Steuer bei einer Abfindung

3 Antworten

Wenn Dein Arbeitgeber diese Abfindung zahlt, dann zieht er dafür Lohnsteuer, nicht etwa Einkommensteuer ab. Die hohe Lohnsteuerbelastung wird durch die spätere Einkommensteuererklärung mit Einkommensbesteuerung wieder etwas nivelliert.

Prüfe in diesem Zusammenhang, ob die Fünftelregelung (Stichwort in diesem Forum!) für Dich in Frage kommt.

Im übrigen kann alles, was sich mindernd auf Dein zu versteuerndes Einkommen auswirkt, Dein Steuerminderungsziel erfüllen, ist ja klar. Dazu gehören z. B. auch über € 1000 hinausgehende Werbungskosten, Spenden, Altersvorsorgeleistungen und/oder Modernisierungen in ein vermietetes Mehrfamilienhaus. Beim Letzteren sollte aber die Anschaffung des Hauses schon mehr als drei Jahre zurückliegen, sonst besteht Gefahr, dass nachträgliche Anschaffungskosten nur den AfA-Betrag erhöhen, aber letztlich auch zielerfüllend;-)

Wenn Du Investitionen in Dein vermietetes MFH tätigst, dann wirkt sich das auf das zuv versteuernde Einkommen aus. Mit der Einkommenssteuererklärung bekommst Du dann bezahlte Steuern zurück. Allerdings werden mit der Abfindung die Steuern erstmal einbehalten. Du hast du Möglichkeit eine Abfindung über mehrere Jahre zu verteilen. Das wirkt sich in den meisten Fällen günstiger für den Arbeitnehmer aus.

Das lässt sich nicht so einfach sagen.

Sofort absetzbare Reparaturen wie die Erneuernung von Bädern, Dach, der Fassade, der Fenster oder sonst was mindern deine Einkünfte aus Vermietung und weil in dem Fall alle Einkünfte zusammengezählt werden mindern sie dein zu versteuerndes Einkommen.

Wenn das Einkommen nun unter den Höchststeuersatz kommt, mindert sich durch die Reparaturen auch die Steuer auf die Abfindung.

Ich schreibe das so ausführlich, weil es bei 40.000 € Einkommensteuer auf die Abfindung um ziemlich hohe Beträge gehen dürfte.

Wenn du so teure Maßnahmen durchführst, dass das Einkommen gegen den Grundfreibetrag geht, bekommst du die Abfindung auf die Art steuerfrei, was eventuell wenig Sinn macht, vor allem aber regelmäßig nur dann geht, wenn du ein sanierungsbedürftiges Mehrfamilienhaus schon länger hast. Sonst kommt der Fiskus mit der Keule des anschaffungsnahen Aufwands.

So du noch keine hast, kannst du mit einer Rürup-Rente (geht auch als Einmalzahlung) dein Einkommen zusätzlich mindern.

Was wie viel Sinn macht hängt also von deiner Gesamt-Einkommenssituation im betreffenden Jahr ab.

Der Fiskus kommt überhaupt nicht. Schon garnicht mit einer Keule. Wenn er anschaffungsnahen Aufwand betreibt und diesen als Werbungskosten deklariert (und auch noch finanziell so rechnet, obwohl er es besser weiss), dann ist er zurecht selbst gestraft.

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@vulkanismus

Der Fiskus kommt überhaupt nicht. Schon garnicht mit einer Keule. Wenn er anschaffungsnahen Aufwand betreibt

Zu Deinem Kommentar "Wenn er" paßt daher: "Der Fiskus betreibt keinen anschaffungsnahen Aufwand.";-)

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