Steuererklärung als Werkstudent?


29.07.2020, 15:49

Ich konnte durch die weite Entfernung zum Arbeitsplatz noch einiges rausholen, dennoch ist alles immernoch im Minus/zu wenig gezahlt. Jahresbrutto 23.360

4 Antworten

Vielleicht magst Du uns mal Dein Jahresbrutto nennen und den Betrag, der Dir als Lohnsteuer abgezogen wurde.

Es ist nämlich kaum vorstellbar, dass Du Einkommensteuer nachzahlen sollst, wenn Du das ganze Jahr nur Gehälter bezogen hast, die dem Lohnsteuerabzug unterlagen.

Ich vermute eher irgendwelche Eingabefehler.

Also bitte die Zahlen aus Deiner Lohnsteuerbescheinigung;

Jahresbrutto

Lohnsteuer

Dann können wir Dir helfen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Frage an den Profi: Als Werkstudent hat er ja keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt. Beim Lohnsteuerabzug wurde aber die Vorsorgepauschale berücksichtigt. Deshalb Abgabepflicht gem. 46 Abs. 2 Nr. 3 EStG. und Steuernachzahlung. Möglich?

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@Andri123
Als Werkstudent hat er ja keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt.

Nicht ganz richtig, denn ihm wurden Rentenversicherungsbeiträge abgezogen.

Wenn er nur Einnahmen mit Lohnsteuerabzug hatte, ist eine Nachzahlung praktisch unmöglich. Dann müßte er schon in den Semesterferien 2 Jobs gleichzeitig gehabt haben, davon einen mit Steuerklasse 6.

Oder eine Honorartätigkeit, bei der es keinen Lohnsteuerabzug gab.

Ich tippe auf einen Eingabefehler in der Software.

ie typischen Fälle bei Werkstudenten sind:

Hohe Einkünfte in den Ferien, ein durchgehender Job in der Vorlesungszeit mit sagen wir 500,- bis 800,- Euro. Das sind die Fälle mit kleiner Erstattung, weil ja die Beträge unter 1.000,- keinen Lohnsteuerabzug haben. Da bleibt dann von den relativ hohen Lohnsteuerabzügen in den Semesterferien nicht soviel für eine Erstattung.

Wenn in der Vorlesungszeit nicht, oder nur im Minijob gearbeitet wird, ist die ERstattung meist hoch.

Ein Fall wie der vom Frager kann nur passieren, wenn z. B. im Semester (Vorlesungszeit) eine Honorartätigkeit durchgeführt wird, die ziemlich hoch vergütet wird. Auf die gibt es dann keine Vorsorgepauschale und so kann eine Nachzahlung möglich sein.

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Ich habe meine Frage oben dazu mit einem Foto ergänzt:)

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@StudentFl

Hast Du denn inzwischen die Anlage Vorsorgeaufwand ausgefüllt? RV-Beiträge laut Lohnsteuerbescheinigung, Deine studentische KV eingetragen? Das wurde Dir doch vorhin schon geraten.

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@StudentFl

Das hilft nicht viel, denn es ist nur die Jahressteuer mit 3.097,- und die gezahlte Lohnsteuer zu sehen. Um es zur beurteilen ist das Jahresbrutto notwendig. Deshalb hatte ich explizit nach den Daten der Lohnsteuerbescheinigung gefragt, aber hier ist ja schon der Bescheid ergangen.

Da wäre ein Foto hilfreich von er Einkommensermittlung, also bis zum Gesamtbetrag der Einkünfte, den Rest kann man sich dann denken.

Der Lohnsteuerabzug von 2.164,- deutet auf etwas mehr als 23.700,- Euro Bruttojahresgehalt, oder weniger, aber eben auch in weniger Monaten, wodurch die Progression zum tragen kam.

Die 3.097,- Euro Jahreseinkommensteuer auf ein zu versteuerndes Einkommen von knapp 22.600,- Euro.

