Steuer: Schenken oder Kaufen?

6 Antworten

Ich liebe ausführliche Sachverhalte in denen alles enthalten ist, was zur Beurteilung notwendig ist.

Die Grunderwerbsteuer variiert von 3,5 % in Sachsen und Bayern bis zu 6,5 % in z. B. Brandenburg und Thüringen.

Bei der Schenkungssteuer kommt es sehr darauf an, wieviel das Haus wert ist.

Ausserdem,ob das Haus belastet ist, oder nicht.

Ausserdem stellt sich die Fragen Kauf, oder Schenkung ja auch, ob Deine Schwester auf die Hälfte einfach verzichten will (Schenkung), oder einen Ausgleich benötigt, sprich Geld braucht (Kauf).

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Die Übertragung des Eigentums am Hälfteanteil ist der dingliche Vollzug. Dem muß aber ein schuldrechtliches Verpflichtungsgeschäft voraus gehen.

Die Frage ist also: Bekommt die Schwester Geld für den Hälfteanteil oder bekommt sie kein Geld?

Wenn sie Geld bekommen soll, ist das zwingend ein Verkauf.

Wenn sie kein Geld bekommen soll, ist das zwingend eine Schenkung.

So einfach ist das.

Kein Notar würde im übrigen auf einen Kaufvertrag "Schenkung" oder auf einen Schenkungsvertrag "Kauf" schreiben nur weil seine Mandantschaft das für steuerlich günstiger hält.

Das ist eine einfache Vergleichsrechnung:

Du berechnest die Schenkungssteuer und die Grunderwerbsteuer.

Das niedrigere Ergebnis ist das kostengünstigere Vorgehen.

Im Internet gibt es dazu haufenweise Rechner, so z.B. hier:

https://www.smart-rechner.de/grunderwerbsteuer/rechner.php

https://www.brutto-netto-rechner.info/schenkungssteuer-rechner.php

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Vorsicht. Der Frager könnte überfordert sein mit der Einordnung.

Warum sollte "schenken" oder "kaufen" eine einfache Alternative sein?

Will die Schwester wirklich keine Gegenleistung?

kommt ggf. eine gemischte Schenkung in Frage?

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@wfwbinder

Oder ein Teilkauf, verbunden mit einer Teilschenkung? Oder ein Niessbrauch, ein Wohnrecht, eine Leibrente? Oder sonstwas?

Die Fragestellerin sagt es ja nicht konkret wie es gedacht ist. Und mein Telefonjoker ist derzeit noch in Urlaub auf den Malediven.

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@wjgmuc

Genau das meinte ich. Wer diese Fälle nicht unterscheiden kann, dem helfen die Rechner nicht.

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Zwar mögen 95.000,-€ Schenkungssteuer mehr sein, als z.B. 26.000,-€ Grunderwerbssteuer. Aber die 400.000,-€ Kaufpreiszahlung kämen natürlich noch dazu. Das wäre doch Steuerhinterziehung, eine Schenkung einfach Kauf zu nennen, wenn gar nicht gezahlt werden soll. Unten im Kommentar steht Schenkung.

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