Steuerbescheid bekommen, und jetzt fällt mir auf das ich zwei Lohnsteuerbescheinigungsangaben vom alten Arbeitgeber vergessen habe einzutragen - was passiert?

3 Antworten

Du schreibst leider nur, dass Du die Bescheinigungen vergessen hast. Du schreibst nicht, welche Auswirkungen es hätte.

Es könnte sein, dass Du eine Erstattung bekommen hast (ist ziemlich wahrscheinlich, weil ja weniger Einnahmen auf das ganze Jahr verteilt wurden). Da wäre es dann Steuerhinterziehung, wenn Du Dich nicht beim Finanzamt meldest.

Die Änderungsvorschrift ist § 173 Abs. 1 Nr. 1 AO (Abgabenordnung).

"Vergessen haben" kann keine Steuerhinterziehung sein. Es besteht lediglich eine Nachmeldepflicht nach § 153 (1) AO.

Ob der Bescheid nach § 173 (1) 1 AO geändert werden kann, hängt davon ab, dass das Finanzamt die elektronischen Lohndaten nicht übermittelt bekommen hat - was ja eigentlich nicht der Normalfall ist.

Liegen die Daten aber vor, so wird allerdings nach § 129 AO geändert werden können.

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@EnnoWarMal

Merken, dass man einen Fehler gemacht hat (versehentlich nicht angegeben) und dann nicht melden, wäre m.E. schon Steuerhinterziehung. Wenn er es unverzüglich nachmeldet, gibt es natürlich keine Folgen.

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@wfwbinder

Noch nichgt ganz. Wenn ich merke, dass ich einen Fehler gemacht habe, und nun der Ansicht bin, dass ich nichts machen muss, kann es m.E. immer noch keine Hinterziehgung sein, allenfalls eine leichtfertige Verkürzung.

Ich bin immer sehr skeptisch, was Hinterzeiehung angeht. Das ist ein Straftatbestand und wird deshalb von den Strafverfolgungsbehörden "behandelt". Das bedeutet aber auch immer Unschuldsvermutung bis zum Richterspruch.

Und wegen ein paar vergessener Lohnsteuerbescheinigungen gibt es hier ganz gewiss keinen Richterspruch.

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Hallo,

ich würde in diesem Fall, wenn die Einspruchsfrist abgelaufen ist, (denn es liegt oft am Ermessen des Finanzbeamten, ob er den Steuerescheid jetzt noch korrigiert) die "Wiedereinsetzung in den vorigen Stand" beantragen. Natürlich musst du eine  g u t e Begründung anführen und bittest um eine entsprechende Korrektur des Steuerbescheids.

Wenn du Glück hast, wird diesem Antrag stattgegeben und der Beamte korrigiert jetzt wie bei einem normalen Einspruch.

Wie gesagt, G l ü c k mußt du haben ! 

Ein Versuch ist's wert, oder ? ;-))


 … hat ga nix mit dem zu tun …. oder was auch immer Du damit sagen willst. - Woher soll das Finanzamt wissen das Du irgendwelche Belege vergessen hast. Natürlich können fehlende Belege nachgereicht werden, würde nur dazu raten beim FA anzurufen oder persönlich zu klären was an wen mit welchen Angaben zu senden ist. 

danke .     auch wenn die einspruchzeit vorüber ist ?   wird des dann neu berechnet wenn ich alles nachtrage .  

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Jetzt ist mir beim Steuerbescheid 2012 vom Finanzamt aufgefallen, dass Geld nachgezahlt werden soll, da der Ex-Arbeitbeger zwar 890€ ausgezahlt hat, diese aber Brutto wie Netto. Sprich auf der Lohnsteuerbescheinigung 2012 des Ex-Arbeitgeber stehen nur die 890€ + ein paar Sozialabgaben (KV/RV usw.) als Bruttojahreslohn. Lohnsteuer wurde keine ausgewiessen, in dem Jahr keine weiteren Löhne von diesem AG empfangen wurden.

Meiner Auffassung nach müsste der AG aber die daraus resultierende Lohnsteuer tragen, nicht ich, da das Urteil mit ja 890€ netto zugesagt hat. Ausserdem war ich 2012 ja komplett bei einem anderen Arbeitgeber angestellt, daher werden wohl die Bruttoarbeitslöhne aus beiden Lohnsteuerbescheinigungen summiert. Der Ex-Arbeitgeber hat auf die 890€ keine Lohnsteuer bezahlt, weil sein Programm bei der Berechnung wohl gesagt hat "890€ in einem Jahr sind nicht lohnsteuerpflichtig".

Wie soll man da weiter vorgehen. Muss ich die Nachzahlung ans Finanzamt bezahlen oder ist der Ex-AG in Regress zu nehmen?

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