Steuer vortragen bei Zweitausbildung

1 Antwort

Das ist verwirrend, was meinst Du?

  1. Kosten für die Erstausbildung gehen über § 10 EStG, sie haben nur Wirkung, wenn man in dem Jahr auch Geld verdient. mit diesen Kosten kann man keine Verluste erzielen und auch nichts auf ein anderes Jahr vortragen.

  2. Kosten für die Zweitausbildung sind Werbungskosten, die können, wie sie höher sind als die Einnahmen, auch zu Verlusten führen und diese Verluste können auf den vorangegangenen Veranlagungszeitraum zurück, oder auf die folgenden Zeiträueme vorgetragen werden.

Hallo,

danke für die schnelle Antwort.

Angenommen ich habe nächstes Jahr ein Einkommen, durch mein Studiengehalt, von rund 12.000 Euro Brutto. Steuern zahle ich zwar, bekomme ich aber aufgrund meiner recht langen Fahrtstrecke mit Sicherheit wieder zurück. Jedoch benötige ich Büromaterialien und Bücher, sagen wir mal in Höhe von 200 Euro.

Außerdem liegt meine Hochschule recht weit weg - Anfahrt + Übernachtungskosten bekomme ich vom Unternehmen erstattet, die Verpflegung jedoch nicht. Kann ich trotzdem die Anfahrtsstrecke anrechnen? Welchen Satz kann ich für jeden Tag in der Hochschule als Verpflegung anrechnen?

Diese Kosten (Büromaterialien, Bücher, Verpflegung) erhalte ich dann zurück, sobald ich ein entsprechendes Einkommen habe, richtig?

Vielen Dank im Voraus.

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@Steffie123
Diese Kosten (Büromaterialien, Bücher, Verpflegung) erhalte ich dann zurück, sobald ich ein entsprechendes Einkommen habe, richtig?

Das solltest du mal als Gesetzesvorschlag einbringen.

Dann könnte der Büromaterialhändler, der Buchhändler und die Dönerbude direkt mit dem Finanzamt abrechnen und sie müssten nicht erst von dir das Geld nehmen.

So kommt man auch zum Kommunismus.

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@EnnoBecker

Es geht um Aufwendungen, welche ich für das Studium benötige....

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@Steffie123

EnnoBecker hat den Nagel auf den Kopf getroffen, aber ich nehme mal die leichte ironie raus.

  1. Es geht nicht darum, dass man etwas zurück bekommt.

  2. Man kann die Ausgaben nur als Werbungskosten abziehen, wie ich es schon in der Antwort unter 2. schrieb.

  3. in deinem Fall mit 12.000,- Studiengehalt (was ist das? eine Anstellung als studentische Hilfskraft?), gehen alle Aufwendungen, Fahrkosten zur Uni, Studiengebühren, Bücher, Bürobedarf usw. davon ab. Nur wenn ein negativer Betrag entsteht, wird auf neue Rechnung vorgetragen, aber bei 12.000,- Jahresbrutto kann ich mir das kaum vorstellen.

  4. Ergo, Du bekommst die ganze Steuer zurück (soweit welche abgezogen) aber keinen Cent Vortrag auf Folgejahre.

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@wfwbinder
in deinem Fall mit 12.000,- Studiengehalt

Kommen erst mal 1.000 WKP runter und noch mindestens 2.000 Versicherung und die Steuer ist ohnehin Null.

Und Steffi guckt mit dem Ofenrohr ins Gebirge....

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@wfwbinder

Hallo,

danke für deine Antwort.

Ich mache ein duales Studium - das ist mein Studiengehalt. Steuern werde ich kaum zahlen, bekomme ich aber so oder so zurück, da ich eine recht lange Fahrtstrecke habe.

In welchem Fall bzw. bei welchen Kosten kann man einen Vortrag auf die Folgejahre bekommen oder gibt es sowas überhaupt nicht?

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@Steffie123

Es werden nicht Kosten vorgetragen, sondern negative Einkünfte. Das hatten wir hier aber bereits erschöpfend diskutiert.

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Kindergeld bei Ausbildung und Studium?

Guten Tag liebe Community,

Ich, 22 Jahre, bin momentan Auszubildender im jetzt 2. Lehrjahr. Meine Arbeitszeit dort beträgt 37,5 Wochenstunden.

