Steuer und Verkehrswert - Immobilie-Erbe, Wohnrecht, Vermietung

1 Antwort

  1. Mit der Erbschaftsteuer liegt Ihr richtig, selbst wenn man beim Ertragswertverfahren sehr hoch ran geht (z. B. 20fache Jahresmiete) kommt IOhr nciht über den jeweiligen Freibetrag von 400.000,-

  2. Nur der Ordnung halber, das Wohnrecht für den Vater soll wohl seinen Pflichtteil abdecken, denn eigentlich würde er als Ehemann das halbe Haus geerbt haben.

  3. Der Wert des Wohnrechts wäre übrigens für die Bewertung bei der Erbschaftsteuer auch noch abzuziehen.

  4. Wenn der Vater in dem Haus Mietfrei wohnt, sind die Kosten in der Anlage V, die ihr in Zukunft für Euch beide abgeben müsst (+ Erklärung zur einheitlichen und gesonderten Einkünfte der ERbengemeinschaft) um 1/6 zu kürzen.

  5. Was Ihr für Euren Herrn Vater wegen der geringen Rente aufwendet (und da kommen auch die Kosten für seine Unterkunft, sprich die Kosten der Wohnung wieder ins Spiel), können gem. § 33 a EStG wieder bis zu einem Höchstbetrag von 8.354,- Euro abgezogen werden. Der Betrag wäre um den Betrag zu kürzen, denn der Vater an eigenen Einkünften und Einnahmen hat, soweit die 624,- Euro im Jahr übersteigen. Also 200,- Rente monatlich = 2.400,- - 624,- = Höchstausgaben von 8.354,- wären um 1.776,- zu kürzen.

Oh Danke, das hilft mir sehr :)

zu 2. das habe ich vergssen, ja das soll irgendwie den Pflichtteil abdecken bzw. die Angst unseres Vaters, das wir ihn rausschmeissen. Unser Vater musste auf sein Erbe verzichten (Verzichtserklärung zu Lebzeiten und notarielle Gütertrennung) um die Erbfolge (uneheliches Kind) zu ändern und seinen Teil wegen einer vollstreckbaren sehr hohen Verschuldung entgegenzuwiken.

Wir sind mit unserem Vater nicht konform und bezahlen alles lediglich der Ruhe und des Verantwortungsbewusstseins wegen. Nicht aus Nächstenliebe, so hart das klingt. Heute wird sein Handeln der eigenen Familie gegenüber hart verurteilt.

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@mipudi

Dann sind noch folgende Punkte wichtig:

  1. Die Abzugsfähigkeit nach § 33 a ist nicht abhängig davon, dass Ihr gern, oder ungern zahlt. Allein die Tatsache bringt ggf. den Steuervorteil.

  2. Der Erbverzicht wegen des unehelichen Kinders ist nciht anfechtbar. Keine Gefahr.

  3. Der Erbverzicht ist wegen der vollstreckbaren hohen Verschuldung aber schon anfechtbar, weil er sich entreichert hat. Wenn einer seiner Gläubiger dahinter kommt, steht ein Prozess ins Haus. Das st ebenso zu beurteilen, als hätte er Geld geerbt, oder geschenkt bekommen, oder gewonnen udn dieses sofort weiter verschenkt. Wenn er in nächster Zeit eine EV abgeben muss, dann muss er die Erbausschlagung angeben.

  4. Ohne die Ausschlagung hätte er ja einen Anspruch auf 1/2 des gesetzlichen Erbes, also 1/4 des Hauswertes allerdings abzüglich des Wertes des Wohnrechts.

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@wfwbinder
Ohne die Ausschlagung hätte er ja einen Anspruch auf 1/2 des gesetzlichen Erbes, also 1/4 des Hauswertes allerdings abzüglich des Wertes des Wohnrechts.

Das wären - bezogen auf das Haus also 1,5 Wohnungen, also 50% mehr als jetzt.

Was aber schlimmer wäre, er wäre Teil der GbR und man müsste sich Jahr für Jahr mit ihm in der Feststellungserklärung auseinandersetzen. Bei der familiären Lage dürfte das nicht gewollt gewesen sein.

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@EnnoBecker

Entschuldige bitte, aber darf ich Dich korrigieren?

Er ist zwar gesetzlicher Erbe, aber per Testament von der Erbfolge ausgeschlossen. Somit kann er den Pflichtteil einfordern, aber m. E. nur in Geld gegen die testamentarischen Erben § 2303 Abs. 2 BGB. Somit wird er nicht Teil der Erbengemeinschaft, sondern hat nur einen Auszahlungsanspruch, der aber viel leichter zu pfänden und zu verwerten ist, als ein Anteil an der Erbengemeinschaft.

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@wfwbinder

Richtig. Nicht mein Tag, ich hab irgendwo das Testament ausgeblendet.

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