Steuerabzugsbeträge bei GdB 30 betragen wenige Euro - sollte Behinderung bei Steuern mehr sparen?

1 Antwort

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Siehe hier: http://www.betanet.de/download/tab3-gdb-nachteilsausgl4.pdf

GdB 30% ist beispielsweise auch bei bestimmten, einfachen Formen von Diabetes mellitus schon gegeben. Es muss dabei nicht wirklich eine Beeinträchtigung größerer Art bestehen. Dennoch gibt es deutliche Freibeträge, die natürlich bei geringem Einkommen auch nur einen geringen Reduktionsbetrag ausmachen. Es kommt also auf das Einkommen an.

Man sollte also IMHO eher die Frage stellen, ob Behinderungen überhaupt steuerlich so zu erfassen sind, oder ob es analog zum Kindergeld eine Art Behindertengeld in Kombination mit Freibeträgen geben sollte, wodurch ein Mindestvorteil auch bei geringen Einkünften festgeschrieben wird. Da würde ich persönlich aber eine untere Grenze von GdB 50% ansetzen, ab der dies gilt.

Danke gandalf94305, für die Antwort und den Link, ich finde nur die 310 Euro, die es z. B. als Freibetrag für einen GdB von 30 gibt, fast schon lächerlich, das macht im Jahr nur ein paar Euro aus.

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@Rentenfrau

Ja, denn da Behinderte im Einkommensspektrum eher unten anzusiedeln sind, haben sie von reinen Steuervorteilen natürlich nicht so viel. 15% von 310 EUR macht nicht mal 50 EUR aus.

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Die Pauschbeträge dienen der pauschalen Abgeltung, der durch die Behinderung verursachten Zusatzkosten. Sollte man behinderungsbedingte Kosten haben, die den Pauschbetrag übersteigen, kann man diese direkt als außergewöhnliche Belastung geltend machen, verliert aber dafür den Pauschbetrag (die Rechnungsprüfungsämter achten da genau drauf).

Es wird also kein Körperbehinderter benachteiligt. Man macht es ihm nur einfacher, durch die Pauschbeträge. (Vor allem, da nur einer von hundert wohl genug Kosten nachweisen kann, die den Pauschbetrag und die außergewöhnliche Belastung übersteigen).

Danke Meandor.

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