Zusätzlich zu dieser Ausbildung habe ich mich für ein Studium an einer öffentlichen Universität eingeschrieben, da ich mich nebenher weiterbilden will. (Ich gehe hierbei davon aus, dass ich so viel mache, wie ich schaffe und wie ich Lust habe. Die Regelstudienzeit ist für mich nicht realistisch und auch nicht notwendig)

Nun habe ich folgende Fragen:

a) Bekomme ich nun weiterhin Kindergeld? Meine Erstausbildung ist ja noch nicht vorbei, allerdings habe ich ja mehr oder weniger eine Zweitausbildung begonnen, wobei diese mich maximal 3 Stunden die Woche kostet)

Wenn mein Anspruch auf Kindergeld an dieser Stelle nicht mehr wirksam ist, würde es etwas ändern, wenn ich mich zum nächsten Semester wieder exmatrikuliere?

b) Ein weiteres Hobby von mir drängt mich dazu ein mögliches Gewerbe anzumelden. (Dies wäre nötig, damit alles rechtsmäßig ist, Gewinn wird keiner erzielt) Würde dies, wenn nicht durch die jetzige Situation der Ansprch auf Kindergeld schon verwirkt ist, den Erhalt des Kindergeldes beeinflussen?

Vielen Dank für die Hilfe!

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Weiterbildung von der Steuer absetzen bei nebenberuflicher Selbstständigkeit

Guten Tag in die Runde,

Folgender Sachverhalt: Ich bin einerseits als Arbeitnehmer fest angestellt, darüberhinaus bin ich nebenberuflich selbstständig (im Sinne der Kleinunternehmerregelung).

Ich möchte jetzt eine akademische postgraduale Weiterbildung in einem Zertifikatstudiengang im Fernstudium in einem machen (Dauer zirka: 12 Monate mit ca. 250,- Euro monatlichen Kosten), nachdem ich bereits eine Erstausbildung (Studium) erfolgreich abgeschlossen hatte.

Als Arbeitnehmer kann ich die Kosten für die Weiterbildung nach meinem Kenntnisstand "lediglich" als Werbungskosten verbuchen.

Meine Frage: Kann ich - da ich nebenberuflich selbstständig bin - die Weiterbildung über meine Selbstständigkeit (die Weiterbildung ist im Bereich BWL, daher auch sehr sinnvoll für meine Selbstständigkeit) als Ausgaben dafür (und auch für zusätzliche Fachliteratur + Studienmaterialien) angeben und damit den erzielten Gewinn aus der Selbstständigkeit drücken und letztlich mein zu versteuerndes Einkommen verringern?

Oder geht dies nicht, da ich nur nebenberuflich selbstständig bin?

Herzlichen Dank für sachdienliche Antworten. Viele Grüße Simone

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Welche Kosten kann ich bei einem Dualem Studium bei 3 Wohnsitzen in der Steuererklärung absetzen?

Situation ist folgende: Ich mache ein Duales Studium und verdiene auch genug um durchaus Steuern zahlen zu muessen. Fuer das Ausbildungsverhaeltnis miete ich fuer die 3 Monate langen Praxisphasen (dauerhaft) eine Wohnung am Arbeitsort an. Zusaetzlich habe ich eine Wohnung am Ort der Hochschule, wo jedoch die Warmmiete vollstaendig vom Arbeitgeber bezahlt wird. Ausserdem ist die Wohnung meiner Eltern als Hauptwohnsitz angemeldet. Inwiefern lassen sich Werbekosten auf der Steuererklaerung anrechnen ? Ich denke mal, das sich die Fahrtkosten von der Wohnung am Arbeitsplatz (etwa 15km) abrechnen lassen. Wie sieht das mit Mietkosten aus und was verbirgt sich hinter Verpflegungsmehraufwand ?

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Verlustvortrag Bachelor & Master?

Hallo ich möchte gerne meine Verlust aus meinem Studium vortragen. Mein BA habe ich abgeschlossen und mache gerade den Master.

Ich war davor bei einer Studentenberatung zum Thema Steuern und da wurde uns geraten unsere Kosten für den Bachelor ebenfalls als Werbungskosten anzugeben und dann gegen den Bescheid Einspruch einzulegen (da das FA diese als Sonderausgaben anerkennt) und auf den Beschluss warten.

Meine Frage:

Im WS 2015 habe ich mit mein Masterstudium begonnen, das sollte ja dann laut Gesetz, ohne Probleme zu den Werbungskosten zählen. Davor im Jahr 2015 habe ich noch den Bachelor gemacht. Wie mache ich das in der Steuererklärung deutlich? Also den unterschied zw. Bachelor und Master (obwohl ich beide kosten als Werbungskosten angeben möchte).

Danke

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Verlustvortrag "richtig" übertragen bzw. begrenzen?

Sachverhalt

Studium 2009-15

Festgestellter Verlustvortrag 2013: ca. 25.000€

2014 Einkünfte brutto ca. 10.000 (praktisch keine Lohnsteuer, 200,- Euro)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 3.000,-

2015 Einkünfte brutto ca. 8.000 (praktisch keine Lohnsteuer,)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 5.000,-

2016 Einkünfte brutto ca. 10.000 (praktisch keine Lohnsteuer, ca. 300 Euro,)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 5.000,-

2017 voraussichtlich allein 7.000,-€ Lohnsteuer.....