Diese beiden Zahlen passen für mich nicht zusammen.

Gab es Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug? Irgendeine Honorartätigkeit?

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@wfwbinder

Jahresbrutto 23.360, 12 Monate gleicher Arbeitsplatz, keine weiteren Einkünfte

Wieso da bin 3097 veranschlagt werden ist eben auch das, was mich wundert.

Das ist noch nicht der Bescheid, nur die Berechnung, die ich mir vorab angeguckt habe, um ungefähr einschätzen zu können, wie es aussieht.

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@StudentFl
Jahresbrutto 23.360, 12 Monate gleicher Arbeitsplatz, keine weiteren Einkünfte

Dann gehe mal die Berechnung durch. von den 23.360,- müssen mindestens 1.000,- Euro Arbeitnehmerfreibetrag, oder aber höhere Werbungskosten (Kilometerpauschale usw.) abgezogen worden sein.

Der Gesamtbetrag der Einkünfte darf also nicht über 22.360,- sein.

Davon gehen ab die Vorsorgepauschale und bei Dir Sonderausgaben in Höhe der Kirchensteuer von der Lohnsteuerbescheinigung.

Die Summe zu versteuerndes Einkommen muss unter 20.000,- sein.

Gab es irgendwelche Lohnersatzleistungen? Gab es ausländische Einkünfte? Ist irgendetwas von Progressionsvorbehalt zu lesen?

Das was Du da schreibt, kann einfach nicht passen. Es muss noch irgendein Fehler in der Rechnung sein.

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@StudentFl

Jahresbrutto 23.360 €

Was sagt denn eigentlich das Finanzamt so zu Deiner mutmasslichen Scheinimmatrikulation?

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@Maerz2019

Wenn es ein duales Studium ist, interessiert das keinen und das Finanzamt schon gar nicht.

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@wfwbinder

Der Sachverhalt klärt sich mit der ersten Aussage des Fragestellers auf. Definitiv KEIN Duales Studium. Mit einem dualen Studium hätte er diese Probleme ja gar nicht.

ich war das ganze Jahr über als Werkstudent neben meinem Studium tätig.

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@Maerz2019

Dann ist es ein Problem der Universität, weil mehr als 20 Stunden Arbeit in der Woche, denn darüber verliert er den Studentenstatus.

Dem Finanzamt ist es egal, es hat keine Auswirkung auf die Besteuerung.

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@wfwbinder

Gut, das FA scheidet als Aufsicht aus.

Sollte der Fragesteller noch anderweitige Leistungen vom Staat als kleine Bonbon für subventionierte Studenten erhalten, bekäme er halt mit diesen Stellen potentielle Probleme. So ein bundeslandweit gültiges ÖPNV-Ticket ist schon ein prima Schmanckerl .... es gibt Unis und Bundesländer die sortieren rigide aus und haben auch genug Personal, um Zombie-Studenten zu erkennnen und es gibt umso viele mehr, die das allein schon personell nicht packen.

Es spricht nichts dagegen, wenn man als Studi finanziell mit eigenen Gehalt durchs Leben kommt. Das zollt Respekt! Es nervt aber, wenn junge Leute hier die Unschuld vom Lande miemem, in dem sie ob all der Steuerlast ganz überrascht tun. Alles haben wollen - kaum Verantwortung/Konsequenten tragen wollen ... so halt irgendwie.

Solche Studies trauen sich nicht, ne Berufsausbildung zu starten, weil sie meinen dass das karriereschädigend wäre. Das ein Neverending-Studium ebensolche Proleme bergen kann, ist vielen Betroffenen erst viel später bewusst.

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@Maerz2019

Ich habe nicht mehr als 20 Stunden die Woche gearbeitet, nur im öffentlichen Dienst eben dennoch so ein hohes Gehalt bekommen. Ich habe als Vertretungslehrkraft gearbeitet, was Gang und Gebe ist und mein Lehramtsstudium mit einem guten Master abgeschlossen. Ich habe während dieser Zeit keine Subventionen bekommen und daher war es für mich perfekt, bereits in meinem zukünftigen Beruf zu arbeiten.

