Steuerabzug Kauf Auto / 1% Regelung / Kleinunternehmer?

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3 Antworten

Um die Vorsteuer aus der Anschaffung des Fahrzeugs geltend machen zu können, muss dieses zu mindestens 10% unternehmerisch genutzt und dem Unternehmensvermögen zugeordnet werden.

Des weiteren muss eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegen.

Die Ermittlung nach der sog. 1%-Methode kann für umsatzsteuerliche Zwecke aus Vereinfachungsgründen nur angewendet werden, wenn diese auch bei der Ermittlung des ertragsteuerlichen Wertes angewandt wird.

Dies ist wiederum nur bei sog. notwendigem Betriebsvermögen möglich. Hierfür muss das Fahrzeug zu mehr als 50% betrieblich genutzt werden.

Hinweis:
Eine derartige Zuordnung führt dazu, dass das Fahrzeug steuerverhaftet wird. Der Verkauf, die Entnahme, sowie die private Mitnutzung sind dadurch grds. der Einkommen- und Umsatzsteuer zu unterwerfen.

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Kommentar von Brigi123
03.07.2017, 15:01

Hoffentlich versteht Kathrin vor allem auch die Hinweise. Bei mir beispielsweise hat es sich nicht rentiert, den letzten Wagen als Dienstwagen laufen zu lassen.

 Man bekommt erstmal die VSt. erstattet, zahlt aber dann jedes Jahr USt. auf die Privateinteile und beim Verkauf des Autos muß auch USt. abgeführt werden. Und ESt. kommt eben noch dazu.

Lag bei mir evtl. an dem hohen Privatanteil von 45%, dass es sich nicht rentiert hat? Ich weiß ja nicht, wie Kathrin das Auto nutzen wird.

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 Hoffe man kann verstehen wie ich das alles meine ;-)

Offen gesagt nein, aber wir können ja mal versuchen es zu ergründen.

Es fängt an mit:

 Hallo zusammen. Ich bin Kleinunternehmer und Vorsteuerabzugsberechtigt. 

Also, wenn Du kleinunternehmer bist, so entfällt der Vorsteuerabzug. Oder bist Du Kleinunternehmer und hast zur Regelbesteuerung optiert? Gehen wir mal davon aus, sonst ist die weitere Frage sinnlos.

 Kann ich in diesem Fall die 2.674,37 € in meiner Voranmeldung für zweite Quartal geltend machen

JA.

  unter den Erlösen 1 % vom Brutto oder Netto Kaufpreis??

Du meinst die Leistungsentnahme in Form privater Kfz-Nutzung? Da ich nicht vermute, dass Du bei der derzeitgen Marktlage auf dem Automarkt den Listenpreis gezahlt hast, berechnen sich die 1 % nach dem Listenpreis + aller Extras. davon 1 % ist die Leistungsentnahme brutto. das umgerechnet auf netto ist der Betrag, der in Deine Umsätze eingeht.

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Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort. Also ich gebe vierteljährlich meine Voranmeldungen ab und entrichte dementsprechend immer meine Umsatzsteuerzahlungen an unser Finanzamt. 

Ich habe vorher noch nie ein Auto gekauft. Daher bin ich sehr verunsichert und möchte wenn machbar nichts falsch machen. 

Den Betrag in die Voranmeldung zu nehmen habe ich verstanden :)

Mit der 1 % Regelung hoffe ich auch. 

Also 1 % Regelung auf die Einnahmen. Die Steuer in Höhe von 2674,37 € bei der Vorsteuer berücksichtigen.

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Kommentar von EnnoWarMal
03.07.2017, 13:40

Und gleich eine Kopie des Kaufvertrages ans Finanzamt geben. Dann musst du nicht auf die Nachfrage warten und das Finanzamt kann gleich seine Zustimmung nach § 168 AO erteilen und das Geld auszahlen.

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