Daher habe ich ein großes Interesse die Verluste des Studiums in das Jahr 2017 zu übernehmen, da die marginalen Steuern der Vorjahre eh unberechtigt waren (Grundfreibetrag).

Wie übertrage ich den Verlustvortrag im Mantel der Steuererklärung (Zeile 93) am effektivsten oder wird das "antragsstellerfreundlich" vom Finanzamt vorgenommen?Kann man den Verlustvortrag begrenzen? Das ist ja zumindest in Zeile 93 angedeutet.

Dazu habe ich folgendes Zitat gefunden:

"1. Ich gehe davon aus, dass ich die Summe des VV in seiner Höhe nicht begrenzen kann, um ihn in Folgejahren zu nutzen?!"

"Nein, Sie können den Verlustrücktrag begrenzen. Dadurch erreichen Sie, dass der „ungenutzte" Verlustbetrag fortgeschrieben wird und in Folgejahren berücksichtigt wird. Dieser verbleibende Verlustvortrag ist nach § 10d Abs. 4 Satz 1 EStG gesondert festzustellen. Im Mantelbogen der Steuer-Erklärung (Zeile 93), können Sie eintragen, ob und wenn ja in welcher Höhe Sie einen Verlust in das Vorjahr zurücktragen wollen. Sie sollten daher den Verlustrücktrag so ausrechnen und beschränken, dass das nach dem Verlustabzug verbleibende positive Einkommen noch so hoch ist, dass sich die anderen Abzugsbeträge steuerlich auswirken.

Den für Sie optimalen Verlustrücktrag berechnen Sie grundsätzlich wie folgt:Gesamtbetrag der Einkünfte 2014 (Netto)

./. Sonderausgaben

./. außergewöhnliche Belastungen

./. evtl. Haushaltsfreibetrag

./. Grundfreibetrag (32 a I EStG)

= steueroptimaler Verlustrücktrag> "

Wie gehe ich in den Steuererklärungen der Jahre 14-16 vor?

Vielen Dank für mögliche Antworten!

Viele Grüße

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Verlustvortrag für Zweitstudium trotz geringfügigem Einkommen?

Hallo liebe Leute,

ich habe da mal eine Frage bezüglich Einkommenssteuer/Steuererklärung.

Leider kenne ich mich mit dem Thema Steuern nicht so gut aus. Aus diesem Grund lasse ich meine Steuer seit letztem Jahr von einer Steuerberaterin machen.

Ich habe bis Ende 2013 studiert (Master) und seit Dez. 2014 mein erstes „richtiges“ Einkommen erwirtschaftet. Nun ist mir kürzlich der Begriff Verlustvortrag im Zusammenhang mit Studium zu Ohren gekommen, worüber ich mich im Internet ein wenig informiert habe. Da ich aber wie gesagt, bei steuerlichen Dingen nicht so bewandert bin, habe ich meine Steuerberaterin auf dieses Thema angesprochen.

Auf meine Frage, ob das für mich auch in Frage käme, auch rückwirkend noch, zumindest für mein Masterstudium, verneinte mir meine Steuerberaterin dieses, da ich in den Jahren 2012 und 2013 jeweils ein geringfügiges Einkommen durch einen Tutorjob erwirtschaftet habe. Dabei handelte es sich in beiden Jahren um wenige hundert Euro per anno.

Nach meinem Verständnis kommt es ja weniger darauf an, ob ich in den Studienjahren etwas verdient habe, sondern, ob ich mehr Werbungskosten, als Einnahmen hatte und mir damit ein Verlust entstanden ist. Oder sehe ich das falsch?

Meine Steuerberaterin sagte mir jedenfalls, dass ich keinen einzigen Cent an Einkommen hätte erwirtschaften dürfen, um einen Antrag auf Verlustvortrag stellen zu können. Da ich auch in der Zeit keine Lohnsteuer gezahlt habe, würde sich Ihrer Ansicht nach eine Steuererklärung für diese Jahre nicht lohnen.

Ich bin nicht vom Fach und kann das schlecht beurteilen, aber ich denke, Sie hat mich in dieser Sache nicht richtig beraten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Verlustvortrag hinfällig ist, weil ich in einem Jahr 250 EUR Einkommen hatte. Gibt es denn überhaupt Studenten, die sich nicht den ein oder anderen Euro neben dem Studium verdienen? Dann würde ein Verlustvortrag ja für Studenten so gut wie nie in Frage kommen.

Kurzum, ist hier jemand, der sich damit auskennt und mir erklären kann, wie meine Steuerberaterin zu diesem Ergebnis kommt? Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen FrauElse

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