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@wfwbinder

Vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich werde meine Eingaben nochmal mit einem Bekannten in seinem Steuerprogramm prüfen.

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Normalerweise zieht das Lohnbüro nie zu wenig LSt vom Brutto ab. Möglicherweise fehlt uns hier noch eine Unbekannte, welche für die Nachzahlung verantwortlich ist, z.B.

  • Lohnersatzleistungen
  • weitere Einkünfte ohne Steuerabzug (z.b. Gewerbe, Vermietung..)
  • Steuerklasse 3+5
  • mehrere Jobs
  • ausländische Einkünfte

Praktisch müssten wir den kompletten Bescheid kennen, um den Fehler zu finden. Such Dir einen Lohnsteuerhilfeverein, der kann das besser anlysieren. Die zu erwartenden Kosten von ca. 100 € dürften sich angesichts der Nachzahlung lohnen.

Oder gib Deine Steuererklärung einfach noch mal bei Elster ein. Dort gibt es auch eine Berechnungsfunktion. Wenn die eine andere Steuer auswirft, als in Deinem Bescheid, hat das FA was falsch gemacht.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Das Werkstudentendasein hat keinen Einfluss auf die zu zahlende Steuer, das muss man überhaupt nicht angeben. Anlage Vorsorgeaufwand ausgefüllt?

Die Berechnung von Elster sagt mir aber leider, dass ich ganze 2000€ zu wenig Lohnsteuer gezahlt habe für meinen Brutto Lohn. Dieses Problem hatte ich als nicht-Werkstudent nicht, weil ich da sehr viel mehr gezahlt habe, bei etwa gleichem Lohn.

Nein die Anlage habe ich tatsächlich nicht ausgefüllt.

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Der "Status" Werkstudent, hat keinen Einfluss auf die Höhe der Lohnsteuer.

Vergiss bitte nicht Deinen studentischen Krankenkassenbeitrag einzusetzen.

Die Berechnung von Elster sagt mir aber leider, dass ich ganze 2000€ zu wenig Lohnsteuer gezahlt habe für meinen Brutto Lohn. Dieses Problem hatte ich als nicht-Werkstudent nicht, weil ich da sehr viel mehr gezahlt habe, bei etwa gleichem Lohn.
Als Werkstudent habe ich beispielsweise nur circa 8% meines Brutto Lohns an Lohnsteuer gezahlt und das ist ist laut Elster nun viel zu wenig. Muss aber an dem Status Werkstudent liegen, der auch auf jeder Abrechnung vermerkt ist.

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@StudentFl

Steuerrechtlicj gibt es keine werkstudenten - nur arbeitnehmer.

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@Impact

Dann frage ich mich ehrlich gesagt noch mehr, warum ich so wenig Lohnsteuer gezahlt habe. Wie gesagt, ganze 2000 Euro zu wenig. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das Dienstleistungszentrum Schleswig-Holstein, dass so komisch berechnet hat über Jahre. Als nicht mehr Werkstudent dann ganz anders...

Dann mache ich lieber keine Steuererklärung :D

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Der "Status" Werkstudent, hat keinen Einfluss auf die Höhe der Lohnsteuer.

Diese Aussage ist falsch.

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@Maerz2019
Möglicherweise hat Dich der Betrieb einfach mal zwischendurch über den Sachverhalt aufgeklärt. Und zwar, damit Du Rücklagen für das Finanzamt aufbauen kannst.

Wie bitte ?????

Schaue mal da :

https://www.mystipendium.de/werkstudent/werkstudent-steuern

Als Werkstudent bemisst sich die Lohnsteuer sowohl an der Höhe des jeweiligen Arbeitslohns als auch an der gültigen Steuerklasse und wird vom Arbeitgeber direkt an das zuständige Finanzamt abgeführt.

