Reisekostenabrechnung nachgewiesen werden, Rest Außendiensttätigkeit)

Wenn ich es richtig verstanden habe, habe ich nun 2 Möglichkeiten:

  1. 0,03%-Regelung akzeptieren und in der Steuererklärung Werbungskosten für 230Tagex49kmx0,30Euro angeben = 3.381,- Euro

  2. Tatsächliche Fahrten nachweisen und so berechnen: 49kmx35300x0,002%x6Fahrten=34,59Euro p.m.x12 Monate=415,13 Dieser Betrag wird dann dem in der Gehaltsabrechung abgezogenen Betrag: 49kmx35300x0,03%=518,91Euro p.m.x12monate=6226,92 entgegengestellt und die Differenz von 5.811,79 Euro müsste dann "erstattet" werden!?

Fragen: 1. Sind beide Möglichkeiten so richtig? 2. Ist dann die 2. Möglichkeit tatsächlich besser für mich? 3. Wie gebe ich die 2. Möglichkeit bei der Steuererklärung an?

PS: Macht es Sinn die 49km angzugeben, da dies die vom AG genutzte Zahl ist oder soll ich die tatsächlichen, laut Routenplaner richtigen 54km nehmen?

Vielen Dank im Voraus für alle Antworten!

Liebe Grüße

Jasmin

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