Steuer zurück fordern ohne Abrechnung möglich?

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2 Antworten

Ja, das kannst Du definitiv ohne Abrechnung machen. In sehr seltenen Fällen sind Beträge nicht oder nicht vollständig an das Finanzamt übermittelt worden. Davon würde ich aber nicht ausgehen. Gesetzlich ist es so, das JEDER Arbeitgeber verpflichtet ist, die Lohndaten an das zuständige Finanzamt zu übermittel. Er gibt dazu Deine Etin-Nummer bei der Übermittlung an. Diese setzt sich zusammen aus einigen Buchstaben Deines Vor - und Nachnamens und Deinem Geburtsmonat und Jahr. So ist (grundsätzlich) sicher gestellt, dass diese Nummer nur einmalig existiert. Anhand dieser Nummer werden die Daten dann automatisch Deinem Steuerfall zugeordnet. Sobald ein Sachbearbeiter Deinen Steuerfall aufruft, erscheinen die Lohndaten samt einbehaltener Steuer auf dem Bildschirm..... . Das bedeutet, dass Du eigentlich nur eine sog. vereinfachte Einkommensteuererklärung abgeben musst. In dieser werden nur Name, Adresse, Geburtsdatum und Etin Nr. abgefragt. Jetzt steht natürlich die Etin Nr. auf der Lohnabrechnung drauf ;) Ist aber auch kein Problem..... Der Bearbeiter kann die Etin Nr. bzw. Deine damit verbundenen Lohndaten über eine Suche über den Namen herausfinden. Also: Einfach vereinfachte Steuererklärung für Arbeitnehmer mit Deinen persönlichen Angaben ausfüllen und einreichen. Der Rest geht wie von selbst. Elektronisch (per sog "ELSTER" Programm) kannst Du aber nur übermitteln, wenn Du diese Etin Nr. eingibst. Ich würde also eine Erklärung auf einem Formular einreichen.

Dann soltest Du Deine "Abrechnung" suchen. Die heisst nämlich Lohnsteuerbescheinigung und ohne die kannst Du die Formulare zur Einkommensteuererklärung nicht ausfüllen. Diese Lohnsteuerbescheinigung musst Du von Deinem Arbeitgeber so EndeJanuar/Anfang Februar 2012 bekommen haben.

Das Finanzamt hat die Zahlen auch, das stimmt. Es wird für Dich jedoch nicht die Steuererklärung erstellen.

Ab 2011 gibt es keine Lohnsteuerbescheinigung mehr. Es gilt die Steuerklasse des Jahres 2010. Arbeitnehmer, die erstmalig anfangen zu arbeiten und in 2010 und Vorjahren gar keine Lohnsteuerkarte hatten, müssen beim Finanzamt (am Besten vor Arbeitsaufnahme) einen Antrag auf die Ausstellung einer Bescheinigung für Lohnsteuerzwecke stellen. Nun noch mal zum beschriebenen Fall: Es geht hier nicht um die Erstellung der Steuererklärung. Die übernimmt das Amt sicher nicht. Die Lohnbescheinigung (Ausdruck des Arbeitgebers) ist in ihrem Fall wohl verloren gegangen. Man kann aber auch ohne dieses Blatt zumindest den Bogen der vereinfachten Steuererklärung mit Name, Adresse und Geburtsdatum ausfüllen und beim zuständigen Finanzamt einreichen. Die Lohndaten werden dann automatisch beigestellt, sobal der Sachbearbeiter den Fall aufruft. Also.... Bloss nicht verunsichern lassen und bloss kein Geld verschenken.

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@ricky73

@ricky73: Du bist auf dem Holzweg. Die Lohnsteuerbescheinigung gibt es wohl, was Du meinst, ist die Lohnsteuerkarte.

Du nennst etwas Lohnbescheinigung. Sowas gibt nicht. Schau mal auf deine "Lohnbescheinigung" , was da oben rechts steht.

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@FREDL2

Recht hast Du....
Ich darf Dich freundlicherweise auch darauf hinweisen, dass es - entgegen Deiner Aussage - überhaupt nicht erforderlich ist, diese Lohnsteuerbescheinigung bei Abgabe der Einkommensteuererklärung beizufügen. Wirklich verlangt wurde das nur im ersten Jahr der Ausgabe dieser Bescheinigung.

Probleme gibt es nur dann, wenn der Arbeitgeber - entgegen der gesetzlichen Verpflichtung - den Arbeitslohn nicht bzw. nicht vollständig übermittelt hat.

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@ricky73

@ricky73: jawoll. Hier ging es aber darum, dass der/die Fragesteller die Zahlen zur Eintragung bräuchte und die stehen nun mal in der Lohnsteuerbescheinigung.

Ob die dann der Steuererklärung beigefügt wird oder nicht, ist nicht obligatorisch.

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