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@Maerz2019
Diese Aussage ist falsch.

Da bist du nicht richtig informiert.

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@Wassonst

Da bist du nicht richtig informiert.

So so Wassonst ... hört, hört .... guck mal was der - man kann es gar nicht anders sagen - scheinimmatrikulierte Arbeitnehmer da in seiner Frage gepostet hat =>

Jahresbrutto 23.360 €

Und was sagst Du jetzt? Richtig informiert oder überhaupt etwas Ahnung von der Materie??

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@wilees

Wilees, Deine Rezepte funktionieren nicht mehr mit einem nur zum Schein immatrukulierten Studenten mit einem sagenhaften Jahresbrutto 23.360 €

Bevor Du beim nächsten Mal wieder Pauschalrezepte über alle beliebigen Werkstudenten bügelst, frage doch beim Fragesteller selbst nach den konkreten Zahlen.

Mir ist die Salamitaktik vieler Fragesteller, die sich dann teils unschuldiger geben, als sie sind (sonst würden sie hier nicht nachfragen) auch ein Dorn im Auge.

Dennoch lohnt sich Nachfragen manchmal halt schon, wie man gut sehen kann.

Wie bitte ?????

Genau. Bittesehr.

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@Maerz2019

Was soll denn diese unsachliche Aussage ....

scheinimmatrikulierte Arbeitnehmer

Du hast vom Status Werkstudent .... und wieviele Stunden in der Woche bzw. auf's Jahr betrachtet ein solcher arbeiten darf ..... dem Anschein nach wenig Wissen, denn sonst käme Dir dessen Jahreseinkommen nicht so utopisch vor :

  • während der Vorlesungszeit darf die Grenze von 20 Arbeitsstunden pro Woche nicht überschritten werden.
  • Anders gestaltet sich das Arbeitspensum während der Semesterferien. In der vorlesungsfreien Zeit dürfen Werkstudenten bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten.

Und wenn Du Dich auf den Kopf stellst ...... es bleibt dabei der " Status Werkstudent ", hat keinen Einfluss auf die Höhe der Lohnsteuer.

Nur ..... in der "normalen SteuerTabelle" finden monatlich bereits die Vorsorgeaufwndungen Berücksichtigung - und hier bezahlt der Werkstudent halt weniger als Otto-Normalarbeitnehmer und so kommt es wohl zu einer Nachversteuerung soweit FS seine Vorsoraufwendungen nocht doch gar nicht in seiner Steuererklärung erfasst hat.

Übrigens ..... mir geht es hier um faktische Dinge und nicht um Rechthaberei.

Schönen Tag wünsche ich Dir.

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@Maerz2019
Und was sagst Du jetzt? Richtig informiert oder überhaupt etwas Ahnung von der Materie??

Respektlos und unsachlich bist du aber gar nicht? Was hast du eigentlich für ein Problem? Im Übrigen schließe ich mich den Statements von wfwbinder und wilees an.

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Vielen Dank für alle hilfreichen Beiträge, ich werde meine Eingaben nochmal mit einem Bekannten in seinem Steuerprogramm prüfen und mich mit der Anlage Vorsorgeaufwand auseinandersetzen.
Unterstellungen, Vorwürfe und Anfeindungen von einer bestimmten Person hier waren leider nicht sehr hilfreich und ziemlich kontroproduktiv angesichts der Masse an dummen Kommentaren dieser Person.

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@StudentFl

.....die schlimmsten Unfälle passieren im Haushalt ...

.. oder in diesem Thread hier.

Denn ausgerechnet dein Beitrag lässt an Dramatik und schlimmsten Begriffen / Behauptungen nun wirklich keine Wünsche mehr offen....Du bist hier nicht gepfählt worden .... du tust aber gerade so. Grosses Kino! Überdies lebensfremd.

Helfen konnte richtig nur einer. Sei doch zufrieden.

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